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BayernJudo.de: Interview mit Paul Barth, Präsident des Bayerischen Judo-Verbandes
Verband
Freitag, 10.2.2012 - 14:04 Uhr

Quo vadis B-J-V

Interview mit Paul Barth, Präsident des Bayerischen Judo-Verbandes

Grüß Gott Herr Barth,
die Zukunft des Bayerischen Judo-Verbandes und der Verbandstag im Mai bereiten Ihnen ein wenig Kopfzerbrechen, warum?

Sorgen machen mir die anhaltenden Querelen um die Vorgänge im Präsidium in den letzten Jahren, die trotz meiner Appelle an Vergessen und Neubeginn leider nicht zu beenden sind. Die vorzeitigen Rücktritte der Präsidiumsmitglieder Mederer und Kohlhofer haben natürlich zu erheblichen Schwierigkeiten geführt, die wir im Augenblick zu meistern versuchen.
Angefangene Projekte und Ideen mussten wir daher aufschieben und uns mit dem Rest-Präsidium auf den laufenden Betrieb des Verbandes konzentrieren.
Ich befürchte, dass die Motivation, sich für den Verband auf dieser Ebene zu engagieren, dadurch nicht gerade erhöht wird.

Aus welcher Motivation heraus sollten sich Bayerische Judoka nicht nur im Verein, sondern darüber hinaus auch für den Bayerischen Judo-Verband engagieren?

Verbandsarbeit heißt mitgestalten, Ideen verwirklichen und den Boden für erfolgreiche Arbeit im Judo vorzubereiten. In einem Gremium des Verbandes vertrauensvoll und freundschaftlich zusammenzuarbeiten, sollte eigentlich Freude bereiten und Zufriedenheit über gemeinsame Erfolge bringen.

Vieles im Verband läuft dank der hohen Einsatzbereitschaft der Ehrenamtlichen Mitglieder und Funktionsträger problemlos, dennoch gab es in der Vergangenheit in Teilbereichen auch Unstimmigkeiten und Kritik. Wie ist die derzeitige Stimmungslage in Ihrer Wahrnehmung und wo sehen Sie die „Baustellen“?

In vielen Bereichen des Verbandes läuft es dank des Einsatzes der Verantwortlichen sehr gut.
In der Öffentlichkeitsarbeit und im Jugendbereich sind wir mit jüngeren Amtsträgern auf einem guten Weg.
„Baustellen“ sehe ich im Bereich Sponsoring, dessen Ausbau aufgrund der sicher nicht steigenden Zuschüsse öffentlicher Stellen dringend notwendig wäre. Leider mussten wir durch den Personalmangel diese Aktivitäten verschieben.
Im Vorstand und Präsidium sind organisatorische Änderungen notwendig, um die Leitung zu straffen.
Auch das Ehrungswesen sollte überarbeitet und neu organisiert werden.
Unser dringendstes Problem ist die Stelle des Schatzmeisters neu zu besetzen, da Frau Kohlhofer zum 29.2.2012 aufhört und der geplante kommissarische Schatzmeister aus persönlichen Gründen seine Kandidatur zurückgezogen hat.

Nun mal ganz konkret, welchen Aufruf wollen Sie an die Verbandsmitglieder richten?

Wir suchen unter unseren Mitgliedern BewerberInnen für das Amt des Schatzmeisters, die Kenntnisse im Finanz- oder Steuerbereich besitzen.

Für die Buchungsarbeit kann eine Hillfskraft engagiert werden, den Jahresabschluss erstellt eine Steuerkanzlei.

Der Schatzmeister ist als Präsidiumsmitglied auch direkt an der gesamten Führung und Organisation des Verbandes beteiligt und daher eine interessante Aufgabe. Selbstverständlich erhält er durch das Präsidium, den BLSV und DJB jegliche Hilfe und Unterstützung.

Wir gehen davon aus, dass Sie Interessierten auch persönlich für Fragen zur Verfügung stehen, wie kann man Kontakt zu Ihnen aufnehmen?

Interessierte können sich direkt an die Geschäftsstelle des BJV (gst@b-j-v.de) oder an das Präsidium wenden, für Informationen stehen Vizepräsident Robert Keil (robert.keil@b-j-v.de) und ich (paul.barth@b-j-v.de) gerne zur Verfügung.

Vielen Dank für das Gespräch! Wir hoffen, dass sich durch Ihre Offenheit zahlreiche Mitglieder angesprochen fühlen, sich auch über ihren Heimatverein hinaus für den Verband einzusetzen und die Zukunft des Judos in Bayern mitgestalten wollen.

Oliver Lang
BJV-Presseteam

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