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BayernJudo.de: Unsere Golden Girls
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Sonntag, 14.3.2010 - 19:45 Uhr

Deutsche Meisterinnen im Porträt

Unsere Golden Girls

Vor einigen Wochen erreichten zwei bayerische Nachwuchshoffnungen den größten Erfolg ihrer bisherigen Karriere: Ende Januar wurden Kay Kraus aus Großhadern und Alexandra Sebald aus Grafing souverän Deutsche Meisterinnen ihrer Gewichtsklasse (-48kg beziehungsweise -63kg). Die beiden 20-jährigen machten schon bei Junioren-Europameisterschaften mit je einer Bronzemedaille auf sich aufmerksam und der nationale Titel wird sicherlich nicht der letzte Höhepunkt ihrer noch jungen Karriere sein.

Kay Kraus - Judo als Lebenseinstellung


Geboren am 19. Januar 1990 in der Nähe von Hannover, zog es Kay Kraus schon im Alter von sechs Jahren ins ferne München, um beim TSV Großhadern ein Judostar zu werden. (Naja, eigentlich war es eher der Arbeitsplatzwechsel ihres Papas, aber wer weiß ob das nicht ein Wink des Schicksals war?) Mittlerweile pendelt das Fliegengewicht täglich mit der S-Bahn zwischen Elternhaus und München. Dort bereitet sie sich momentan ebenso akribisch auf ihre Abiturprüfungen - die in diesem Frühjahr stattfinden - vor, wie sonst auf ihre Wettkämpfe. „Kay geht Schritt für Schritt stetig bergauf. Sie hat eine sensationelle Kondition und ordnet alles dem Judo unter. Sie hat es wirklich verdient die deutsche Nummer 1 zu sein!“ so Trainer Lorenz Trautmann über seinen Schützling.

In der Tat ist Judo für Kay Kraus eine Lebenseinstellung. Nach bestandenem Abitur wird sie ab Herbst für ein halbes Jahr die Katsuura International Budo University in Japan besuchen und möchte danach Japanologie in München studieren. Ob sie ihren fast perfekten Sumi-Gaeshi wohl noch optimieren kann?


Punktlandung - leider außerhalb der Matte


Auch im Boden alles im Griff: Kay Kraus hält Olympiateilnehmerin Michaela Baschin im Schwitzkasten




Alexandra Sebald - Die Rauferin

Die Sportsoldatin kam am 19. April 1990 zur Welt und lebt seitdem in Grafing. Ihre Judokarriere begann im zarten Alter von vier Jahren beim ortsansässigen TSV - und auch wenn sie mittlerweile zweimal täglich am Stützpunkt in München trainiert hält sie ihrem Verein die Treue.

Die Powerfrau hat wahre Stehaufmännchen-Qualitäten. Trotz vieler Verletzungen (Muskelfaserriss im Nacken, Syndesmoseriss, Ellbogeninnenbandriss, Rückenprobleme) hat sie sich immer wieder nach vorne gekämpft. Ihren Kreuzbandriss im Jahr 2009 ließ sie nicht operativ versorgen. Sie schaffte es mit eisernem Willen durch gezieltes Krafttraining ihr Knie zu stabilisieren und wieder ganz nach oben zu kommen. Jetzt sind auch ihre Spezialtechniken Tsuri-Komi-Goshi und Ippon-Seoi-Nage kein Problem mehr.

Wenn Alexandra am Wochenende mal trainings- und wettkampffrei hat, dann geht sie Klettern, Wakeboarden oder Skaten. Und beim Zeichnen oder Gitarrespielen kann sie richtig entspannen.
Doch wie verlockend die Freizeitangebote auch sein mögen, Judo steht immer an erster Stelle: Mit ihrem schwarzen Glücksgürtel möchte sie noch viele Wettkämpfe gewinnen und 2012 die Judoszene in London aufmischen.


Finalsiegerin Alexandra Sebald

Der Bayerische Judo-Verband drückt Kay und Alexandra die Daumen und freut sich über viele weitere Erfolge auf nationaler und internationaler Ebene!

Sarah Neumann
BJV-Presseteam

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