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BayernJudo.de: Bundesligafinale in Hamburg oder in Abensberg?
Sportgeschehen / Liga
Dienstag, 19.10.2010 - 07:32 Uhr

Vizemeister Hamburger JT am 23. Oktober beim Viertelfinale in Abensberg

Bundesligafinale in Hamburg oder in Abensberg?

Nach der Pflicht folgt die Kür für den deutschen Rekordmeister TSV Abensberg in der Judo-Bundesliga. Am kommenden Samstag reist der Vizemeister Hamburger Judo Team zum Viertelfinale nach Abensberg. Die Bedeutung dieser Begegnung ist eindeutig: Der Sieger ist Ausrichter des Finales um die Deutsche Meisterschaft 2010, der Verlierer scheidet dagegen aus.

Alle erinnern sich noch an das dramatische Bundesliga-Finale in Hamburg im letzten Jahr. Hamburg, 2009 Nordmeister der Bundesliga, durfte das Finale ausrichten und erreichte es nach einem Sieg gegen Esslingen im Halbfinale zum ersten Mal in der Vereinsgesichte. Der TSV Abensberg schaffte mit seinem Halbfinalsieg gegen Leipzig ebenfalls das Erreichen des Finales.

Was dann ablief, war an Dramatik nicht mehr zu überbieten. Vor mehr als 1000 Zuschauern packten die Hamburger das Herz in die Hand und überfuhren den vermeintlichen Favoriten im ersten Durchgang mit 3:2. Die Hamburger Fans feierten bereits ihren ersten Titel. Um so mehr Grund hatten sie auch zu Beginn des zweiten Durchganges als die Hamburger die ersten beiden Kämpfe gewannen und ein klares 5:2 auf der Tafel stand. Normalerweise ein uneinholbarer Vorsprung.

Abensberg musste nun alle ausstehenden 5 Kämpfe nicht nur gewinnen, sondern diese auch noch mit vorzeitigen Siegen abschließen, da Hamburg alle Siege ebenfalls mit 10 Punkten gewann. Es folgten 4 Siege vorzeitig und es lag an Dimitri Peters dies seinen Kollegen gleich zu tun. Er schaffte es und sicherte dem TSV Abensberg den 15. Meistertitel.

Nun kommen die Hamburger am kommenden Samstag zum Viertelfinale nach Abensberg. Ein tolles und motiviertes Team, das dank einer guten Nachwuchsarbeit viele gute deutsche Sportler in seinen Reihen hat und diese mit hochkarätigen Weltklassesportlern ergänzt hat. Um nur einige zu nennen:

-60 kg: Rishod Sobirov, Weltmeister aus Uzbekistan
-66 kg: Armen Nazaryan, Europameister aus Armenien
-73 kg: Isayev Mansur, Europameister aus Russland
-81 kg: Srdjan Mrvaljevic, 5. Platz WM aus Montenegro
-90 kg: Dennis Ogjenko, Europameister Russland
-100 kg: Dmitry Kambanov, Europameister Russland
+100kg: Abdullo Tangriev, Uszbekistan Silbermedaille bei den Olympischen Spielen
Dies ist ein kleiner Auszug der Auswahl von 34 gemeldeten Sportlern aus dem Ausland.

Sascha Costa, Benay Babak, Robin Wendt, Mahout Terzi, Maksim Chykurda, die Brüder Lenk, Hanno Villwock, Willy Wittermann und Max Münstermann sind deutsche Judoka, die allesamt schon Deutscher Meister waren bzw. aktuelle Mitglieder der Deutschen Nationalmannschaft sind. Die Liste der Hamburger ist also wie eine große Wundertüte, bei der nur eines klar ist: Hamburg ist ein Team welches immer siegen will und nicht mit einer Rumpftruppe durch die Gegend fährt.



Dass dieser Kampf auch gleich das Ausscheiden aus der Finalrunde mit sich bringen kann, macht die Sache reizvoll und bringt auch die Abensberger Verantwortlichen in Schwung.

„Wir werden alle uns zur Verfügung stehenden deutschen Leistungsträger und ausländischen Asse auf der Matte stehen haben. Natürlich im Rahmen der möglichen 4 Einsätze die ja maximal für Ausländer erlaubt sind“, erklärte Ehrenabteilungsleiter Otto Kneitinger, der kurzfristig die Zuständigkeit für den erkrankten Peter Dremow übernommen hat.

Der Kampf beginnt am Samstag, dem 23. Oktober 2010, um 17 Uhr in der Josef-Stanglmeier-Halle
Einlass in die Halle ist ab 15 Uhr.


Weitere Informationen unter tsvabensberg.de .

Die weiteren Paarungen am kommenden Samstag

SUA Witten Annen - JC Ettlingen
UJKC Potsdam - KSV Esslingen
JC Leipzig - JC 90 Frankfurt/Oder
Die vier Sieger sind Teilnehmer des Bundesligafinales am 20 November in Hamburg oder Abensberg

Otto Kneitinger
TSV Abensberg

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