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BayernJudo.de: Judo-Luft schnuppern
Aus den Bezirken / Oberpfalz
Freitag, 10.9.2010 - 22:24 Uhr

Ferienprogramme nutzen – neue Judokas gewinnen

Judo-Luft schnuppern

Einen neuen Weg zur Gewinnung von Mitgliedern geht seit zwei Jahren die Judoabteilung des TSV Freystadt. Neben einer gezielten Pressearbeit , die alle Aktivitäten –auch die außerhalb der Matten- publiziert, nutzt man dort auch die Ferienprogramme der Gemeinden.

So bietet der TSV Freystadt innerhalb der eigenen Gemeinde und in Mühlhausen, einer ca. 10 km entfernten Nachbargemeinde Ferienschnupperkurse an. Geleitet werden diese von ausgebildeten Jugendtrainern und Trainerassistenten aus der eigenen Jugend. Insgesamt finden innerhalb von zwei Wochen 5 Doppelstunden statt. Inhalt sind das A&O des Judo – die Fallschule. Haltegriffe, aber auch Würfe wie O-goshi gehören ebenso dazu. Zum Abschluss versuchen dann die Neulinge das Gelernte im Boden- und Standrandori umzusetzen. Besonders beliebt sind am Ende der einzelnen Trainingseinheiten die Schaukämpfe der Trainer, die zeigen, wie Judo bei Fortgeschrittenen aussieht. Wer über alle Termine durchhält, bekommt eine Anfängermappe mit Infos über Judo wie Dojositten, Kyu-Grade etc. und ein Zertifikat.

In diesem Jahr nahmen insgesamt 31 Kinder im Alter von 6 -10 Jahren teil, etwa die Hälfte will weitermachen und hat bereits einen Aufnahmeantrag gestellt. 2009 war die Teilnehmerzahl zwar deutlich niedriger, aber immerhin sind heute ein Jahr danach noch mehr als ein Viertel der Schnupperkinder dabei, die inzwischen die erste Gürtelprüfung abgelegt haben.

Voraussetzung für das Gelingen einer solchen Aktion ist u.a. eine gute Beziehung zu den Gemeindeverwaltungen. Im Rahmen ihres Ferienprogramms übernehmen diese teilweise die Werbung, die Verwaltung der Anmeldungen und vermitteln nicht zuletzt - in unserem Fall im Nachbarort - den Trainingsraum. Wichtig ist aber auch, dass die Vereinsmitglieder aktiv mithelfen; so mussten unzählige Matten in die Nachbargemeinde transportiert, Mappen gebunden und Trainer gestellt werden. Beim TSV waren dies in diesem Jahr die ausgebildeten Jugendtrainer Sarah Jukna und Matthias Brinkmann, die bereits im allgemeinen Trainingsablauf ihre eigenen Anfängergruppen leiten.

Wegen der großen Teilnehmerzahl mussten dann kurzfristig noch Judokas der U14 und U17 als Trainerassistenten einspringen. Im Einzelnen waren dies Anna Albrecht, Tobias Brinkmann, Michael Fürst, Christian Leykauf, Tobias Sossau und Julian Zick. Auch sie erhalten für ihr Engagement in den Ferien Anerkennung. Einige von ihnen haben durchs Reinschnuppern in den Traineralltag Gefallen an der Ausbildung zum Jugendtrainer gefunden. Damit versucht man beim TSV, einem weiteren Problem kleinerer Vereine entgegenzuwirken, nämlich dem Trainermangel. Damit in einigen Jahren noch qualifiziertes Training angeboten werden kann, müssen heute Judokas zur Trainerausbildung motiviert werden.

Claudia Baumgärtner-Zick
TSV Freystadt

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