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BayernJudo.de: Judokas gehen die Wände hoch
Aus- und Fortbildung
Sonntag, 8.5.2011 - 11:18 Uhr

Übungsleiterfortbildung in Lohhof

Judokas gehen die Wände hoch

Normalerweise stehen die Judokämpfer mit beiden Füßen auf der Matte. Doch bei der Übungsleiterfortbildung in Lohhof war das anders. Denn da stand unter anderem das Parcours-Laufen auf dem Programm. Und wer hier an Zick-Zack-Lauf mit Hindernissen im Kreis dachte, der hatte sich getäuscht. Denn es ging um den Trendsport der Jugendlichen. Laufen an den Wänden, über Hindernisse und ähnliches. Denn einige Bewegungen lassen sich auch im Judo anwenden.


Florian Ellmann hat ein waches Auge auf die Übenden
Doch dazu später. Am Vormittag ging es zunächst um situationsbezogenes Arbeiten. Florian Ellmann startete mit einigen Zweikampf-Spielchen, die Bodenbewegungen simulieren. Ob Reiter und Pferd oder Fortbewegen in der Beinklammer, alle hatten viel Spaß. Danach zeigte Flo, wie man im Yoko-sankaku-gatame weiterarbeitet, wenn Uke aufstehen will. Auch ein eingerollter Hebel lässt sich so variieren, dass die Chance nicht vorbei ist, wenn Uke versucht, sich zu befreien. Im Stand wurden Techniken aus wettkampfbezogenen Ausgangslagen erarbeitet. Da war für jeden eine Technik dabei.


Was läuft gut im Verein, und wo liegen die Probleme? Damit setzten sich die Judoka gruppenweise auseinander. Im Theorieteil gab Jens Keidel ihnen mit auf den Weg, wie sie neue Mitglieder anlocken können. Denn gerade bei der Jugend und den jungen Erwachsenen ist die Mitgliederzahl in Bayern rückläufig. Und das sind die Menschen, die sich als Trainer, in Ehrenämtern oder als Helfer engagieren. Ob Sport nach 1, Präventionsangebote, Kooperation mit hauptamtlichen Trainern oder Anfängertrainings für Erwachsene, die Übungsleiter haben eine Vielzahl von Möglichkeiten, um hier immer neue Angebote zu schaffen.


Fallen lassen...
Danach ging es wieder auf die Matte. Mit „Engelchen flieg“ und mit Hilfestellung einige Schritte die Wand hochlaufen näherten sich die Sportler dem Parcours an. Wer hätte sich vorher schon getraut, einfach die Wand hochzulaufen und einen Rückwärtssalto zu machen. Doch mit Hilfestellung geht es leicht. Ebenso mit Anlauf einige Schritte an der Wand entlang über ein Hindernis rennen. Doch was hat das mit Judo zu tun. Der eingesprungene Juji-gatame, Hikomi-gaeshi, für all das schaden die Bewegungen nicht. Und alle hatten viel Spaß, auch wenn die Kniekranken bei der schwierigen Affenschaukel doch lieber der Jugend den Vorzug gaben.



Der Lehrgang hat sich für alle gelohnt. Es gab viele neue Anregungen, bekannte und unbekannte Techniken und Anregungen, das Training für die Sportler noch abwechslungsreicher zu gestalten.

Ingrid Müller
BJV-Presseteam

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