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BayernJudo.de: Das Bundesliga-Finale in greifbarer Nähe
Sportgeschehen / Liga
Sonntag, 18.9.2011 - 15:09 Uhr

TSV Abensberg besiegt JC Leipzig

Das Bundesliga-Finale in greifbarer Nähe

Der TSV Abensberg dominierte im vorletzten Vorrundenkampf auch gegen den JC Leipzig mit 10:3. Gespickt mit Spitzenathleten und WM-Teilnehmern holte sich das niederbayerische Team um Chefcoach Ivan Radu einen verdienten Sieg im heimischen Hexenkessel.


Die erfolgreichen WM-Teilnehmer des TSV Abensberg
Bevor die Begegnung eröffnet wurde, hatte der TSV Abensberg für seine WM-Starter und die dortigen Medaillengewinner noch eine kleine Überraschung parat. Auch wenn es mit einer Platzierung nicht geklappt hat, würdigte Otto Kneitinger die Leistungen von Dimitri Peters, James Millar und Christopher Völk. Alleine die Teilnahme an einem so großen Event ist alle Ehre wert. Besonders stolz sind die Blau-Weißen auf Lukas Krpalek, der sich mit seinen gerade mal 20 Jahren eine Bronzemedaille erkämpfte. Andreas Tölzer hat es sogar bis ins Finale geschafft und scheiterte nur am Lokalmatadoren Teddy Riner. Für den Griechen Ilias Iliadis ist hingegen ein Traum in Erfüllung gegangen. Er holte nach seinem Titelgewinn 2010 wiederum Gold. Neben lobenden Worten erhielten alle ein kleines Präsent, das von den Ehrengästen Vitaly Makarov und den drei weiteren, hochkarätigen Judokas übergeben wurde.


TSV Abensberg gegen JC Leipzig, 1. Durchgang


Nach einer Tanzeinlage der Cheerleader eröffnete Dimitri Peters bis 100 kg den ersten Durchgang. Sein Gegenüber dürfte vielleicht dem Einen oder Anderen ein Begriff sein. René Kirsten ist nämlich nicht nur judotechnisch bekannt, sondern war auch in der letzten Big-Brother-Staffel im Fernsehen dabei. Der Abensberger zeigte schöne Ansätze, musste sich allerdings nach 1:10 Minuten einer Kontertechnik beugen (0:1). Auch von Andreas Tölzer hatte man sich etwas mehr erwartet. Er warf Henry Hubert zwar mit einem Te-guruma auf Ippon, doch in der bis dahin vergangenen, dreiminütigen Kampfzeit war das Duell durch Bestrafungen geprägt (1:1). Der nächste Fight entschädigte dafür alles. James Millar und Simon Yacoub präsentierten Judo vom Feinsten. Hier ein schöner Fußfeger, da ein schöner Hüftwurf und immer wieder konnte sich der andere wegdrehen, so dass keine Wertung fiel. Erst kurz vor Schluss gelang dem Abensberger ein Yuko für seinen Tai-otoshi mit einem anschließenden Kami-shiho-gatame (2:1).

Christopher Völk bekam es bis 73 kg mit Tim Jesper zu tun, der einen hektischen Kampfstil an den Tag legte. Doch das Abensberger Eigengewächs ließ sich dadurch nicht beeindrucken und siegte souverän mit einem sehenswerten Uchi-mata (3:1). Als nächstes betrat Publikumsliebling Ilias Iliadis bis 90 kg die Matte und begeisterte mit einem tollen Ippon (4:1). Es folgte ein ausgeglichenes Duell zwischen Yannick Gutsche und Robert Gess. Beide kennen sich gut aus der Nationalmannschaft und so war es nicht verwunderlich, dass nur eine kleine Unachtsamkeit von Yannick Gutsche nach Ablauf der regulären Zeit kampfentscheidend war (4:2). Den ersten Durchgang beendete Sebastian Seidl mit einem mühsam erarbeiteten Haltegriff (5:2).







TSV Abensberg gegen JC Leipzig, 2. Durchgang


Lukas Krpalek
Im zweiten Durchgang kam der niederbayerische Neuzugang Lukas Krpalek bis 100 kg zum Einsatz. Der Bronzemedaillengewinner der WM überzeugte gegen Martin Nußmann und holte einen weiteren Sieg für Abensberg (6:2).


Dimitri Peters rückte eine Gewichtsklasse nach oben ins Schwergewicht und warf Henry Hubert mit einem lehrbuchmäßigen Uchi-mata (7:2). Philip Graf steuerte in der 60 kg-Klasse ein Unentschieden gegen Simon Yacoub bei (7:2). Gewohnt souverän gab sich Christopher Völk. Er bekam es abermals mit Tim Jesper zu tun und siegte wiederum mit einem Uchi-mata (8:2). In der Gewichtsklasse bis 90 kg dominierte Robert Dumke klar den Kampf gegen Norbert Fleischer und gewann verdient mit zwei Waza-ari-Wertungen (9:2).


Eine starke Vorstellung gab Fabian Seidlmeier, der mit Hannes Conrad, dem Junioren-Vize-Weltmeister, kein leichtes Los gezogen hatte. Doch er ließ sich nicht einschüchtern und hielt die ganze Kampfzeit stand. Letztendlich waren es zwei Yukos, die gegen Fabian Seidlmeier standen und ihn das Unentschieden kosteten (9:3).

Zu einer weiteren Neuauflage kam es in der letzten Begegnung. Sebastian Seidl und Pascal Jankowicz trafen erneut aufeinander. Wie schon im ersten Durchgang spielte der Bodenspezialist der Sportfördergruppe Köln sein ganzes Können aus und wurde mit einem Sieg belohnt (10:3).



Claudia Plötz
BJV-Presseteam

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