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BayernJudo.de: 8. Dan für Gerhard Steidele
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Mittwoch, 14.12.2011 - 15:58 Uhr

Ehrung

8. Dan für Gerhard Steidele

Am 6.4.1943 in München geboren, ist Gerhard Steidele, wie auch Paul Barth, ein ganz „eigenes Gewächs“ der Großhaderner Judo-Abteilung. Er war ja ein großes Bewegungs-Talent und auch ein ausgezeichneter Fußballer! Wie auch sein Trainer Robert Roth träumte er von einem schönen, ästhetischen Kampfstil und davon, jeden Kampf mit einem „Ippon“ zu beenden – und er schaffte dies oft.

Er wurde zum elegantesten Kämpfer des TSV Großhadern und ist es bis heute geblieben.
1964 wurde er zum ersten mal Deutscher Meister. Dass ihm dies erst wieder zwölf Jahre später, 1976 und 1977 gelang und er nicht zu einem der erfolgreichsten Serien-Sieger wurde, lag an seiner Berufswahl.
Er ging zur Luftwaffe und wurde für viele Jahre nach El Paso versetzt. Ich bin auch sicher, dass er in diesen (seinen körperlich besten) Jahren auch international so manche Platzierung geholt hätte. Nach seiner Rückkehr (er hatte nichts verlernt) war er nicht nur bei DEM in seiner Gewichtsklasse eine feste Größe, er war auch in der erfolgreichen Mannschaft des TSV Großhadern bei den Deutschen Meister-Titeln ein sicherer Punkte-Lieferant.
Er war zusammen mit Paul Barth einige Jahre als Landestrainer in Bayern tätig und war beteiligt beim Aufbau des SC Gröbenzell zu seiner großartigen Jugend- und späteren Bundesliga-Mannschaft.
Dann stellte er sich dem BJV als Lehrwart zur Verfügung.
Noch andere Vereine (Unterpfaffenhofen, Landsberg, Fürstenfeldbruck) nahmen seine Hilfe als Diplom-Trainer in Anspruch und viele Vereine in Bayern konnten seine Technik bei Lehrgängen genießen.
Er beendet nie seine Laufbahn auf der Matte, seine Techniken wurden immer vielfältiger, so blieb es nicht aus, dass er trotz seines Alters immer wieder in Wettkämpfen auftauchte und in den Ligen die Gewichtsklassen durcheinanderwirbelte.
Dies gipfelte dann in seinen 3 Weltmeister-Titeln Ü60 (2004,2005,2006).
Sein Judo-Wissen, sein eleganter Kampfstil und seine Fairness lassen keine Zweifel aufkommen, dass er diesen 8. Dan wirklich verdient hat.
Viel Glück, vor allem Freude wünsche ich ihm für seine weitere „Laufbahn“.


Paul Barth
Präsident Bayerischer Judo-Verband

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