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BayernJudo.de: „Nicht was war ist von Bedeutung, sondern was kommt!“
Verband
Dienstag, 17.4.2012 - 12:19 Uhr

Verbandstag 2012

„Nicht was war ist von Bedeutung, sondern was kommt!“

Der Verbandstag nähert sich in großen Schritten. Eigentlich wäre es jetzt an der Zeit, euch den Kandidaten/die Kandidatin vorzustellen, der/die sich in Abensberg als Präsident/in des Bayerischen Judo-Verbandes zur Wahl stellt bzw. die Personen, die sich als Vize-Präsidenten anbieten. Doch, wie ihr wahrscheinlich bereits wisst, hat sich bisher noch niemand für die zu besetzenden Ämter gefunden. Doch wieso nicht? Diese Frage wollen wir versuchen zu klären und haben die Vereine dazu befragt!

Erstmal möchte ich mich bei den 11 Vereinen bedanken, von denen ich eine Reaktion auf unsere vom Presseteam durchgeführte Umfrage erhalten habe. Danke für euren Beitrag und für eure Unterstützung!!!

Gleichzeitig stellt sich für mich jedoch die Frage, was war mit den restlichen 29 Vereinen? Wir hatten insgesamt 40 Judovereine per Zufallsprinzip ausgewählt, mit der Bitte um TeilnahmeÂ…
Lassen wir in diesem Zusammenhang mal die Statistik für sich sprechen. Das macht eine Beteiligungsquote von 27,5%, davon entfallen 10,0% auf den Norden und 17,5% auf den Süden.
Für mich stellt sich gerade die Frage nach dem „Warum“? Besteht so wenig Interesse am Bayerischen Judo-Verband und seinem Verbandstag? Wollen sich die einzelnen Vereine in die derzeitigen, nennen wir es „Reibereien“, nicht einmischen? Woran liegt´s?

Ein Anruf, vor der Auswertung, am Sonntagmorgen brachte erste Erkenntnisse. Dort bat mich ein Vereinsfunktionär, sich an der Umfrage via Telefon beteiligen zu dürfen. Selbstverständlich, antwortete ich. Dennoch konnte ich es mir nicht verkneifen nachzuhaken, mit welchem Hintergrund. Daraufhin erklärte er mir, dass er das Vertrauen in den BJV gänzlich verloren hat und er aus diesem Grund auch mir gegenüber, obwohl er mich persönlich nicht kennt, misstrauisch sei. Um ehrlich zu sein, war ich zuerst geschockt, dass ich als Mensch aufgrund meiner BJV-Tätigkeit ohne näheres Hinsehen einfach in eine Schublade gesteckt werde. Auf der anderen Seite weiß ich, dass es nichts mit meiner Person zu tun hat. Die „Zwistigkeiten“ unter einzelnen BJV-Funktionären sowie die zahlreichen Rücktritte haben einfach einen schlechten Eindruck am Image des Verbandes hinterlassen.

Wie bereits bekannt sein dürfte, findet am 01. Mai 2012 in Abensberg der 29. ordentliche Verbandstag statt. Vielleicht der Termin, um Streitigkeiten aus der Welt zu schaffen? Der Termin für Veränderungen? Der Termin, das zerbrochene Image wieder herzustellen? Wir vom Presseteam haben dazu die einzelnen Vereine befragt, was sie sich vom Verbandstag erwarten, wo sie Handlungsbedarf sehen und vor allem, wen sie sich im Präsidentenamt vorstellen könnten. Gleichzeitig wollten wir aber auch wissen, wer von sich aus bereit wäre, eine Funktion im Verband zu übernehmen. Hier die Antworten, selbstverständlich anonym und zum Teil zensiert.




Was erwartet ihr euch vom Verbandstag?


Â… Im Idealfall: Die Wahl eines neuen Präsidiums, das konstruktiv für den BJV arbeitet und von einer möglichst breiten Mehrheit der Vereine getragen wird.
Â… Tatsächlich: Wie man schon an einigen Anträgen sieht, Hickhack um vergangene Geschichten, die sich nicht mehr ändern lassen. Durch eine weitere Diskussion am Verbandstag werden im Zweifel bestehende Verletzungen eher vertieft als geheilt.
Â… Im schlimmsten Fall: Wird der Tag nur durch die Abensberger Braukunst zu ertragen sein.

Â… dass es keine Reibereien gibt und alle Ämter freiwillig besetzt werden können.

Endlich wieder eine geeinte Vorstandschaft die gemeinsame Ziele verfolgt.

Dass sich ein neues unbeeinflusstes Team findet. Dass die alten Sachen ein für allemal aufgearbeitet werden. Dass die Lügengeschichten, die zur Zeit verbreitet werden, ausgeräumt werden. Dass endlich auch Leute die Fehler gemacht haben es zugeben und nicht auf andere schieben.

Eine emotionale, harte, langwierige und unangenehme Veranstaltung mit völlig ungewissem, von Zufällen abhängigem Ausgang. Wird mit dem, was ich unter „Hobby“ verstehe, nicht viel zu tun haben. Und man wird es schwer haben, es vor seinem Gewissen zu vertreten, hierfür seine Familie einmal mehr „zu Hause gelassen zu haben“. Nicht hingehen ist aber auch blödÂ…

Die Erwartungen sind selbstverständlich sehr hoch, nachdem nun schon seit fast drei Jahren der BJV von Streitigkeiten, Machtgerangel usw. gelähmt ist. Dieses Klima ist keineswegs förderlich für eine Verbandsarbeit bzw. überträgt sich nach unten auf die Vereine. Abgesehen davon, dass man eh nur durch irgendwelche unverständlichen Rundmails von Drittpersonen überwiegend nur negative Sachverhalte mitbekommt. Deshalb ist hier die Erwartung --> Konsolidierung des Vorstandes, vielleicht auch Verschlankung? Braucht man so einen Vorstand wirklich?

Endlich Klarheit: Dass alles, was in letzter Zeit gelaufen ist, einmal öffentlich zur Sprache gebracht wird! Angefangen bei den Vorkommnissen, die zum Rücktritt von Raimund Kronawitter geführt haben, bis zu den letzten Rücktritten. Ich denke, dass dann mal Ruhe herrscht. Die entsprechenden Personen sollen zu ihren Fehlern und Handlungen stehen, sich ggf. entschuldigen und gemeinsam über Lösungen nachdenken.
Dass sich ein neues, harmonisches Team findet, das einen Neustart wagt. Am Besten keiner mehr aus der alten Riege, nur neue Leute, die ohne Vorbelastung ans Werk gehen. Das ist zwar am Anfang schwierig, aber schafft Raum für neue Ideen und Vorgehensweisen. Vielleicht geht auch mal was schief, aber man hat es dann wenigstens versucht!

Aussprache und Lösungsfindung aller zwischenmenschlichen Gräben. Unser Sport sollte wieder im Vordergrund stehen und nicht Einzelinteressen. Jita Kyoei (das gegenseitige Helfen und Verstehen zum beiderseitigen Fortschritt und Wohlergehen)Â… unser Grundsatz muss gelebt werden.

Wahl eines Übergangspräsidiums, das das Schiff nicht weiter „absaufen“ lässt und sowohl friedlich als auch vertrauensvoll miteinander arbeitet. Dass auch Themen wie das Outsourcing des Lehrbereichs am Verbandstag beschlossen werden.

Erwarten darf man sich von diesem Verbandstag wahrscheinlich nichts! Zu hoffen ist allerdings, dass eine neue Führungsmannschaft gefunden wird, die in der Lage ist, einen Schlussstrich unter die bisherigen Querelen zu ziehen, zu integrieren und den Blick nach vorne zu lenken, um den BJV langfristig wieder in ruhigeres Fahrwasser zu bringen, damit er sich unter Bündelung aller Kräfte wieder konstruktiv seinen eigentlichen Aufgaben widmen kann. Diese sehen wir darin, Judo in all seinen Facetten, sowohl im Bereich des Leistungssports, als auch im Bereich des Breitensports zu fördern und voran zu bringen, in der Öffentlichkeit gut darzustellen und einen weiteren Mitgliederschwund zu verhindern. Aber nicht nur die Zahl der Mitglieder ist von Bedeutung, sondern auch deren Zufriedenheit, und gerade in diesem Bereich besteht offenbar großer Handlungsbedarf.

Ein friedliches Miteinander. Der Wille und die Bereitschaft miteinander Probleme und Herausforderungen anzugehen.

Ein unbedingter Neuanfang, im wahrsten Sinne des Wortes, d. h. keiner der noch aktiven Präsidiumsmitglieder hat sich hier erneut zu stellen! Hier ist viel zu viel „Porzellan kaputt gemacht“ worden!




Was läuft Eurer Meinung nach derzeit schief?

Dass versucht wird von den Fehlern abzulenken. Dass verschiedene Personen verschleiern und lügen.

Als Außenstehender schwer zu beurteilen, aber hier hat die Kommunikation und die Chemie nicht mehr gestimmt, möglicherweise vermischt mit Intrigen und falschen Behauptungen, so kam eins zum anderen, insbesondere durch die nebulöse Spende (was ja bis heute noch nicht EINDEUTIG geklärt ist)! Hier wurden nicht nur die Judowerte mit Füßen getreten.

Persönliche Interessen, die in den Vordergrund gestellt werden und nicht der "Sache" dienen behindern das Weiterkommen unseres Verbands in allen Bereichen. Einzelmeinungen werden vor das Wohl aller gestellt.
Personen, die auf Schlichtung und eine positive Weiterführung der Arbeit bedacht sind, werden übergangen, gemobbt oder zum Aufgeben gezwungen.
V.a. auch von externen "Meinungsbildnern", die von der Arbeit des Präsidium wenig wissen.

Viele Machtspielchen und Pöstchenrangeleien. Die entsprechenden Personen kommen ihren Aufgaben nicht nach und sind aber auch nicht bereit / in der Lage zu delegieren. Macht es dann jemand anderes, passt es auch nicht. Es sind zu alte Strukturen und zu alte Denkweisen. Vielleicht würde ein weniger hierarchisches System die Arbeit miteinander erleichtern und nicht das gegeneinander arbeiten weiter fördern. Insgesamt herrscht wenig Veränderungs- und Kompromissbereitschaft.

Nach meinen Erfahrungen nehmen sich die angesprochenen Gremien zu wichtig. Es wird übersehen, dass auch die Funktionäre, die auf unterster Ebene arbeiten, alles nur in ihrer Freizeit ausüben. Die Funktionäre des BJV sollten hier mehr unterstützen und das Miteinander praktizieren, statt "von oben herab" auf Ordnungen und Satzungen zu verweisen.

Es wird von vielen Seiten vergessen dass hier Ehrenamtlich gearbeitet wird, aber es wird keines falls Ehrenhaft mit den Menschen umgegangen, siehe Raimund Kronawitter. Es gibt seit längerem Quertreiber die mit irgendwelchen Behauptungen (Sponsoring 1 Mio. €) versuchen die Verbandsarbeit zu stören.

Dem damaligen Präsidenten Gerhard Fleißner ist es trotz zeitlichem Vorlauf nicht gelungen, eine gute Amtsübergabe zu tätigen. Es wurde kein/e "Nachfolger/-in" gewählt, sondern der Verband in einer Kampfabstimmung gespalten. Raimund Kronawitter hat nach der Wahl nicht die Unterstützung des ganzen Verbandes bekommen. Dann kam die unsägliche Spendenaffäre, die blöden offenen Briefe, usw., der Rücktritt von R. Kronawitter. Auch ein Paul Barth wurde überfordert. Dies und der traurige Rest - ein Rücktritt nach dem anderen - ist bekannt. Ist es aber nicht unsere gemeinsame Leidenschaft, der so schöne Judosport?

Kritik in der Sache wird zu häufig als Kritik an der Person wahrgenommen oder auch vorgetragen. Man ist teilweise nicht in der Lage trotz persönlicher Abneigung professionell miteinander umzugehen. Wenn man eine Position in einem Verband haben möchte, sollte man in der Lage sein persönliche Animositäten mit Hinblick auf das gemeinsame Ziel, nämlich einen gut geführten und erfolgreichen Verband, auszublenden. Das scheint nicht der Fall zu sein.

Probleme wurden verschwiegen bzw. nicht realistisch angegangen. Raimund Kronawitter wurde ordnungsgemäß und demokratisch zum Präsidenten gewählt durch eine Mehrheitsentscheidung. Auch wenn ich persönlich mit ihm nicht so gut auskomme, so war es Demokratie und daran muss ich mich halten. Es geht schließlich nicht darum beste Freunde zu werden, sondern das Beste für unseren Judosport rauszuholen.
Des Weiteren betreffen die Rangeleien nicht nur den Verband. Auch als kleiner Vereinsfunktionär muss man sich erklären, wenn Eltern derartige Nachrichten über Rücktritte auf der Homepage lesen.

Was mir am meisten auffällt, es fehlt an Respekt. Man muss nicht immer einer Meinung sein, aber man muss die Meinungen anderer akzeptieren, oder versuchen ihn mit Argumenten zu überzeugen, aber nicht ihn mundtot zu machen. Das Nächste, ich glaube der Verband hat zu lange Leute auf Posten mitgeschleppt, die das Amt wegen dem Prestige geführt haben, und nicht um damit zu arbeiten. Inzwischen fällt halt auf, wer arbeitet und wer nicht, und aufgrund dessen, dass niemand mehr da ist, der das vertuscht, kocht das Ganze jetzt hoch. Und zu guter Letzt, es fehlt an Sachkompetenz. Wenn man auf eine JVV fährt und die Leitung dort noch nicht mal im PC, geschweige denn als Ausdruck die Ordnungen dabei hat, um zu wissen, was stimmt oder nicht, oder wo was steht, dann bekommt man auf die Dauer ein Problem, weil immer nur Aussagen nach Gutdünken gehalten werden. Ein schönes Beispiel für Kompetenz...Dass das nicht alles auf einmal zu beheben ist, ist mir auch klar, aber man könnte mit dem gegenseitigen Respekt wieder beginnen.

Es wird nur gegeneinander und nicht miteinander und somit nicht FÜR unseren Sport gearbeitet.

Im Verband wird zu viel gegeneinander, statt miteinander gearbeitet. An allen Ecken werden „Machtspielchen“ ausgetragen, jeder hält sich für den „Besten“ und andere für unfähig. Emotionen sind wichtiger als Sacharbeit. Man hat den Eindruck, dass hier jeder gegen jeden kämpft. Das Negative überwiegt das Positive, ein „Yes we can“ kann man selten herauslesen. Stattdessen lieber vorsichtshalber erst einmal Ablehnung und ein Nein statt ein Ja und Zustimmung. Und auch im Kleinen setzt sich diese Denkart fort ...
Die Verantwortlichen entscheiden sich für kleinmütige, ja fast kleinkarierte Vorgehensweisen, wo großzügig und im Sinne eines „wir ziehen am gleichen Strang“, „wir wollen alle genau dasselbe“ und „wir lieben unseren Sport Judo“ entschieden werden müsste.
Hier sollte angesetzt werden: Ein bisschen mehr guter Wille, ein bisschen mehr Weitblick und ein bisschen mehr Menschlichkeit von allen – und manches könnte so einfach sein. Oder anders ausgedrückt: Eigentlich müssten die Judowerte nur mit Leben erfüllt werden. Bescheidenheit, Hilfsbereitschaft, Freundschaft: Um wie viel besser sähe es aus, wenn diese Werte gelebt würde. Die Lösung der oben genannten Beispiele wäre kein Problem gewesen und hätte sicherlich keine Missstimmung erzeugt ... Wir brauchen keinen neuen „Verhaltenskodex“! Wir müssen nur das Wertesystem des Judo, unser Wertesystem leben.
Belastet wird die Situation im BJV im Moment dadurch, dass man mehr zurück als nach vorne blickt und versucht, die Geschehnisse in der Vergangenheit „aufzuklären“ oder Ursachen zu finden. Ein nicht nur nutzloses, sondern auch unmögliches Unterfangen! Wir werden weder die tatsächlichen Hintergründe des Rücktritts von Raimund Kronawitter, noch die des fehlgeschlagenen „Sponsoring“ restlos aufklären können, jedenfalls nicht mehr rational, objektiv und für Leute, die nicht unmittelbar involviert waren, nachvollziehbar. Die Protagonisten haben alle ihre -naturgemäß voneinander abweichenden- Sichtweisen. Und diese werden sich nie zu einem einheitlichen und stimmigen Bild zusammenfügen ...
Aus diesem Grund gibt es jetzt nur noch eins: Kapitel abschließen und nach vorne sehen. Am besten mit einer komplett neuen Mannschaft. Nicht was war, ist von Bedeutung, sondern was kommt! Wohin gehen wir, wohin wollen wir gehen. Das allein sind die entscheidenden Fragen. Dass ausgerechnet im Judo mit einem solchen Wertesystem die Realität derart von der Idealvorstellung abweicht, ist traurig. Und Bayern ist ja nicht das einzige Beispiel.

Was wirklich schief läuft, ist aus Vereinssicht schwer zu beurteilen, dass viele das Handtuch werfen, spricht wohl für sich, anscheinend wurden Emotionen und Sachzwänge verquickt.




Wärst Du bereit ein Amt im Verband zu übernehmen?
Wenn ja, welches? Wenn nein, warum nicht?


Hier alle Kommentare aufzuzählen würde den Rahmen sprengen, da jeder Funktionär meist eine Liste mit den bereits inne habenden Ämtern beigelegt hat und demnach die Anonymität verloren ginge. Als Kernaussage kann jedoch festgehalten werden, dass jeder Umfrageteilnehmer schon genügend Funktionen im Verein/ Verband abdeckt und sich aus Zeitgründen keiner vorstellen könnte noch mehr Arbeit auf sich zu nehmen.




Was würdest du ändern?

Das Wichtigste ist wohl ein Neuanfang mit unbelasteten Personen, die ein neues Vertrauensverhältnis mit- und untereinander aufbauen können, zum Wohl des BJV und seiner Mitglieder in Verbindung mit den Judowerten, wieder auf Judo konzentrieren.

Reduktion der "Pflichttermine" der Präsidiumsspitze auf ein annehmbares Maß, Vergütung der Funktionäre, Stärkere Würdigung der Personen, die den BJV weiterbringen (Referenten, etc.), Bessere Würdigung des Ehrenamtes --> Freizeittätigkeit auch noch im Präsidium, oder sollte man überlegen ein Hauptamt aus dem Präsidenten und seinen Stellvertretern machen?

Alle Personen die an der leidigen Spendenaffäre beteiligt waren dürfen kein neues Amt mehr übernehmen. Vielleicht sogar die eine oder andere Person aus dem Verband entfernen.
Ich würde das Thema Spende Jupke/Flick für alle Zeit abschließen und beenden.
Der BJV darf sich nicht kaufen lassen und von einer Person abhängig machen.

Umstrukturieren. Aufgaben und Verantwortlichkeiten neu verteilen, sodass jeder so viel hat, dass er es auch bewältigen kann. (Immerhin hat ja jeder auch noch einen Job). Wege für Entscheidungen verkürzen. Gegebenenfalls Leute für "Spezialaufgaben" dazu holen.

Ich sehe das eher als gesellschaftliches Problem an, es hat doch in der jetzigen Gesellschaft keiner mehr Interesse an Sport und Kultur, außer wenn man es professionell betreiben kann und richtig Geld verdienen kann. Hinzu kommt, dass es immer schwieriger wird Kinder und Jugendliche im Verein zu binden. Ich als Vorstand und Trainer eines Vereins kann nur sagen, dass es schon so genug Schwierigkeiten (Hallenzeiten, Arbeitszeit vs. Training, Freistellungen, Familie, Probleme der Eltern) gibt und diese so gar nicht mehr wahrgenommen werden. Die Eltern und die Gesellschaft sehen die Vereinsarbeit immer mehr als Dienstleistung an. Die Funktionäre, die diese Dienstleistung erbringen sollen, werden aber mit allen Problemen ziemlich allein gelassen bzw. dürfen dies auch noch "ehrenamtlich" erledigen. Und hier bilden sich die zwei Grundprinzipien aus, entweder mache ich es kommerziell wie eine Firma oder wirklich ehrenamtlich mit entsprechenden Strukturen und Vorrausetzungen.

Ich träume von guten Wahlen und einem neuen BJV-Team, das fair miteinander umgeht und welches man in Ruhe arbeiten lässt. Der Blick von uns allen sollte -vor allem nach dem Verbandstag- nach vorne gehen und man sollte sich nicht so viel negativ aufregen (müssen), denn Judo ist super!

Ich würde die Quertreiber mit den "Offenen Briefen", die die Vorstandschaft ruiniert haben, am Verbandstag einladen und auffordern ein Amt zu übernehmen.

Die Leute müssen einfach lernen, dass die Sache im Vordergrund steht. Ich muss jemanden nicht mögen, um seine Aktivitäten, wenn sie dem Judo dienen, zu respektieren.

1) den Umgangston untereinander... Thema Respekt
2) Veröffentlichung der Protokolle, sowohl das Präsidium, als auch der GV arbeiten für die Basis und entscheiden dafür, also muss die Basis davon auch wissen. Protokolle sind keine Geheimnisse!
3) Überprüfen der vorhandenen Gelder und Ressourcen (z. B. hat ein Landestrainer auch für Breitensport zur Verfügung zu stehen)
4) Zielsetzungen mit den Ressorts vereinbaren und Umsetzungstermine (wenn es länger dauert, dauert´s länger, aber was hört man schon vom Ressort Breitensport?)
5) In Kraft setzen der überarbeiteten Rechtsordnung, und Durchsetzung von Sanktionen.
6) Aufklärung der Trainer bezüglich Verbandsarbeit (Ordnungen, Satzungen, Verbindlichkeiten)
7) Dokumentation der Leistungsathleten (weiß nicht, wie ein Landestrainer die Athletenbetreuung durchführt)
8) Zielsetzung auf breitere Masse (Thema Leistungssport, die, die dort betreut werden, gehören dem DJB, BJV muss breiter arbeiten z. B. Bus zu Qualifikationsturnieren)
9) Sponsoring (ist immer noch wichtig, einen dicken Fisch an Land zu ziehen, können wir aber wohl knicken, trotzdem muss daran gearbeitet werden, anders gehtÂ’s nicht!)
10) verschärfte Abrechnungskontrollen. Bin mir sicher, das auch dort gemurkst wird...
11) usw...

Ich würde die Ämter versuchen mit solchen Leute zu besetzen, die neutral gegenüber allem sind und auch nicht schon mit anderer Arbeit zugeschüttet sind...sprich Rentner oder sogar ganz jungen Leuten...

Neue Mitarbeiter, die unvoreingenommen ins Amt kommen, könnten sicherlich ein bereits erfahrenes und weises Team befruchten und unterstützen.




Â… for Präsident! Wer soll Präsident werden?


Keine Ahnung, demokratisch gewählt. Wir hatten ja einen gewählten Präsident, warum hat man den nicht in Ruhe arbeiten lassen bzw. die entsprechende Unterstützung zukommen lassen?
Eine Richtigstellung bzw. Entschuldigung wegen der "mysteriösen Spendenaktion in Millionenhöhe" ist bis heute nicht erfolgt.

Keiner der Bisherigen sollte wiedergewählt werden und keiner aus dem übrigen Vorstand sollte als Präsidentschaftskandidat oder Präsidiumsmitglied da hinein gewählt werden, nach dem Motto Schuster bleibe bei deinen Leisten!!!!!!

Eine wirklich geeignete Persönlichkeit, die hierzu auch bereit wäre, ist im Moment nicht in Sicht. Die bisherigen Protagonisten verbieten sich von selbst. Gleiches gilt für Vereinsvertreter, die allzu intensiv nur eigene Interessen vertreten. Wird sicher schwer werden...

Einer der wenig mit dem BJV zu tun gehabt hat und dadurch neutral allem gegenübersteht.

Eine starke Persönlichkeit, die unbelastet von den vorangegangenen Querelen ist.

Sven Keidel, Gerd Egger, Viktoria Schiller, Robert Keil, Gerhard Fleissner, Â…

Teamspirit for Präsident!

Eine loyale Person, die keinem Lager angehört und in einer demokratischen Abstimmung gewählt wird. Des Weiteren sollte der künftige Präsident viel Zeit mitbringen und möglichst ein historisches Judowissen.




Eigentlich war unser Plan, nur einige Statements online zu bringen. Dennoch sind bei den Antworten viele gute Gedanken dabei, die für sich sprechen. Ein großes Abschlusswort erscheint mir da nicht mehr notwendig. Und deshalb möchte ich den Artikel abschließen und nur nochmals auf unsere Judowerte (Ernsthaftigkeit, Respekt, Höflichkeit, Wertschätzung, Selbstbeherrschung, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit, Mut und Bescheidenheit) hinweisen. Diese Werte zu leben, löst zwar unser Präsidenten-Problem nicht, ist aber eine wichtige Basis dafür!

Claudia Plötz
BJV-Presseteam

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