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BayernJudo.de: Grußwort des BLSV-Sportbeiratsvorsitzenden Rainer Riedel
Verband
Sonntag, 2.5.2010 - 20:54 Uhr

Verbandstag 2010 in Rosenheim

Grußwort des BLSV-Sportbeiratsvorsitzenden Rainer Riedel

Liebe Anwesende,
als Präsidiumsmitglied des BLSV ich darf Sie heute im Namen des Präsidenten des BLSV, Herrn Günter Lommer, recht herzlich zum 28.Verbandstag begrüßen.

Als Sportbeiratsvorsitzender im BLSV vertrete ich unsere 53 Sportfachverbände, und deshalb freue ich mich, hier mit Gerhard Fleißner ein engagiertes Vorstandsmitglied des Sportbeirats zu treffen.

Judo ist als olympische Sportart im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung, nicht immer so viel wie die Sportarten, die Fernsehen und Presse beherrschen, aber mehr als die meisten nichtolympischen Sportarten.

Das hat Vorteile, das kann auch Nachteile haben.
Ich möchte das an zwei Beispielen erläutern:

Positiv, aktuell:
Die Sportstiftung des BLSV lebt in der Darstellung nach außen von Sportbotschaftern auch aus dem BJV (Florian Wanner und Hendrik Schumacher) und Nachwuchsstars (Emily Dotzler, Maria Ertl, Zita Notter und Manuel Scheibel).

Hier ist der BJV bestens vertreten und wird später über seine Athleten davon sicher auch profitieren.

Negativ:
Wie an den verschiedensten Stellen unserer Gesellschaft (Sportvereine, Sportverbände, Schulen, zuletzt Kirchenvertreter) war im letzten Halbjahr sexueller Missbrauch das beherrschende Thema in der Öffentlichkeit, und Gott sei Dank in der Öffentlichkeit.
Der Sport war hier mit Fehlverhalten Einzelner konfrontiert, leider auch der BJV.

Aber: Der BJV hat in Person seines Präsidenten Gerhard Fleißner vorbildlich und transparent in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Sportjugend zur Klärung beigetragen.

Nur so kann weiteres Fehlverhalten verhindert werden.

Mit Gerhard Fleißner und einem Team aus meinem SFV werden wir, stellvertretend für alle SFV, im Bayerischen Landtag, dort im Vereinsausschuss, den Abgeordneten darlegen, dass der Sport am Beispiel BJV vorbildlich reagiert hat, besser als zuletzt die Kirche in verschiedenen Regionen!

Es macht doch keinen Sinn, nur intern herumzudoktern.

Zur Prävention gehört klar das Öffentlich machen von Fehlverhalten samt den daraus resultierenden Konsequenzen.

Nur das kann potentielle Täter abschrecken, nur so gewinnen Eltern Vertrauen zu Sportfachverbänden, deren Vereinen, Trainern, Sportlern.

Es nutzt leider nichts, wenn es einen unterschrieben Verhaltenskodex gibt, ordentlich links gelocht, und danach in der Akte im Schrank abgelegt.

Der Bayerische Judo-Verband ist der zweitgrößte Landesverband im DJB, kann im DJB und BLSV eine erfolgreiche Bilanz aufweisen, bisweilen mit Höhen und Tiefen, wie es alle Sportarten erleben.
Ein Blick in „bayernjudo“ zeigt: Bayerische Judoka sind überall vorn dabei.

Dazu meinen herzlichen Glückwunsch an alle Athleten, aber auch an alle andern im Verband, die dazu beigetragen haben.

Mit beigetragen hat dazu mit Sicherheit die fachliche Kompetenz ihres Präsidenten im strukturellen und konzeptionellen Arbeiten für den BJV:

Da waren u.a. ein Regionalkonzept und ein Leistungssportkonzept für die Landeshauptstadt München zu erarbeiten bzw. anzupassen, weiterzuentwickeln, und vieles mehr.

Das alles erforderte einen Zeitaufwand, wie er immer wieder an engagierten Funktionären hängenbleibt.

Die sportlichen Erfolge sind kein Wunder, sondern das Ergebnis eines gut aufgestellten BJV:

Sowohl im Bereich Leistungssport als auch im Freizeit- und Breitensport bietet der BJV über seine Vereine ein auf alle Alters- und Leistungsklassen zugeschnittenes, jahrgangsübergreifendes Angebot an Jedermann.

Dieses breitgefächerte Angebot stellt den BJV vor große Aufgaben, die immer wieder zeitgerecht angepasst werden müssen.

Beispiel:
Geeignete Instrumente für Nachwuchsförderung in Vereinen und Schulen sind aktuelle Themen:
Das G8 und die Ganztagsschulen mit Zeitbelegung für Schüler bis teilweise 17 Uhr, daneben der Rückgang der Schülerzahlen, stellen Vereine und Verbände vor neue Herausforderungen.

Dabei geht es einerseits um den Rückgang von Mitgliederzahlen in den Vereinen, andererseits aber auch um einen kleiner werdenden Pool von Talenten, die der Leistungssport braucht.

Das erzwingt jetzt das Engagement der Vereine in den Ganztagsschulen. Der BLSV wird dabei Hilfestellung leisten, die Arbeit vor Ort kann er nicht leisten.

Liebe Sportkameraden,

ich hoffe, Sie alle sind gern nach Rosenheim angereist, um nach dem Verbandstag auch etwas Zeit für die Landesgartenschau zu haben. Für ein Grußwort habe ich genug geredet.

Ich wünsche dem Verbandstag einen harmonischen Verlauf, sachliche Diskussionen, und Ergebnisse, die dem Wohl des BJV zuträglich sind.

Für die bisherige gute Zusammenarbeit zwischen BLSV und BJV danke ich ihrem Präsidenten stellvertretend für die gesamte Führungsmannschaft.

Rainer Riedel
BLSV-Sportbeiratsvorsitzender

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