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BayernJudo.de: Alwin Brenner gibt Sondertraining
Sportgeschehen / Verschiedene
Montag, 19.3.2012 - 20:06 Uhr

Bayerns G-Judoka für die Special Olympics in der heißen Vorbereitungsphase

Alwin Brenner gibt Sondertraining

Wenn man am Dienstagabend durch die Flure des Heilpädagogischen Centrums Augustinum (HPCA) geht, kann man die Turnhalle gar nicht verfehlen. Schon von weitem dringt einem fröhliches Geschrei ins Ohr. An diesem Wochentag findet hier das Training der G-Judoka (Judoka mit geistiger Behinderung) statt.


Trainer ist Alwin Brenner. Das Glück hatte es so gefügt, dass der Heilpädagoge am HCPA, Alwin Brenner, auch ein sehr erfolgreicher Judoka ist. Was lag da näher, hier an Ort und Stelle, mit geistig behinderten Jugendlichen ein Judotraining aufzubauen. Das G-Judo nimmt heute einen so breiten Raum im Leben des Alwin Brenner ein, dass er wohl in Zukunft sein Amt als Stellvertretender Breitensportreferent des BJV abgeben und ein neu zu schaffendes G-Judo-Ressort übernehmen wird. So ist die Planung im BJV angedacht.

Alwin Brenner hat in den ca. 20 Jahren, so lange dauert das G-Judoprojekt schon, in Hans Jörg Bauer und Xaver Kohout vom MTV Ingolstadt wichtige Partner gefunden. Auch sie haben sich dem G-Judo verschrieben. Dort trainieren etwa 20 G-Judoka, die auch manchen Kämpfer für die Special Olympics stellen werden.
Sie sind heute zu Gast im HPCA bei Alwin Brenner. Es ist das turnusmäßige Sondertraining für die Kreisliga und die Special Olympics, die im Mai in München stattfinden. Dieses Training, das jetzt in der Vorbereitungszeit läuft, soll von verschiedenen ausgesuchten Trainern geleitet werden. Heute leitet es Alwin. Es macht allen einen riesigen Spaß, und Alwin versteht es immer wieder zu begeistern, obwohl es oft um ganz banale Dinge, wie Drücken und Schieben geht. Auch Xaver Kohout, der Trainer der Ingolstädter Judoka, bringt sich mit lustigen Spielen ein.


Aber es ist nicht nur Spaß, der die G-Judoka antreibt, es ist auch der Ehrgeiz. Beim Stand- und Bodenrandori sind sie auch ganz bei der Sache. Ziel ist die Teilnahme an den Special Olympics, einem Judoturnier auf nationaler Ebene. Sie fiebern alle mit, egal, ob als Kämpfer, oder als Zuschauer. Um allen gerecht zu werden, haben Wolfgang Janko, nationaler Koordinator für das G-Judo und Alwin Brenner, die Teilnehmer, je nach Grad der Behinderung, in drei Wettkampfklassen eingeteilt. Damit hat man versucht für alle etwa gleiche Bedingungen zu schaffen.


Alwin Brenners G-Judoka kämpfen, quasi auch als Vorbereitung, für die SF Harteck sogar in der regulären Judo-Kreisliga mit. Es handelt sich hier um G-Judoka der Wettkampfklasse I. Sie können ohne Probleme mit nichtbehinderten Judoka trainieren, verstehen die Kampfregeln und können Techniken problemlos umsetzen. Glücklicherweise ist Alwin Brenner hier seit 1992 auch noch Chef der Judoabteilung. Die Integration seiner G-Judoka in die Kreisligamannschaft ist natürlich auch seine Idee gewesen. Die G-Judoka, die hier mitkämpfen können, sind natürlich auch erfahren und haben zum Teil bei den Special Olympics 2011 in Athen Medaillen geholt. Stolz tragen sie die gelb-schwarzen Judogi mit dem Schriftzug SF Harteck. Ihre Vorbilder sind natürlich die Kämpfer der Regionalligamannschaft der SF Harteck.

Bayernjudo wünscht den Judoka von dieser Stelle aus viel Erfolg bei den Special Olympics vom 23.5. – 25.5.12 in der Olympiahalle in München.







weitere Bilder unter judo-muc.de

Bericht: Lutz Meier-Staude; Fotos: Oliver Lang
BJV-Presseteam

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