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BayernJudo.de: Sehenswerte Ippons, emotionale Kämpfe und 35 Strafen
Sportgeschehen / Liga
Montag, 7.6.2010 - 21:56 Uhr

TSV Abensberg siegt zu Hause mit 8:4 gegen den JC Ettlingen

Sehenswerte Ippons, emotionale Kämpfe und 35 Strafen

Der TSV Abensberg hatte am vergangenen Samstag in der 1. Bundesliga der Männer den JC Ettlingen zu Gast. Nach Ehrung von erfolgreichen Athleten der Abensberger Mannschaft durch Abteilungsleiter Peter Dremow und einer Showeinlage der Cheerleaderinnen eröffneten die Kampfrichter um Welt-Kampfrichter Vladimir Hnidka den Wettkampf.


Ehrung Sportler




Cheerleader


Mannschaft

Den Auftaktkampf bestritt für den TSV Abensberg der Brite James Millar in der Gewichtsklasse -60 kg. Nach zwei kleineren Wertungen für einen technisch einwandfreien Harai-goshi, gelang ihm ein Seoi-nage, der ihm den Sieg einbrachte (1:0).


James Millar

Ein deutlich schwereres Los hatte Dominik Gerzer bis 100 kg gezogen. Er stand dem amtierenden Weltmeister aus Kasachstan, Maxim Rakov, gegenüber, der in der Bundesliga für den JC Ettlingen startet. Gerzer konnte anfangs gut dagegen halten, kassierte jedoch drei Strafen und musste zwei Yukos für eine Fußfege- und Beingreiftechnik hinnehmen. Ein überdrehter Seoi-nage des Weltmeisters blieb jedoch ohne Wertung. Die Begegnung endete nach 5 Minuten erwartungsgemäß für Rakov (1:1).


Dominik Gerzer

In der Klasse -81 kg ging Sven Maresch gegen Thomas Beck ins Rennen. Er setzte sich gegen den IDEM-Sieger der U20 klar mit einer Beingreifaktion durch und holte den nächsten Punkt für Abensberg (2:1).


Sven Maresch

Ein spannendes Duell versprach die nächste Begegnung bis 73 kg: Fabian Seidlmeier, der amtierende deutsche Vizemeister, gegen Garlef Eder, den Bronzemedaillen-Gewinner der Deutschen Meisterschaft 2010. Seidlmeier dominierte den Kampf und erhielt eine kleine Wertung für einen Ura-nage und ein Wazazari für einen Sumi-gaeshi, die er über die Zeit bringen konnte (3:1).


Fabian Seidlmeier

Bis 90 kg musste sich der Abensberger Neuzugang Florian Germroth dem Ettlinger Timur Bolat-Uly geschlagen geben, der nach 2:36 Minuten einen sehenswerten Harai-goshi hervorzauberte (3:2). Die restlichen zwei Punkte im ersten Durchgang holten Georgii Zantaraia in der Klasse -66 kg mit einem Uchimata-gaeshi und Andreas Tölzer (Gewichtsklasse +100 kg), der innerhalb 16 Sekunden Jan Müller mit einem Tani-otoshi auskonterte (5:2).


Andreas Tölzer

Nach einer kurzen Pause eröffneten die Cheerleader den zweiten Durchgang erneut mit einer Showeinlage.


Cheerleader

Wiederum startete die Gewichtsklasse -60 kg, wo dieses Mal Philip Graf für den TSV Abensberg antrat. Die Zuschauer konnten einen ausgeglichenen Kampf verfolgen, der mit jeweils einer Bestrafung leistungsgerecht unentschieden endete (5:2).

Bis 100 kg wurde Robert Dumke eingewechselt, der versuchte dem Weltmeister Maxim Rakov Paroli zu bieten. Dies gelang ihm leider nicht und er musste sich mit Ippon für einen Uchi-mata geschlagen geben (5:3).

Für Aufregung beim Publikum sorgte die nächste Begegnung bis 81 kg, wo Dennis Huck gegen Joao Pina mit einem Wazazari für einen gekonterten Ura-nage in Führung ging und dann offenbar mit seiner Kondition zu kämpfen hatte. Um die Situation zu überspielen verlangte der Ettlinger zweimal den Arzt um eingerissene Nägel zu tapen und ließ mehrmals unnötige Zeit verstreichen während des Aufstehens nach einer Bodensituation, die mit „Matte“ abgebrochen wurde. Der deutlich aktivere Abensberger Pina konnte den Rückstand trotz zwei Bestrafungen für Huck nicht aufholen und verlor unglücklich (5:4).


Joao Pina

Umso besser lief es für Christopher Völk bis 73 kg, der Garlef Eder mit Haltegriff bezwang (6:4).


Christopher Völk

Florian Germroth und Timur Bolat-Uly trennten sich in der Gewichtsklasse -90 kg mit einem Unentschieden (6:4). Im Anschluss fegte Georgii Zantaraia seinen Gegner Philipp Dahn (-66 kg), mit einem perfekten Ura-nage von der Matte (7:4).




Georgii Zantaraia

Den letzten Punkt holte Andreas Tölzer im Schwergewicht in einem unspektakulären Kampf, den er 45 Sekunden vor Schluss mit einer Beingreifkontertechnik beendete (8:4).


La-Ola-Welle zum Schluss



Fotos: Reinhold Ennerst, Manfred Volkmann




Weitere Ergebnisse:
TSV Großhadern - JC Leipzig 1:13 ( 10:115)
KSV Esslingen - JC Wiesbaden 11:3 (102:27)
TSV Abensberg - JC Ettlingen 8:4 (74:34)
Ippon Rodewisch - JC Rüsselsheim 12:2 (106:20)

Tabelle:
1. TSV Abensberg
2. KSV Esslingen
3. JC Leipzig
4. Ippon Rodewisch
5. JC Ettlingen
6. JC Wiesbaden
7. TSV Großhadern
8. JC Rüsselsheim

Claudia Plötz
BJV-Presseteam

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