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BayernJudo.de: Die Bundesliga- Mannschaft verliert mit 6:7 gegen den JC Wiesbaden
Sportgeschehen / Liga
Montag, 19.9.2011 - 08:02 Uhr

Knappe Niederlage vor heimischem Publikum

Die Bundesliga- Mannschaft verliert mit 6:7 gegen den JC Wiesbaden

Am Samstag, den 17.September, wollten die Großhaderner an die Form des vorherigen Wochenendes anknüpfen. Obgleich die Crew durch die Abwesenheit von Simon Glockner (-90) und Christian David (-100) wegen EM-Einsatz in Belgien dezimiert war, hatten sie mit Rok Dragsic (-66) und Winston Gordon (-90) eine hervorragende Verstärkung eingeflogen.

So wurden die ersten Begegnungen auch in bravouröser Manier gemeistert. Stefan Friedrich bezwang Nico Zeiner in der Gewichtsklasse bis 73 kg mit sehenswertem Schulterwurf.


Rok Draksic (-66kg), der im August bei der WM in Paris den 5. Platz belegte, liess bei gelungenen Wurfaktionen und Übergängen vom Stand in die Bodenlage nichts anbrennen und fuhr überzeugend den zweiten Punkt ein. Danny Paul Kiel hatte gegen Tobi Englmeier (-60kg) nach einem spektakulären Ura-nage das Nachsehen.

Punkt Nummer 3.
Nun konnte der Gast einen Sieg verbuchen: Florian Lackner (-81kg) unterlag dem amtierenden U20 Weltmeister Alexander Wieczerzak und auch Daniel Nußbächer
(-100kg) und Felix Ditschek im Schwergewicht blieben chancenlos gegen die Wiesbadener. Winston Gordon zeigte nicht nur athletisch, sondern auch technisch, was in ihm steckt. Er behielt den Überblick und die Kontrolle über seinen Gegner Philipp Eckelmann, den er nach gelungener Wurfaktion am Boden „ festnagelte“. Punkt Nummer vier für den Gastgeber.
Strahlend konnten unsere Kämpfer in die Pause gehen, in der Coach Gerhard Dempf und Ralf Matusche an der Aufstellung für den zweiten Durchgang tüftelten. Drei Auswechslungen musste es geben; „ das ist sehr schwer bei unserer dünnen Athletendecke“, so Gerhard Dempf.
Stefan Friedrich gelang ein gutes Unentschieden gegen einen stark kämpfenden Javier Ramirez bis 73kg. Rok Draksic kämpfte erneut souverän bis 66kg gegen Falk Müller, ein blitzschneller Tai-o-toshi brachte den wohlverdienten Sieg.
Danny Paul Kiel war im zweiten Durchgang gut auf unseren Athleten Tobi Englmaier eingestellt und vermied große Eindrehtechniken, um sich nicht erneut in Gefahr eines kraftvollen Konters zu begeben. Kiel blieb passiv und wartete; mehrere spektakuläre Wurfaktionen des Grosshaderner Athleten blieben ohne Wertung und der Wiesbadener konnte in einer unübersichtlichen Situation mit einer Yuko -Wertung in Führung gehen und diese über die Zeit retten.
Nun sollten es unsere jungen Kämpfer richten: Valentin Larasser bis 81kg konnte Wieczerzak aus Wiesbaden nichts entgegen setzen und auch Max Forstmaier, der erstmalig im Schwergewicht kämpfte, hatte trotz einer eigenen kleinen Wertung und tollem Kampf später im Haltegriff das Nachsehen.
Julian Kolein, der im Regelfall bis 66kg am Start ist, sollte sich mit schnellen Beinen bis 90 kg dem physisch deutlich überlegenen Max Schirnhofer stellen. Furchtlos ging Julian auf die Matte und ihm gelang tatsächlich ein klasse Wazaari durch Überraschungsattacke. Mit schwindenden Kräften konnte sich sein Gegner vermehrt die Oberhand erarbeiten und den Punkt für Wiesbaden nach Hause bringen.
Winston Gordon liess bis 100kg nichts anbrennen gegen Jean-Sebastian Ohlig und katapultierte diesen mit einem wunderschönen, bilderbuchreifen Harai- tsuri- komi- ashi und Ipponwertung auf die Matte.
„ Es ist eine bittere Niederlage“, so Teamchef Gerhard Dempf „ es hätte eigentlich alles passen können, die Stimmung in der Mannschaft war gut und auch die Zuschauer haben uns super unterstützt. Die Athleten haben alles gegeben - das Quäntchen Glück hat uns heute einfach gefehlt“.
Am letzten Kampftag muss alles passen. In der Vorbereitung darf sich niemand verletzen und der gesamte Athletenstab muss zur Verfügung stehen.
„ Da geht’s so richtig um die Wurst“, so Ralf Matusche.

Franziska Enkelmann
TSV Mnchen-Grohadern

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