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BayernJudo.de: Wer wird jetzt eigentlich Präsidium?
In eigener Sache
Donnerstag, 5.4.2012 - 20:22 Uhr

Verbandstag 2012

Wer wird jetzt eigentlich Präsidium?

Am 01.05.2012 hat der Präsident des BJV, Paul Barth, die Vertreter aller gemeldeten Judovereine zum 29. Ordentlichen Verbandstag in das Hotel Jungbräu, Weinbergerstraße 8, 93326 Abensberg einberufen. Eine Einberufung, die sich ganz normal liest. Doch wenn man etwas hinter die Kulissen schaut, offenbaren sich Dinge, die alles andere als beruhigend sind.

Wann alles wirklich angefangen hat, darüber streiten sich heute noch die Insider. Sichtbar wurde der Hader im Präsidium des Bayerischen Judoverbandes zunächst durch den Rücktritt des damaligen BJV-Präsidenten Kronawitter am 18.03.2011. Gott sei Dank fand sich hier in Paul Barth eine Person, die das Amt des BJV-Präsidenten würdig nach außen vertreten konnte. Dessen Bedingung war allerdings, den Verband lediglich bis zum nächsten ordentlichen Verbandstag zu führen. Das hat er kürzlich noch mal bekräftigt.

Im Dezember 2011 kamen dann die nächsten Rücktritte. So gaben die Vizepräsidentin Bianca Mederer und die Schatzmeisterin Manuela Kohlhofer am 04.12.2011 den Rücktritt von ihren Ämtern bekannt. Ein schwerer Schlag für den Verband. Für Bianca Mederer sprang dankenswerterweise Robert Keil ein, der damals als 2. Vizepräsident fungierte. Für Schatzmeisterin Manuela Kohlhofer sprang die schon anderweitig sehr engagierte Frauke Vortmann hilfsweise ein. Sie ist aber bereits als Stellvertretende Referentin für den Leistungssport voll ausgelastet, und wird wohl als Schatzmeisterin nur bis zum Verbandstag zur Verfügung stehen. Robert Keil wird wahrscheinlich auch nicht mehr für ein Amt kandidieren. Somit stellt sich also nicht nur die Frage nach dem Präsidenten, sondern auch nach den zwei Vizepräsidenten und der Schatzmeisterin.

Geschäftsführer Gerhard Auer scheint hier immer noch der Fels in der Brandung zu sein. Aber ist das wirklich sicher?
Wenn man die Rücktrittswelle losgelöst von Ursache und Wirkung betrachtet, kommt man zum Schluss, dass bei allen Rücktritten eine gehörige Portion Frust und Ärger dabei gewesen ist. Hinzu kommt, dass diese Ämter Ehrenämter sind und keinen Profit abwerfen. Den Lebensunterhalt verdient man woanders. Diese Ämter werden von den Amtsinhabern in der Freizeit ausgeübt. Wenn hier also Ärger und Frust kommt, ist man auch viel schneller wieder bereit, sich vom Amt zu lösen. Man lädt sich doch keinen Ärger für eine Arbeit auf, den man in seiner Freizeit verrichtet. Die Frage, ob der ganze Ärger und Frust vermeidbar gewesen wäre, wenn man anders miteinander umgegangen wäre, ist jetzt aber sekundär geworden. Es gilt jetzt nach vorne zu schauen.

Die Tatsache, dass im Präsidium im Moment „Land unter“ ist, heißt nicht, dass dieser Zustand bleiben muß. Auf die anstehenden Neuwahlen darf man gespannt sein. Angesichts der jetzigen Lage wollen wir hoffen, dass rechtzeitig wieder „Land in Sicht“ kommt, und sich wieder welche finden, die den Ämtern gerecht werden.




Berichtsheft Verbandstag 2012:
http://www.b-j-v.de/front_content.php?idcatart=397&;client=1&lang=1

Lutz Meier-Staude
BJV-Presseteam

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