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BayernJudo.de: Kultur und Sport stehen im Fokus der Jugend der Welt
Sportgeschehen / Verschiedene
Donnerstag, 19.8.2010 - 20:44 Uhr

Olympischen Jugendspiele (YOG) in Singapur 2010

Kultur und Sport stehen im Fokus der Jugend der Welt

Zum ersten Mal in der Geschichte finden in diesem Jahr die olympischen Jugendspiele in Singapur statt, in einem Land kleiner als Hamburg. Nach unzähligen Treffen der Verantwortlichen steht nun das Programm. Am Freitag, den 13.08., wurden die olympischen Jugendspiele mit einer bombastischen Eröffnungsfeier begonnen.

Informationen zu den Spielen
Die Organisation wurde, wie bei richtigen olympischen Spielen, von dem International Olympic Kommitee (IOC) übernommen. 3600 Athleten im Alter von 14 bis 18 Jahren, aus den 205 Nationalen Olympischen Kommitees werden nach Singapur entsandt, um sich gegenseitig in 1000 Sportstätten zu messen und in Wettkämpfen, die auch in abgewandelter Form stattfinden. Auch Deutschland ist mit 70 Athleten und Athletinnen, sowie 36 Workcamp Teilnehmern der deutschen Sportjugend vertreten. Bei diesen Spielen zählt nicht nur der Leistungssport, sondern es zählt vor allem die olympische Grundlage- Freundschaft, Respekt und Exzellenz. Teilnehmer von Peking 2008 sind nicht startberechtigt, sowie das Werben an und in Stadien wurde verboten . Neben dem Sportprogramm wird ein breites Kultur- und Erziehungsprogramm angeboten. In verschiedenen Workshops, wie „Chat with the champions“ oder „World Cultural Village“ des Culture and Education Programme (CEP) werden die Werte des olympischen Gedanken verdeutlicht. Die Balance zwischen Kultur und Leistung soll eindeutig feststellbar sein. Zunächst gab es viel Kritik an diesen Spielen, sowie zum Beispiel vom Deutschen Turnerbund, der vor der Altersgrenze von 14 Jahren warnt, nachdem man im Weltturnverband die Altersgrenze für Wettkampfteilnahme auf 16 Jahre hochgesetzt hatte. Auch der Deutsche Leichtathletikverband ist skeptisch und warnt vor einer zu großen Belastung für die Nachwuchssportler. Die Kritiker sind sich einig, dennoch gibt es auch viele positive Seiten an diesem Großevent. Jugendliche aus der ganzen Welt werden zusammengebracht und neben dem eigentlichen Wettkampfprogramm, in unterschiedlichen Workshops olympisch erzogen. Die Gemeinschaft und das Fairplay stehen hierbei im Vordergrund, deswegen ist es den Athleten nicht erlaubt, das olympische Dorf zu verlassen bzw. später anzureisen oder früher abzureisen. Junge Menschen aus aller Welt sollen für den Sport begeistert werden. Das IOC will die jüngeren Athleten auf eine bestimmte Charakterhaltung einstimmen, auch in Hinsicht auf die Dopingversuchung. Desweiteren wird es für einige Athleten, die letzte Chance sein, an olympischen Spielen teilnehmen zu können.


Marina- Bay: Hier fand die ausverkaufte Eröffnungsfeier statt

Das Workcamp innerhalb der deutschen Sportjugend
Die deutsche Sportjugend ist ebenfalls mit 27 jungen Menschen aus den unterschiedlichen Sportverbänden und sieben Betreuern nach Singapur gefahren, um an den Spielen teil zunehmen. Auch Christiane Weidendorfer, die als jüngste Teilnehmerin dabei ist und Veronika Auer vom TSV Großhadern gehören zu diesem Team. Die Leitung und Betreuung möchte den Teilnehmern zwischen 17 und 24 Jahren, einen einmaligen Einblick hinter die Kulissen olympischer Spiele geben. Die Jugendlichen wurden in unterschiedliche Gruppen eingeteilt, wie zum Beispiel in die Teilgruppen Wettkampf, Führung, Media oder Training und sollen sich in diesen Gruppen genauer mit den olympischen Jugendspielen beschäftigen. Es soll überprüft werden, ob den Symbolen der richtigen olympischen Spiele nachgeahmt wurde oder ob die bereits 2007 angestellten Worte des IOC, die Spiele sollen junge Leute zu einem aktiven Leben motivieren und den olympischen Geist fördern, eingehalten wurden. Die deutsche Sportjugend im olympischen Sportbund unterstützt innerhalb des Workcamps diese neue Entwicklung der YOG und möchte sie von Anfang an begleiten. Alle Teilnehmer zeichnen sich durch ihr soziales Engagement im Bereich des Jugendsports aus und sind interkulturell interessiert. Die ersten olympischen Jugendspiele sollen gesellschaftlich verankert werden. Die Teilnehmer des Workcamps verstehen sich als Deutsche Botschafter, die nach Singapur entsandt wurden, um deutsche Jugendliche zu vertreten. Durch Besuche von Wettkämpfen und Veranstaltungen, wird ihnen auch der olympische Gedanke näher gebracht. Während des Vorbereitungsseminars in Frankfurt am Main gab es noch einige letzte Einweisungen und Informationen, unteranderem auch von Professor Dr. Roland Naul, der ein Buch über die Olympische Erziehung verfasst hat. Ein breitgefächertes Programm wird nun allen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zur Verfügung stehen, um auch das Land Singapur kennen zu lernen.


Das DSJ-Workcamp mit Christiane Weidendorfer und Veronika Auer vom TSV Großhadern

Diese Jugendspiele sind neu für die Gesellschaft und auch neu für das IOC, dennoch versprechen sich die Organisatoren einen großen Erfolg und schon jetzt laufen die Planungen für die Jugend Winterspiele in Innsbruck 2012.

Weitere Infos auf:
dosb.de/jugendspiele
dsj.de
facebook.com/jugendolympiamannschaft
olympic.org/yog
singapore2010.sg
facebook.com/youtholympicgames
twitter.com/youtholympics

Christiane Weidendorfer

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