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BayernJudo.de: „Aha“-Erlebnisse beim BJV-Tageslehrgang der FU14 in Mainburg
Sportgeschehen / U14
Sonntag, 18.9.2011 - 19:37 Uhr

Kleine aber hoch motivierte Gruppe machte dem Landestrainer Steffen Skaper viel Freude

„Aha“-Erlebnisse beim BJV-Tageslehrgang der FU14 in Mainburg

Zum Tageslehrgang am 17. September luden die stellvertretende BJV Jugendreferentin (weiblich) Kati Hübner und der BJV-Landestrainer FU14 Steffen Skaper nach Mainburg. Wie schon letztes Jahr, nur diesmal zwei Tage kürzer, stellte der TSV Mainburg als Ausrichter die Örtlichkeiten zur Verfügung.

Zur Teilnahme hatten sich leider terminlich bedingt nur wenige Athletinnen gemeldet. Die Anwesenden erwartete jedoch durch die geringe Gruppengröße sehr individuelle Betreuung. Auch interessierte Trainer wie Christian Dorfner (TSV Kirchdorf) und Alexander Hauf (TSV Mainburg) machten sich ein Bild der aktuellen U14 Techniken und Methodik des Landestrainers.

Begrüßt wurden die Gäste durch den Abteilungsleiter Judo des TSV Mainburg, Daniel Reiser, der gemeinsam mit Trainer Alexander Hauf, die Anwesenheits- und Essensmeldungen vorab erledigte. Nach diesem recht ereignislosen organisatorischen Teil legte Steffen Skaper dann auch gleich mit der ersten Einheit los. Aufwärmen mit Ballspiel und anschließend turnerische Elemente. Vor allem das Turnen war natürlich bei den Mädels sehr gefragt und zeigte bei mancher verborgene Talente. Nage-komi unter erschwerten Bedingungen oder einfacher ausgedrückt – unter Stress und erhöhter Pulsfrequenz noch sauber werfen. Um dies zu erreichen, mussten, auf der Stelle laufend, kurze Kommandos koordinativ korrekt umgesetzt und auf Zuruf der wartenden Partner sauber geworfen werden. Für viele eine anspruchsvolle Aufgabe.

Im vormittäglichen Technikteil (Nage-waza) wollte der Landestrainer unterschiedliche Würfe aus diagonaler Grifferöffnung zu beiden Seiten vermitteln. Das anfänglich schwer anmutende Thema stellte sich dann durch die altersgerechte Methodik Skapers als absolut machbar heraus. Trotz des breiten Teilnehmerspektrums konnte so jede die gezeigten Übungen sauber nachvollziehen. Hier zeigte sich auch, dass die Gruppe eine sehr hohe eigene Disziplin an den Tag legte und der Leistungswille bei allen deutlich spürbar wurde. Das zuvor vermittelte neue Wissen konnte im Anschluss gleich in unterschiedlichen Randoris praktisch erprobt werden. Der Vormittag schloss dann mit einer vier Sätze umfassenden Stabilisierungseinheit. Doch etwas erledigt freuten sich alle auf die verdiente Mittagspause und das Nudelbuffet der Mainburger Vereinsgaststätte.

Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen von Katame-waza (Bodentechnik). Und hier im speziellen dem „Tölzer-Umdreher“. Diese von Andreas Tölzer genutzte und perfektionierte Umdrehtechnik aus Bank oder Bauchlage bietet viele Varianten und Spielraum auf die Reaktionen des Partners. Da für viele der U14-Mädchen die Technik nur sehr grob bzw. fast unbekannt war, zeigte Skaper eine erste Grundform. Um diese dann im nächsten Schritt um die Abwehr bzw. Befreiung aus einer möglichen Beinklammer zu erweitern. Auch in diesem Bereich wurden die gezeigten Bewegungsabläufe und Übungen von allen mit viel Elan nachvollzogen. Die abschließenden Boden-Randoris brachten dann auch die eine oder andere Überraschung zutage. Eine vor kurzem erlernte Technik, die dann auch gegen eine aktiv angreifende bzw. verteidigende Partnerin funktioniert - das ist das Salz in der Suppe und zeigt, dass sich Lehrgänge immer lohnen.

Das tolle Engagement der jungen Athletinnen zauberte ein Lächeln auf das Gesicht des BJV-FU14-Landestrainers. Dies brachte er auch in seinem Resümee zum Ausdruck, in dem er sich nochmals bei allen für die tolle Mitarbeit bedankte. Auf den anstehenden Meisterschaften Nord und Süd wird sich zeigen, wer das Trainings- und Lehrgangswissen auch im offenen Wettkampf umsetzen kann. Beide, Landestrainer und Jugendreferentin, sind aber so oder so stolz auf „ihre“ Mädels.



Alexander Hauf
TSV Mainburg




Morgens halb zehn in Deutschland. Auf dem Weg vom Auto in die Halle des TSV Mainburg, in der heute der 3. BJV Tageslehrgang für die FU14 stattfindet, gehe ich die Checkliste in meinem Kopf durch: Anwesenheitsliste führen, Eigenbeteiligung und Essensgeld einsammeln, Quittungen ausstellen, Judopässe kontrollieren und abstempeln, Anzahl der Essen mit der Wirtschaft abgleichen, Gruppenbild machen, Wichtiges für den Bericht für bayernjudo.de notieren,...
Beim Betreten der Halle stelle ich fest, dass die Organisatoren vor Ort, Daniel Reiser und Alexander Hauf, schon voll aktiv sind. Sie kassieren die Eigenbeteiligung und Essensgeld, schreiben Quittungen, lassen die Athletinnen auf der Anwesenheitsliste unterschreiben und sammeln die Judopässe ein. Ich bin fasziniert - "Und was mache ich jetzt???" - "Du musst nur noch die Quittungen unterschreiben und abstempeln, wenn ich alles mit der Küche abkläre. Und das Gruppenbild mit samt Bericht schicke ich dir heute Abend zu." Ich bin sprachlos.

Danke lieber Alexander, danke lieber Daniel, für die tolle Organisation des Lehrgangs!!!

Kati Hübner
stv. Jugendreferentin FU14

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