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BayernJudo.de: „Da können wir schon mitraufen“
Sportgeschehen / Liga
Mittwoch, 18.5.2011 - 01:22 Uhr

Bundesliga-Start für Gröbenzell

„Da können wir schon mitraufen“

Der Start in die 1. Bundesliga ist geglückt. Zwar kassierten die Judofrauen des SC Gröbenzell beim letztjährigen Meister JC Leipzig eine deutliche 0:7-Niederlage. Doch gegen Gastgeber PSV Weimar erreichten die Gröbenzellerinnen ein Unentschieden und holten sich den ersten Punkt. „Wir sind total zufrieden, ein Punkt am ersten Kampftag ist wirklich gut“, sagt Mannschaftsführerin Christa Frey.

Die wichtigste Erkenntnis: „Da können wir schon mitraufen.“
Die mit drei Olympiakandidatinnen gespickte Mannschaft aus Leipzig – eine von ihnen ging auch auf die Matte – war für die Aufsteiger aber mehrere Nummern zu groß.

Zwar konnten Heike Gewehr und Adelheid Könsgen gut mithalten, doch am Ende mussten auch sie sich geschlagen geben. Die ambitionierte Marion Weissensteiner traf ausgerechnet auf Claudia Malzahn, die sich Hoffnungen auf eine Olympiateilnahme macht. „Da war sie natürlich chancenlos“, sagt Frey.

Den einzigen Punkt hätte Tina Baumann holen können. Sie ging gegen Melanie Gerber mit einer großen, fast schon punktverdächtigen Wertung in Führung. Doch die konnte sie nicht über die Zeit bringen. „Wir hätten die Begegnung nie gewinnen können, aber das wäre ein Zuckerl gewesen.“

Trotz der klaren Niederlage habe man gesehen, dass man nicht ganz chancenlos sei. Dementsprechend motiviert gingen die Gröbenzellerinnen in die zweite Begegnung gegen Weimar, das im hinteren Tabellenfeld anzusiedeln ist. Frey stellte um und schob Adelheid Könsgen ins Schwergewicht. „Das war unser Sieg.“ Denn Könsgen ging gegen Maria Schunke mit einer großen Wertung in Führung und verteidigte diese über die fünfminütige Kampfzeit.

Heike Gewehr musste sich gegen die starke Jenny Nisser geschlagen geben. Neuzugang Barbara Baur warf all ihre Erstliga-Erfahrung in die Wagschale und brachte den SCG wieder in Front. Barbara Zehentner hatte gegen Sandy Nisser keine Chance: Nach nur zwölf Sekunden war die Begegnung vorbei.

Marion Weissensteiner und Jennifer Englisch lieferten sich ein heißes Duell, das am Ende unentschieden endete. „Vor einigen Wochen hatte Marion beim Ranglistenturnier noch gegen sie verloren“, sagt Frey. Diesmal konnte sie sich steigern. Damit stand es zwei Kämpfe vor Ende unentschieden. Nadine Thiel holte im Leichtgewicht den dritten Punkt für Gröbenzell – trotz Nackenverletzung, die sie sich in der ersten Begegnung zugezogen hatte. „Es war klar, dass sie gewinnt.“ Auf einen Sieg für die Mannschaft hoffte Frey dennoch nicht. Denn Tina Baumann hatte wie erwartet eine Gewichtsklasse höher keine Chance.

Dennoch sind die Frauen mit dem ersten Bundesligapunkt mehr als zufrieden. Man habe gesehen, dass man mit einigen Mannschaften mithalten könne. In der Tabelle liegt der SCG derzeit auf dem sechsten Platz. Weiter geht es am 25. Juni gegen die TSG Backnang und Kim-Chi Wiesbaden.

Ingrid Müller
BJV-Presseteam

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