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BayernJudo.de: Manuel Scheibel und Zita Notter gewinnen die Titel
Sportgeschehen / U20
Dienstag, 8.3.2011 - 00:27 Uhr

DEM U20 2. Tag

Manuel Scheibel und Zita Notter gewinnen die Titel

Am zweiten Tag der Deutschen Einzelmeisterschaften konnten Bayerns Junioren durch Zita Notter (TSV München-Großhadern) und Manuel Scheibel (TSV Abensberg) zwei weitere Titel erkämpfen. Franziska Zellner (FC Schweitenkirchen), Christian David (TSV München-Großhadern) und Jahia Mohamed (Post SV Bamberg) wurden alle Vizemeister in ihren Gewichtsklassen. Zum spitzen Tagesergebnis konnte Christiane Weidendorfer (TSV München-Großhadern) noch eine Bronzemedaille besteuern.

Über 78kg ging Zita Notter in den Wettkampf. Sehr sicher und souverän konnte Zita auf Ihrem Weg in das Finale Hoffmann (NRW) mit Ippon für Haltegriff und Angermann (Thüringen) mit Wazaari für Harai-Goshi und anschließendem Haltegriff bezwingen. Im Poolfinale traf Zita auf Stegemann (Brandenburg), die sie aber mit genauso sicherer Kampfführung erneut mit Haltegriff besiegte und damit in das Halbfinale einzog. Hier traf sie auf Schildgen (NRW) welche jedoch ebenfalls im Haltegriff unterlag. Zita zog somit in das Finale ein, wo sie auf Carolin Weiß (Berlin) traf, die bei diesem Turnier neben Zita zu den großen Titelfavoriten zählte. Zita begann auch diesen Kampf konsequent und konzentriert und konnte sich schnell einen Yuko-Vorsprung für einen Tani-Otoshi erarbeiten. Diesen Vorsprung verteidigte Zita gekonnt, und gewann im weiteren Kampfverlauf immer mehr die Oberhand. Kurz vor Schluss jedoch gelang es Weiß Zita zu überraschen und mit einem Yuko zu eigenen Gunsten auszugleichen. Nach Ablauf der Kampfzeit stand es zwischen den beiden somit unentschieden und das Duell ging in den Goldne Score. Hier jedoch, lies Zita nichts mehr anbrennen. Sie erhöhte die eigene Angriffsfrequenz und konnte einen missglücken Angriff von Weiß zu einem Haltegriff nutzten und gewann dadurch abermals mit Ippon im Boden.


Meisterin Zita Notter mit Landestrainer Lorenz Trautmann und Heimtrainer Richard Trautmann


Alexandra Klar (TSV Detag Wernberg) 5. Platz +78kg
Ebenfalls im Schwergewicht ging Alexandra Klar (TSV Detag Wernberg) an den Start. Nach einem Freilos traf Alex gleich auf Schildgen (NRW). Die letztjährigen U17-EM Starterin musste sich dieser noch etwas stärkerer Gegnerin nur mit Yuko geschlagen geben und danach ihren Weg in der Trostrunde fortsetzten. Hier traf Alexandra auf Lechtermann (Niedersachsen), welche sie genauso schnell und deutlich mit Ippon besiegte, wie im Trostrundenfinale Stegemann (Brandenburg). Im Kampf um Platz 3 traf Alex nun auf Taube (NRW), welcher sie sich erst im Golden Score geschlagen geben musste und somit einen guten 5. Platz belegte.

Manuel Scheibel konnte in seiner Gewichtsklasse -55kg erneut beweisen, das er nicht umsonst zu Bayerns Nachwuchsathleten gehört. Mit schnellen, klaren Siegen über Resag (NRW) und Belavia (Saarland) kämpfte sich Manuel in das Poolfinale vor. Seinen Gegner hier, Knoth (Sachsen), konnte er im Kampfverlauf mit Ko-Uchi-Gari auf Wazaari werfen, und diesen Vorsprung routiniert und sicher noch um einen weiten Yuko erweitern und über die verbleibende Kampfzeit sicher zum Sieg bringen. Im Halbfinale traf er nun auf Niclas (Berlin) welches er ebenfalls sehr sicher und dominant mit Ippon für O-Goshi nach knapp 3 Minuten für sich entscheiden konnte. Auch im Finale gegen Teucke (Saarland) lies Manuel nicht eine Sekunde Zweifel aufkommen, wer diesen Kampf bestimmte. Mit hoher Angriffsfrequenz und Spritzigkeit bestimmt der junge Abensberg das Kampfgeschehen über 4 Minuten und dann auch im Golden Score. Immer wieder erarbeitete er sich klare Vorteilssituation, so dass er nach Ablauf der Golden Score Zeit durch eine deutliches 3:0 im Kampfrichterentscheid zum Sieger und Deutschen Meister erklärt wurde.


Meister Manuel Scheibel mit Heimtrainer Radu Ivan

Mit Christiane Weidendorfer und Franziska Zellner hatte der BJV -78kg gleich zwei Medaillenkandidaten im Titelrennen. Franziska begann das Turnier auch gleich sicher mit einem Sieg durch Würger gegen Nedwidek (Sachsen-Anhalt) und mit Sieg durch Uchi-Mata und Haltegriff über Harder (Schleswig-Holstein). Dadurch stand Franziska im Poolfinale, wo sie auf Drechsler (Brandenburg) traf. Das Duell gegen diese Gegnerin war ausgeglichen und keine der beiden konnte nach Ablauf von 6 Minuten einen Wertungsvorsprung vorweisen. Franziska hatte den Kampf jedoch so deutlich bestimmt, dass sie von den Kampfrichtern mit 3:0 zur Siegerin erklärt wurde. Auch im Halbfinale gegen Czogalla (NRW) konnte Franziska sich nach Ablauf von erneuten 6 Minuten mit 3:0 von den Kampfrichtern zur Siegerin erklärt. Im Finale traf sie nun auf Tillmans (NRW), welcher sie sich jedoch leider nach den beiden vergangen Marathonduellen bereits nach 2,10 Minuten mit Ippon für Harai-Goshi geschlagen geben musste und somit nach Bronze im Vorjahr dieses Mal Deutsche Vizemeisterin wurde.


Christiane Weidendorfer, Landestrainer Lorenz Trautmann und Franziska Zellner

Genau diese Kämpferin, Tillmanns, hatte auch Christiane Weidendorfer in ihrem zweiten Kampf zur Gegnerin. Christiane, die in ihrem ersten Kampf gegen Mavroidi (Hamburg) noch deutlich nach 1,30 Minuten mit Ippon für Te-Guruma gewonnen hatte, unterlag Tillmans nach 4 Minuten nur mit Yuko. In der Trostrunde konnte sie sich nach 6 Minuten im Kampfrichterentscheid mit 3:0 gegen Werner (Hessen) durchsetzten, bevor sie im Trostrundenfinale auf Anja Pongratz (TV Zwiesel) traf. Anja hatte sich nach einer Auftaktniederlage gegen Branser (Sachsen) und zwei Siegen in der Trostrunde über Rößner (NRW) und Frahm (Schleswig-Holstein) in dieses vorgekämpft. Christiane war aber an diesem Tag zu stark für Anja und so musste sie sich nach gut 3 Minuten geschlagen geben. Christiane traf nun im Kampf um Platz 3 auf Czogalla (NRW), welche sie deutlich nach 1,47 Minuten mit Haltegriff besiegen und somit Bronze gewinnen konnte.

Bis 100kg ging Christian David ebenfalls als eine der bayerischen Medaillenhoffnungen an den Start. Dies belegte er, nach Auftaktfreilos, mit klaren Siegen über Behnert (Brandenburg) durch Wazaari für O-Uchi-Gari und Haltegriff kämpfte er sich in das Poolfinale vor. Hier traf er auf Entgens (NRW), welchen er mit Yuko für O-Uchi-Gari bezwingen konnte. Auch Salzmann (Württemberg) besiegte Christian mit Yuko für Seoi-Nage und Yuko für O-Uchi-Gari im Halbfinale und zog somit in das Finale ein. Sein Gegner hier war Marius Piepke (Niedersachsen), der im vergangen Jahr bei den ersten Olympischen Jugendspielen eine Bronzemedaille gewann. Im Kampfverlauf, des zu Beginn ausgeglichen Duells, wechselte die Führungsrolle zwischen den beiden immer wieder. Jedoch konnte Piepke nach 2,30 Minuten einen Maki-Komi Angriff so gut durchsetzten, das Christian dagegen keine Chance hatte, und mit Ippon bezwungen wurde.


Vizemeister Christian David und Landestrainer Ralf Matusche

Auch über 100kg hatte der BJV mit Jahia Mohamed einen weiteren Medaillenkandidaten im Titelrennen. Jahia konnte sich in seinem Auftaktkampf deutlich nach gut 1 Minute mit Ippon für Sasae-Tsuri-Komi-Ashi gegen Ahrens (Niedersachsen) durch setzen und da er in der nächsten Runde ein Freilos hatte, war Jahia dadurch bereits im Poolfinale. Hier traf er auf Humplott (Sachsen), welchen er mit einem Uchi-Mata bezwingen konnte und damit in das Halbfinale einzog. Gegen Elm (Brandenburg) erkämpfte sich der Bamberger erst einen Yuko für einen Maki-Komi bevor er auch diesen Gegner mit Sasae-Tsuri-Komi-Ashi als Verlierer von der Matte schickte. Im Finale stand Jahia mit Sven Heinle (Württemberg) der große Favorit des Turniers gegenüber. Jahia jedoch lies sich davon nicht beeindrucken und versuchte stetig sich eine passende Situation für die siegbringende Technik zu erarbeiten. Nach 2,17 Minuten jedoch war es Heinle, der einen Uchi-Mata so gut ansetzten konnte, das Jahia dagegen keine Chance hatte und sich mit Ippon geschlagen geben musste.


Landestrainer Ralf Matusche und Vizemeister Jahia Mohamed

Bis 44kg konnte sich Annika Labs (FC Schweitenkirchen) nach einer Auftaktniederlage gegen Nordmeyer (Hamburg) und Siegen in der Trostrunde über Onar (Hessen) und Nedelkova (NRW) in das Trostrundenfinale vorkämpfen. Hier unterlag sie dann jedoch Kreimes (Pfalz) und wurde somit 7.

Frauke Vortmann
stellv. Referentin Leistungssport

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