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BayernJudo.de: Volles Programm, viel Spaß und viel gelernt
Aus- und Fortbildung
Montag, 16.5.2011 - 19:49 Uhr

Club-Assistenten-Lehrgang in Ingolstadt

Volles Programm, viel Spaß und viel gelernt

Welcher Verein hat sie nicht, die Probleme geeigneten Nachwuchs im Trainerbereich zu rekrutieren? Doch nicht jeder motivierte Judoka, der sich für diese, meist ehrenamtliche Tätigkeit entscheidet, ist automatisch ein guter Lehrer. Deshalb ist es wichtig, Nachwuchssportler anzulernen und sie Schritt für Schritt an die Aufgabe(n) heranzuführen. Der Club-Assistenten-Lehrgang in Ingolstadt gab einen ersten Einblick rund um das Thema Trainingsaufbau, Kinderspiele sowie allgemeine Basics. Teilnehmerin Cassandra berichtet vom Trainingscamp in Oberbayern.

Tag 1
Wer hätte das gedacht? Gleich am Nachmittag nach einer kurzen Begrüßung durften wir aktiv loslegen. Auf einem Sportplatz sorgten ein paar nette, aber doch anstrengende Spielchen dafür, dass wir uns untereinander kennenlernten. Nebenbei erfuhren wir auch etwas über Gruppendynamik und durften unser Können bei den Teamspielen unter Beweis stellen. Passend zu den Osterferien stand der Bau einer Eierflugmaschine auf dem Programm. Gut wie wir waren, ging nur ein Ei zu Bruch. Bei einer so guten Ausfallquote dürften wir selbst mit einer großen oder kleinen Rasselbande klar kommen.

Im Anschluss wurden wir von unserem Referenten Flo Ellmann auf die Slackline los gelassen.



Was ein Spaß! Auf unterschiedlich hoch gespannten Leinen konnten wir uns nicht nur selber austoben, sondern uns wurde auch noch gezeigt wie man ein paar kleine Tricks darauf durchführt.

Vor dem Abendessen stand dann noch das Thema sexuelle Prävention auf der Tagesordnung. Gar nicht so einfach, aber nach einer kleinen Fragerunde in Form von „Was ist ok? Was ist nicht ok?“, waren wir uns doch recht schnell einig, wo die Grenzen liegen. Und mit einer kleinen Info-Broschüre fühlen wir uns auch nicht mehr überfordert.

Im Anschluss ging es auf die Judomatte, und dass alles ohne Judogi. Jens Keidel und Flo Ellmann haben uns im Duo nach einer kullernden Aufwärmrunde einige Basisbewegungen in der neuen Trendsportart Parcours beigebracht. Es war ein Riesenspaß gegen die Wand zu rennen und ohne blaues Auge davon zu kommen.



Den Abend haben wir mit ein paar kleinen Spielchen ausklingen lassen. Gute Nacht an alle Insider! ;-)


Tag 2
Nach einem gemütlichen Frühstück fuhren wir mit den Autos zur DJK Ingolstadt. In einem klassenzimmerähnlichen Raum erfuhr unsere Gruppe Wissenswertes über Aktionen außerhalb des normalen Judotrainings, die man in seinem Verein anbieten kann. Jugendbildungsreferent Jens Keidel stellte Konzepte, wie FriendÂ’s-Day, wo jeder einen Freund oder Arbeitskollegen mit ins Training bringen darf, oder Geschenke-Randori, wo die von den Teilnehmern gestellten Weihnachtsgeschenke ausgekämpft werden, vor. Mehr Informationen zu alternativen Trainingseinheiten gibt´s auch auf der Internetseite des BJV zum Download.

Aufsichtspflicht, Jugendschutzgesetz sowie wichtige Grundlagen der Kassenführung waren Thema dieses Vormittages. Auch mit organisatorischen Hinweisen und Erste-Hilfe-Maßnahmen beschäftigten wir uns. Dies alles wurde in einem Spiel, in dem wir Fragen von einem Zettel beantworten mussten, abgefragt.

Bei einem Abstecher in die Turnhalle, in der wir einen Hindernisparcours aufgebaut hatten, lernten wir etwas über Sicherheit, Organisation und Struktur.





Gleich darauf war das Thema Trainingsaufbau an der Reihe. Dazu hatte Florian Ellmann im Vorhof sechs rote Zettel verteilt, die wir suchen und sortieren mussten. Anschließend brachten wir mit viel Hilfe von Jens Keidel Ideen zusammen, welche Aktivitäten man außerhalb der Tatami mit dem Verein unternehmen kann.

Nach dem Essen gab es noch ein Judotraining, in dem wichtige Punkte, die wir als Trainingsanwendung wissen wollten, in der Praxis gezeigt wurden.



In der Jugendherberge zurück, gingen wir auf die Zimmer und ließen den Abend ausklingen.


Tag 3
Am nächsten Tag startete das Programm nach dem Frühstücken im Aufenthaltsraum. Dort wurden unserer Gruppe die vier Trainingsmethoden näher gebracht.

Bei der Dauermethode sollten wir im Garten solange joggen, bis wir glaubten die vorgegebene Zeit sei verstrichen. Die Intervallmethode ist dagegen etwas anstrengender. Sie wird vorzugsweise bei Zirkeltraining eingesetzt, wo intensive Anstrengungen mit kurzen Pausen kombiniert werden.

Die Wiederholungsmethode ist ähnlich wie die Intervallmethode, nur dass man sich in der Pause ganz erholt.

Neben der ganzen Theorie stand auch der Spaß im Vordergrund. Beispielsweise brachte die Klimmzug-Aktion eine gewisse Auflockerung.

Wieder im Aufenthaltsraum zurück, gab´s anatomisches Grundwissen über Gelenke, Knochen, Gelenkflüssigkeit und Knorpel. Stärkung, Sicherung und Steuerung der Anpassung zählen zu den Trainingsprinzipien. Auch darüber erfuhren wir jede Menge.

Nach dem Vortrag ging´s zu mehreren Einkaufsgeschäften. Dort erzählte uns Jens Keidel etwas über gesunde Ernährung. Gleich im Anschluss wurden die benötigten, natürlich gesunden Grillsachen für den Abend eingekauft.

In der Jugendherberge angekommen hatten wir Zeit uns frisch zu machen, zu Mittag zu essen und uns Taschen für eine kleine Wanderung zu packen.

Auf dem Weg zu einem Baggersee ließen die Betreuer Zettel mit Daten zur Weltenentstehung in verhältnismäßigen Abständen liegen.

Am Baggersee angekommen, machten wir kleine Experimente mit Elementen und bekamen einiges über die BSJ erzählt. Dann führte uns der Weg zu Jens´ Haus. Dort aßen wir zu Abend und erfuhren von seinem Bruder Sven einige interessante Informationen zum Deutschland-Japan-Austausch auf sportlicher Ebene.


Tag 4
Der letzte Tag begann wie die vorhergehenden mit einem Frühstück. Darauf folgte ein Training. Da zeigte uns Jens Keidel wie man kleinen Kindern spielerisch die verschiedenen Falltechniken beibringt.

Im Anschluss des Trainings trafen wir uns im Aufenthaltsraum, wo jeder Teilnehmer ein Feedback zum viertägigen Trainingscamp abgab und Bilanz zog. Insgesamt fiel das Urteil äußerst positiv aus und jeder trat mit neu gewonnenen Erkenntnissen die Heimreise an.

Cassandra
Teilnehmerin am Club-Assistenten-Lergang

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