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BayernJudo.de: Claudia Probst gewinnt Gold in ÷sterreich
Sportgeschehen / U20
Dienstag, 8.6.2010 - 01:26 Uhr

European Cup U20 Leibnitz

Claudia Probst gewinnt Gold in ÷sterreich

Beim European Cup der U20 in Leibnitz konnte Claudia Probst die Goldmedaille gewinnen. Simon Glockner und Emily Dotzler belegten beide einen starken 3. Platz. Außerdem wurde durch Zita Notter noch Platz 5 und Sabrina Pfortner Platz 7 zum guten Abschneiden des BJV¬ís beigesteuert. Die übrigen bayerischen Athleten konnten sich leider nicht platzieren.

Über 78kg hatte der BJV mit Claudia Probst (TV Lenggries), Zita Notter (TSV München-Großhadern) und Sabrina Pfortner (TV Altdorf) erneut 3 starke Athletinnen am Start, die alle sehr gute Chancen auf eine Medaille hatten. Wie aber schon bei den vergangen Turnieren hatte die drei wieder einmal das Lospech auf ihrer Seite, uns sollten sich im Verlauf des Turniers wieder gegenseitig bekämpfen. Aber als erstes standen ihnen Ausländerinnen gegenüber.


Claudia Probst (TV Lenggries)
Claudia bekam es in ihrem Auftaktkampf mit der Kroatin Sutalo zu tun. Sie konnte sich auch schnell mit einem Yuko in frontsetzten. Zwei Angriffe ihrer Gegnerin konnte Claudia im Verlauf des Kampfes kontern und jeweils einen Wazaari für sich und damit den vorzeitigen Sieg verbuchen. Im nächsten Kampf traf Claudia nun auf Lapshina (Russland). Eine missglückten Angriff ihrer Gegner nutzte sie souverän dazu, diese in einen Haltegriff zu bekommen und lies die Russin aus diesem nicht mehr entkommen. Damit stand Claudia bereits im Halbfinale des Turniers.


Sabrina Pfortner (TV Altdorf)
Sabrina Pfortner traf ihrem ersten Kampf auf Urek (Slowenien), trotz des quirligen Kampfstiles ihrer Gegnerin konnte Sabrina sich mit einem Yuko für einen O-Uchi-Gari einen Vorteil erarbeiten, welcher ihr zum Sieg reichte. Im nächsten Kampf sollte es dann das 1. bayerische Duell geben, da Sabrina hier erneut auf Zita treffen sollte. Diese hatte in ihrem Auftaktkampf die Italienerin Marchio als Gegnerin gegen die sie sich schnell einen Wazaari Vorteil verschaffen konnte. Im weiteren Kampfverlauf schaffte sie es die Italienerin genau zu der Bewegung zu zwingen, die sie für den folgenden Seoi-Nage benötigte, mit welchem sie die Italienerin nochmals auf Wazaari werfen konnte und somit ihren ersten Kampf gewann. Der folgende Viertelfinalkampf zwischen Zita und Sabrina war schon das 4. aufeinander treffen der beiden bayerischen Athletinnen. Auch dieses Mal war es ein ausgeglichener Kampf, wobei Zita durch eine erste Bestrafung in einen noch nicht zählbaren Rückstand geriet. Sie lies sich davon jedoch nicht beeindrucken und auch Sabrina konnte diesen Vorteil nicht in eine zählbare Wertung aufstocken. Im weiteren Kampfverlauf bekam Zita die Gelegenheit zu einem Konter und nutzte diese auch. Ihr Tani-Otoshi wurde mit einem Ippon bewertet und auch Zita stand somit im Halbfinale. Sabrina musste in der Trostrunde versuchen um eine Medaille mitzukämpfen.

Zita Notter (TSV München-Großhadern) in Aktion gg. die Italienerin

Das Halbfinale, wie sollte es auch anderes sein, wurde zwischen Claudia und Zita ausgetragen. Claudia ging zielstrebig in den konnte sich auch schnell mit einem Yuko für einen Konter in Führung bringen. Im weiteren Kampfverlauf konnte Claudia sich immer besser in den Kampf hinarbeiten, wodurch es für Zita immer schwerer wurde, ihrer Teamkollegin Paroli zu bieten. Claudia konnte einen Maki-Komi durchsetzten, der nochmals mit Yuko bewertet wurde. Aber auch Zita sollte immer wieder ihre Chancen bekommen, konnte diese jedoch nicht in ein zahlbares Ergebnis umwandeln. Für einen weiteren Maki-Komi bekam Claudia von den Kampfrichtern einen Wazaari zugesprochen und lies sich diesen Vorsprung trotz aller versuche von Zita nicht mehr nehmen und zog mit diesem Sieg in das Finale ein.

In der Trostrunde konnte Sabrina ihren ersten Kampf gegen Marchio (Italien) mit einem Haltegriff siegreich beenden und traf damit im Einzug um den Bronzekampf auf Sutalo (Kroatien). Leider kam sie mit dieser Gegnerin nicht zurecht und musste sich durch einen Wazaari geschlagen geben. Für Zita aber war die Chance auf Bronze durch die Halbfinalniederlage greifbar. Ihre Gegnerin in diesem Kampf war Pertseva (Russland). Durch eine kleine Unachtsamkeit konnte die Russin Zita in einen Haltegriff bekommen und für Zita gab es daraus keinen Ausweg mehr, und sie wurde somit 5.

Claudia aber stand im Finale nun Weiß (Berlin) gegenüber. Beim letzten aufeinander Treffen hatte die Berlinerin noch den Sieg für sich verbuchen können, was Claudia heute aber unbedingt vergessen machen wollte. Entsprechend konzentriert und konsequent ging Claudia in den Kampf. Sie wartete auf ihre Chance auf einen Ippon, ohne dabei zu leichtsinnig oder zu übereilt anzugreifen. Als Weiß dann genau diese Möglichkeit anbot, nutzte Claudia diese gewohnt abklärt mit einem Maki-Komi und somit den dafür erhaltenen Ippon und den Turniersieg bejubeln.

Turniersiegerin +78kg Claudia Probst mit Landestrainer Ralf Matusche

Bis 90 kg ging Simon Glockner (TSV München-Großhadern) mit einem Freilos an den Start. Im folgenden Kampf bezwang er deutlich und souverän Gharbi (San Marino) uns stand somit im Poolfinale. Auch seinen Gegner hier, Glusac (Serbien) konnte Simon sicher mit einer sehenswerten Technik bezwingen. Somit stand auch er im Halbfinale des Turniers. Sein Gegner hier war Gahramanov (Azerbeidschan), der bereits seinen Teamkollegen Christian David (TSV München-Großhadern) bezwungen hatte. Leider fand auch Simon gegen diesen starken Kämpfer kein rechtes Mittel und musste sich geschlagen geben. Im Kampf um Bronze wollte Simon aber erneut zeigen was in ihm steckt. Mit dem Ungarn Fogassy stand ihm auch hier ein starker Gegner gegenüber. Einen O-Uchi-Gari Angriff von Simon versuchte der Ungar zu kontern. Simon jedoch nutzte diese Gelegenheit souverän aus, um seinen Gegner mit einem spektakulären Tani-Otoshi auf Ippon zu werfen.

Simon Glockner (TSV München-Großhadern) im Kampf um Bronze


Emily Dotzler (TB Weiden)
Auch Emily Dotzler (-52kg, TB Weiden) wollte erneut ein Wort um Edelmetall mitreden. Mit diesem Vorsatz ging sie konzentrier in ihren ersten Kampf gegen Gnich (Polen), die sie dann auch mit zahlreichen sehenswerten Würfen bezwingen konnte. Auch ihre nächste Gegnerin, Miraoui (Frankreich), sollte keine Chance gegen die Vielseitigkeit der jungen Bayerin haben und wurde dementsprechend genauso klar bezwungen. Im Poolfinale stand Emily nun Lo Giudice (Italien) gegenüber. Aber auch diese starke Gegnerin konnte Emily auf Ihrem Weg zu den Medaillen nicht gefährden, und so zog Emily ins Halbfinale gegen Cohen (Israel) ein. Diese Gegner bewies sich dann jedoch als stärker als gedacht. Ihre Seoi-Nage-Ansätze kamen immer genau kurz vor den Ansätzen von Emily und so konnte die Israelin im Verlauf des Kampfes die Oberhand und die Wertungen für sich gewinnen und Emily bezwingen. Auch Emily musste somit in den Bronzekampf gehen, wo bereits Thumm (Baden) auf sie wartete. Gut eingestellt auf diese Gegnerin ging Emily in den Kampf und lies ihrer Gegnerin keine Chance. Geschickt nutzte sie jede Gelegenheit zu einer Wertung und konnte den Kampf dadurch vorzeitig mit Ippon und zahlreichen weiteren Wertungen für sich entscheiden.

Bronzemedaillengewinner Simon Glockner und Emily Dotzler mit Landestrainer Ralf Matusche

Alle weiteren bayerischen Kämpfer konnten sich leider im dem Hochklassigen und teilweise sehr großen Teilnehmerfeld nicht platzieren.

Frauke Vortmann
stellv. Referentin Leistungssport

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