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BayernJudo.de: Abensberg lässt Rüsselsheim alt aussehen
Sportgeschehen / Liga
Sonntag, 1.5.2011 - 20:57 Uhr

2. Kampftag der Bundesliga in Abensberg

Abensberg lässt Rüsselsheim alt aussehen

Während der TSV Großhadern auswärts 2:9 unterlag, bot der TSV Abensberg am zweiten Kampftag der 1. Bundesliga Süd eine starke Vorstellung. Bis auf eine Ausnahme konnte der Rekordmeister alle Punkte einstreichen und sich über ein hochverdientes 13:1-Ergebnis freuen. Rund 150 Zuschauer und Fans bejubelten den Sieg ihrer „Omschberger“ und sorgten in der Josef-Stanglmeier-Halle, im sogenannten „Hexenkessel“, für beste Stimmung.

Bevor Hauptkampfrichter Frank Wolf die Matte eröffnete, begrüßte der TSV alle Anwesenden und nahm einige Ehrungen vor. Georgii Zantaraia und Illias Illiadis wurden mit einem Präsent für das Erringen des Europameister-Titels ausgezeichnet. Ebenfalls bedachte der Ausrichter Christopher Völk und Dimitri Peters mit einer kleinen Aufmerksamkeit, die zusammen mit der Mannschaft vergangene Woche in Istanbul die Bronzemedaille holten.

Anschließend übergab BJV-Vizepräsidentin Bianca Mederer im Auftrag des BJV an Philipp Graf das Leistungsabzeichen in Silber. Er konnte sein großes Talent bei den vergangenen Wettkämpfen unter Beweis stellen und holte reichlich Edelmetall für Deutschland, den BJV und nicht zuletzt für seinen Heimatverein, den TSV Abensberg.

TSV Abensberg gegen JC Rüsselsheim

Im ersten Duell standen sich mit Christopher Völk und Manuel Müller zwei äußerst erfahrene Athleten gegenüber. Beide kennen sich gut aus unzähligen Trainingslagern und so war es nicht verwunderlich, dass die Begegnung „nur“ mit zwei Bestrafungen zugunsten des Abensberger Medizinstudenten endete (1:0).



Bis 60 kg ging Philip Graf, einer der jüngsten Mannschaftsmitglieder, gegen Julian Eurich ins Rennen. Trotz des Altersunterschieds siegte der Niederbayer mit einem Yuko für einen schönen Harai-goshi (2:0).



Es folgte Andreas Tölzer, der Johannes Geis mit einem Tani-otoshi warf und 20 Sekunden im Haltegriff unter Kontrolle hatte (3:0). Dimitri Peters hatte keine Mühe mit Anli Selcuk und bezwang diesen bereits nach 25 Sekunden mit einer Hebeltechnik (4:0).

Ein hochklassiges Duell versprach der nächste Fight. Georgii Zantaraia gegen Frank Conrad. In Erfolgen ausgedrückt, der frisch gebackene Europameister gegen den deutschen Vizemeister 2011.

Letztendlich hatte der amtierende Kontinentalsieger die Nase vorne und punktete, indem er einen Angriff des Rüsselsheimers übernahm und diesen dadurch mit dem Rücken zu Boden brachte (5:0).





Der schnellste Wurf des Tages, ein bilderbuchmäßiger Uchi-mata, gelang Illias Illiadis gegen Dominic Hofmann in nur 21 Sekunden (6:0).



Stefan Kneitinger ließ gegen Tobias Schirra auch im letzten Duell nichts anbrennen und so stand nach dem ersten Durchgang ein Zwischenergebnis von 7:0 zu Buche.



In der zweiten Runde hatten die Teams jeweils drei Athleten ausgewechselt. Den Kampf bis 73 kg bestritten diesmal Fabian Seidlmeier und Nicolas Wachter. Der Rüsselsheimer betrieb deutlich Negativjudo und wurde verdient mit Hansoku-make (Disqualifikation) von der Matte geschickt (8:0). Im Leichtgewicht ging eines der ältesten Urgesteine der Abensberger auf die Matte. Helmut Dietz hatte gegen Julian Eurich das Publikum auf seiner Seite. Sogar der Abensberger Bürgermeister Dr. Uwe Brandl unterstützte die Anfeuerungsrufe lautstark. Auch wenn er den Kampf letztlich mit einem Uchi-mata-gaeshi verlor, blieb Helmut Dietz für das Abensberger Publikum „Sieger der Herzen“ (8:1).



Von den ganz Leichten zu den ganz Schweren. Andreas Tölzer siegte in der Gewichtsklasse über 100 kg ein zweites Mal gegen Johannes Geis, wiederum mit Haltegriff (9:1).



Dimitri Peters bezwang Sebastian Aptiz (10:1), während Sebastian Seidl und Frank Conrad sich über die komplette Kampfzeit duellierten. Letztlich konnte Seidl, der momentan beruflich bei der Sportfördergruppe in Köln ist, einen Waza-ari-Sieg auf sein Konto schreiben (11:1).





Illias Illiadis, der Publikumsliebling, hatte mit Tobias Goldbrunner einen absoluten Härtefall, dessen in diesem Kampf praktizierter Kampfstil nicht gerade als Aushängeschild für die Sportart Judo taugt. Dies merkten auch die Unparteiischen und so wurde der Rüsselsheimer nach vier Bestrafungen disqualifiziert (12:1). Der Schlusskampf zwischen Anton Lettner und Manuel Müller war geprägt von Kumi-kata, was zu mehreren Bestrafungen zwecks Inaktivität führte. Unspektakulär endete die Begegnung mit zwei Shidos zu drei Shidos für Lettner (13:1).

Fazit des Tages: Größtenteils Judo auf hohem Niveau mit optisch ansprechenden Techniken!
Der Besuch lohnte sich!

Weitere Ergebnisse des 2. Kampftages:
TSV Abensberg - JC Rüsselsheim 13:1 (114:10)
KSV Esslingen - TSV München-Großhadern 9:2 (80:15)
JC Leipzig - JC Wiesbaden 6:5 (60:35)
JC Ettlingen - JV Ippon Rodewisch 6:6 (49:49)

Tabelle:
1. TSV Abensberg
2. KSV Esslingen
3. TSV München-Großhadern
4. JC Leipzig
5. JC Wiesbaden
6. JC Ettlingen
7. JC Rüsselsheim
8. JV Ippon Rodewisch


Weitere Fotos auf: judo-muc.de

Oliver Lang, Claudia Plötz
BJV-Presseteam

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