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BayernJudo.de: Die Kinder durften ihre Eltern in der „Spielecke“ abgeben
Aus den Bezirken / Oberfranken
Dienstag, 5.7.2011 - 20:00 Uhr

Oberfränkische Mannschaftsspiele in Litzendorf begeistern Jung und Alt

Die Kinder durften ihre Eltern in der „Spielecke“ abgeben

Die U11-Mannschaftsspiele beim ASV Naisa Ellerntal hatten für „jede Altersklasse“ etwas zu bieten. So gab es für die Kids jede Menge Spaß in den verschiedenen Disziplinen wie Seilklettern, Standweitsprung, Haltegriffspiel oder Sumo-Ringen, bei denen sie neben Vielseitigkeit, Kraft, Ausdauer und Konzentration in nahezu allen für die Ausübung des Judosports wichtigen Kernfähigkeiten gefordert waren.

Aber auch für die Eltern gab es überraschend ein außergewöhnliches Schmankerl. Der Breitensportbeauftragte des Bezirks Oberfranken, Robert Krome, bot den anwesenden Eltern parallel die Teilnahme an einem Selbstverteidigungskurs an.

„Spieleecke“ für die Eltern

Spontan fand sich eine kleine Gruppe interessierter Eltern. Während die Kids mit großem Eifer, angefeuert durch ihre engagierten Betreuer, bei teilweise tumultartigem Geschrei die Sieger unter sich ausmachten, lernten die Eltern in einer Art Crashkurs die wichtigsten Grundlagen für ein sinnvolles Verhalten bei Konflikten bzw. eine effektive Abwehr von Angriffen. Zum Inhalt gehörte die Darstellung, wie und warum ein Täter ein Opfer auswählt, wie Adrenalin bei beiden wirkt und wie die Wirkung genutzt werden kann. Im Vordergrund standen dabei nicht etwa Selbstverteidigungstechniken (die üblicherweise nach einer Woche ohnehin vergessen sind). Statt dessen ermutigte Robert Krome die Teilnehmer, sich zuerst einmal grundsätzlich für den eigenen Schutz zu entscheiden. Das ist durchaus schwerer als es klingt. Denn schließlich erfordert die Bereitschaft, unter Umständen den ersten Schlag zu führen, falls alles Reden („Niederwaafen“) nicht funktioniert. Und gerade dieser Punkt wurde intensiv diskutiert, stellt er doch das übliche Verständnis von Täter und Opfer scheinbar auf den Kopf. Der technische Teil des Schnellkurses war unspektakulär. Neben einer Körperhaltung, die die Gefahr eines Schlagtreffers minimiert, gleichzeitig aber einen Präventivschlag ermöglicht, wurden abschließend am Schlagpolster Schlag und Kniestoß getestet.

Obwohl (oder vielleicht gerade weil) zuvor nicht angekündigt, wurde die Idee, ein Begleitprogramm für Eltern anzubieten, sehr gut angenommen. So kam bei keinem der Anwesenden Langeweile auf und wegen des mäßigen Wetters musste man auch nicht befürchten, andere sommerliche Freuden zu verpassen. Auch wenn die Spiele durchaus noch ein paar mehr Teilnehmer vertragen hätten, hatten alle ihren Spaß. Das Organisationsteam um den sportlichen Leiter Horst Geiger hatte sich viel Mühe gegeben, dieses Judoevent zu einem unvergesslichen Ereignis werden zu lassen.

Bezirksvorsitzender vor Ort

Besonders erwähnenswert: Auch Bezirksvorsitzender Thomas Loch kam mit einer Sportlerin aus seinem Verein, dem Post-SV Bayreuth, und ließ es sich nicht nehmen, eine der Mannschaften mit den phantasievollen Namen ("Die wilden Hühner") selbst zu betreuen und nach Kräften anzufeuern.



Während die Mannschaftsspiele für die Jüngsten drei Stunden lang ein volles Programm boten …


… gab Breitensportbeauftragter Robert Krome den Eltern Tipps zur effektiven Selbstverteidigung und …


… die waren wie die Kinder voll bei der Sache.


Der Theorie folgten praktische Übungen …


… z. B. am Schlagpolster.


Bezirksvorsitzender Thomas Loch war als Mannschaftsbetreuer dabei …


… und am Ende gab es nur zufriedene Gesichter.


















































Weitere Fotos und ein Video der Mannschaftsspiele finden sich auf der Homepage des ASV Naisa Ellerntal.

Otto Heyder
Bezirkspressewart Oberfranken

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