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BayernJudo.de: Mainburger Kampfsportler hellauf begeistert
Aktionen / Jahr des Breitensports
Mittwoch, 30.11.2011 - 16:14 Uhr

Trainingseinheit mit Top Judoka Marko Spittka

Mainburger Kampfsportler hellauf begeistert

Zum Jahr des Breitensports konnten die Verantwortlichen der Judo Abteilung im TSV Mainburg einen besonderen Leckerbissen präsentieren. Möglich machte dies Sport Waldinger aus Siegenburg. Der Inhaber Stefan Waldinger ließ seine guten Kontakte zu dem Ausnahmeathleten aus Frankfurt/Oder spielen und konnte diesen so zu einem Sondertraining nach Mainburg einladen. Marko Spittka, seines Zeichens mehrfacher Deutscher Meister, Europameister, Vizeweltmeister und Bronze Gewinner der olympischen Spiel 1996, ist Träger des 6. Dan und Nationaltrainer in Österreich. Einen ehemaligen Hochleistungssportler dieses Kalibers in Mainburg begrüßen zu dürfen, war für das kleine Breitensport-Dojo eine große Ehre.

Thema des Tages war technisch/taktisches Verhalten im Wettkampf. Ein eher hochtrabender und vor allem weitreichender Begriff, den Spittka jedoch gekonnt und in seiner ihm eigenen Art wunderbar zu vermitteln wusste. Speziell der Bereich Griffkampf (Kumi-kata) stand auf dem Programm. Eine im Wettkampf überaus wichtige Phase, da der richtige Griff oftmals das Quäntchen mehr an Vorteil verschafft, der zum Sieg notwendig ist. Auch wenn Spittka, nach eigener Aussage, dem Bayerischen wohl nie mächtig werden wird, so gab es zu keiner Zeit Sprachbarrieren. Und mit jeder neuen Technik war der Aha-Effekt umso größer. Dabei plauderte der Diplomtrainer auch gerne aus dem Nähkästchen. Situationen und Lösungsansätze aus dem Hochleistungsbereich verpackte er mit Witz, Humor und methodisch professionell aber einfach zu verstehenden und umzusetzenden Aktionen. Technik für Technik schraubte man sich so tiefer in die Details des Griffkampfes. In vielen Augen stand geschrieben: „... na klar! Warum mach’ ich das eigentlich nicht schon immer so!“ Und genau dieses Kredo zog sich dann auch bis zum Ende der fast 2-stündigen Einheit durch. Einfache aber effektive Techniken führen zum Ziel.

Als Resümee gab Spittka dann den gut 20 Athleten mit auf den Weg, nicht zu versuchen, die vielen unterschiedlichen Ideen umsetzen zu wollen. Vielmehr ist es viel effektiver, eine oder zwei für jeden persönlich passende Handlungsketten herauszunehmen und diese im eigenen Training immer wieder mit einfließen zu lassen. Sichtlich gezeichnet, aber überglücklich schloss man die Einheit dann am späten Abend in gemütlicher Runde ab. Abteilungsleiter Daniel Reiser bedankt sich nochmals im Namen der Judo Abteilung des TSV Mainburg für die Zeit und das tolle Engagement von Marko Spittka sowie der uneigennützigen Vermittlungsarbeit von Sport Waldinger.

Daniel Reiser

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