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BayernJudo.de: Karl-Heinz Zehn ist tot
Aus den Bezirken / Oberfranken
Samstag, 20.3.2010 - 20:35 Uhr

Bezirksvorsitzender von Oberfranken verstorben

Karl-Heinz Zehn ist tot

Obwohl wir alle gehofft haben, dass es anders kommt, trat am Freitag, dem 19.März 2010, nachmittags ein, was wir insgeheim befürchtet haben: Karl-Heinz Zehn ist tot. Damit verlieren der Judo-Sport und die Judoka in Oberfranken und darüber hinaus einen Menschen, der für seinen Sport und seine Sportfreunde unendlich viel geleistet hat.

Heinz begann mit dem Judo beim JC Marktredwitz im Jahre 1961 und blieb seinem Sport bis zuletzt treu. Bis zum offenkundigen Wirksamwerden seiner Erkrankung stand er jede Woche auf der Matte und hat Kindern und Jugendlichen seinen Sport nahegebracht. Frühzeitig übernahm er auch das Amt des Kassiers in seinem Verein, das er vorbildlich ausübte bis zu seinem Tod. Seit 1977 trug er den Braungurt und am 16.11.1983 bestand er die Prüfung zum 1.Dan. Der zweite Dan-Grad wurde ihm ohne Prüfung verliehen. Er erhielt ihn für die Verdienste, die er sich in Jahrzehnten der Trainertätigkeit für seinen Verein, zudem als Vorstandsmitglied und Abteilungsleiter erwarb. Als der BJV-Bezirk Oberfranken einen Jugendleiter brauchte, war Heinz zur Stelle und übte das Amt von 1990 bis 2000 aus. Von Januar 2000 bis Oktober 2003 war er Bezirksvorsitzender, dann von Juli 2006 bis Januar 2009 Kassenwart, 2007 sprang er für ein Vierteljahr wieder in die Bresche, als ein Bezirksvorsitzender gebraucht wurde. Ab Januar 2009 bis jetzt kümmerte er sich erneut als Vorsitzender um Oberfranken.
Aber Engagement und Arbeitseinsatz galten nicht nur seinen Ämtern. Wo immer Hilfe gebraucht wurde, war er dabei. Bei Turnieren war es für ihn selbstverständlich, dass er Wettkämpfer coachte, bei der Listenführung behilflich war, sich um Urkunden kümmerte und zwischendrin auch noch Gespräche mit Vereinsvertretern und Offiziellen führte.
Bitter nötig war immer wieder eine weitere Tugend von Heinz, nämlich sein ruhiges, ausgleichendes Wesen, das half, auftretende Konflikte im Bezirk einer Lösung zuzuführen und aufgebrachte Gemüter auf eine Basis, die alle akzeptierten, zurückzubringen. Dabei ergriff er sehr wohl Partei, blieb aber stets sachlich, nahm sich Zeit für lange Gespräche und lenkte divergierende Kräfte wieder in eine gemeinsame Richtung. Typisch für ihn ist eine E-Mail, die er kurz vor dem letzten Bezirkstag der oberfränkischen Judo-Vereine verschickte: Er konnte zwar nicht teilnehmen, gab aber trotzdem seiner Hoffnung Ausdruck, dass es ihm bald wieder besser gehen wird, damit er wieder mit gewohnter Energie für das Judo in Oberfranken tätig werden kann. So war er, unser Heinz.

Der Bayerische Judo-Verband wird ihm immer ein ehrendes Gedenken bewahren.

Gerhard Fleißner
Präsident des Bayerischen Judo-Verbandes


Helmut Neugebauer
Bezirk Oberfranken

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