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BayernJudo.de: Jugendtrainer und Jugendleiterseminar des DJB
Aus- und Fortbildung
Samstag, 14.1.2012 - 17:09 Uhr

Fortbildung in Leipzig

Jugendtrainer und Jugendleiterseminar des DJB

In diesem Jahr fand gegen aller Gewohnheiten das Jugendtrainer und -leiterseminar des DJB nicht an der Sporthochschule in Köln, sondern am Olympiastützpunkt in Leipzig statt. Aus Bayern waren die beiden Landestrainer Claudia Straub und Jan Schmidt, Niederbayerns Bezirkstrainer Florian Semsch, die Vereinstrainer Detlef Staffa (DJK Aschaffenburg) und Anja Ühlein (TV Elsenfeld) sowie die stellvertretende BJV-Jugendreferentin Kati Hübner anwesend.


Simone Schuster, Jugendbildungsreferentin des DJB, eröffnete die Veranstaltung auf der Matte mit Aufwärmspielen zur Teambildung. Direkt im Anschluss zeigte Bundestrainer Richard Trautmann die Möglichkeiten technisch-taktischer Übungen zwischen Nage-komi und Randori. Im allgemeinen Berichterstattungsteil ließen die Jugend-Bundestrainer Jana Degenhardt und Sven Hesse das Jahr 2011 aus ihrer sportlichen Sicht noch einmal Revue passieren und gaben eine Aussicht auf das Jahr 2012. Anika Walldorf, ebenfalls DJB-Jugendreferentin, und Simone Schuster berichteten über ihre aktuelle Projekte: „Ippon-Girls“, „Judo-KAMELEONSs – Judo für Kinder, die mehr drauf haben“, „JUDOlympics“ und die Möglichkeit als Sportverein das Qualitätssiegel „Sport pro Gesundheit“ verliehen zu bekommen. Das reichhaltige Buffet in der Vorhalle der Nordanlage bot eine gute Grundlage für den Austausch von Informationen und Diskussionen aktueller Themen unter den Teilnehmer.

Der Samstag begann mit einer sehr informativen Theorieeinheit über das Langhanteltraining, referiert von Oliver Caruso, Olympia-Bronzemedaillen- und mehrfacher Medaillengewinner im Gewichtheben. Der Bundestrainer des baden-württembergischen Gewichtheber-Verbandes wurde vom IAT-Mitarbeiter Ingo Sandner unterstützt und stellte das Trainingskonzept seiner Athleten mit Hilfe von Videos und Erklärungen vor. Anschließend wurde das Dojo in eine kleine Langhantel-Landschaft verwandelt, auf der sich die Trainer und Jugendleiter an den vorgestellten Übungen selbst versuchen durften.

Am Nachmittag stellten DJB-Geschäftsführer Reinhard Nimz und DJB-Präsident Peter Frese die Notwendigkeit und Ziele des Judo-Portals vor. Danach ging es rund um das Thema Anti-Doping. Herr Mayer von der DSJ brachte den Teilnehmern den Begriff und die Bedeutung des Dopings in einer Theorie- und Gruppenarbeitsphase näher. Am Abend teilten sich die Jugendtrainer und –leiterin in verschiedene Gruppen auf. Die Jugendleiter setzten sich zuerst mit Anika Walldorf mit dem Thema sexualisierte Gewalt auseinander. Danach informierte Thomas Buchmann, Mitglied der Jugendleitung vom Judoverband Sachsen e.V., über das Förderprogramm EuFis. Die Trainer bekamen von Jana Degenhardt verschiedene Anwendungsaufgaben von Tai-sabaki gezeigt und vertieften das Werfen in verschiedene Wurfrichtungen. Sven Hesse zeigte im Anschluss Variationen von Ushiro-gatame.

Heike Hölzel, Diplom-Psychologin und Betreuerin des Mu20-Nationalteams, klärte die Zuhörer über ihre Arbeit am Bundesleistungsstützpunkt in Frankfurt (Oder) und die Zusammenarbeit mit den Kaderathleten auf. Sie verdeutlichte, wie Selbstanalyse, strategische Zielsetzungen und eine bewusste Selbstregulation zur optimalen Kampfbereitschaft führen. Parallel dazu leitete Dr. Rolf Frester, Betreuer des Nationalkaders Fu20, eine Praxiseinheit zur mentalen Vorbereitung auf den Wettkampf. Abschließend zeigte Claudiu Pusa, Fu20-Bundestrainer, Varianten zur Ausarbeitung von Juji-gatame, und Richard Trautmann stellte verschiedene Übungsformen von Uchi-komi vor.

Nach einer Feedback-Runde traten alle Teilnehmer ihren Heimweg an und waren sich einig, dass sie sich im kommenden Jahr zum gleichen Zeitpunkt zur gleichen Maßnahme treffen würden.

Kati Hbner
BJV-Jugendreferentin

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