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BayernJudo.de: „Land in Sicht!“
Verband
Mittwoch, 25.4.2012 - 12:18 Uhr

Verbandstag 2012

„Land in Sicht!“

„Nicht was war ist von Bedeutung, sondern was kommt!“ Das findet auch Andreas Adam vom TuS Bad Aibling. Er ist der Meinung, man sollte unter dem was war einen Schlussstrich ziehen und einen Neuanfang starten. Während andere nur davon reden, ist der Familienvater und begeisterte Judoka neben all seinen anderen Verpflichtungen bereit, ein Amt im Präsidium zu übernehmen und den BJV mit aus der Krise zu führen.

„Wahrscheinlich muss man schon etwas Judo-Gaga sein, um in der jetzigen Situation als Vizepräsident zu kandidieren“, lacht Adam, der sich nebenbei gesagt alternativ auch die Position als Schatzmeister vorstellen könnte. „Doch ich habe durch Judo und den BJV in der Vergangenheit so viel Positives erfahren und profitiert, dass ich gerne bereit bin, etwas davon zurückzugeben!“



Der 50-jährige hat sich auf seinem bisherigen Lebensweg nie vom Weg abbringen lassen und deshalb hat er auch jetzt, in der schwierigen Zeit, keine Angst davor, Verantwortung zu übernehmen. Im Gegenteil, der ehemalige Sportkoordinator verfolgt klare Ziele, welche er in seiner Wahlperiode erreichen möchte.

„Zuerst muss die große, starke Gemeinschaft wieder hergestellt werden“. Teamarbeit ist wichtig, denn nur so können wir unsere Vorstellungen verwirklichen! Als zweiter Punkt steht auf seiner TO-DO-Liste das Thema Sponsoring. „Sponsoren wollen eine Gegenleistung, dass darf nicht mit Spende verwechselt werden.“ Deshalb ist eine erfolgreiche Marketingstrategie da A und O. Und er muss es ja wissen, hat er schließlich schon im Beruf unzählige Sportveranstaltungen, angefangen von einem Skirennen, über ein Beachvolleyballturnier mit mehr als 30 Mannschaften bis hin zu Fußballturnieren, organisiert.
Als dritte Baustelle will sich der Trainer dem Nachwuchsbereich annehmen. Im Vordergrund soll hier die Mitgliedergewinnung stehen. Konkrete Konzepte und Events, die für (kleine) Vereine mit wenig Geld umzusetzen sind. Ideen und Basics sollen auf der Internetplattform BayernJudo für Jedermann zugänglich gemacht werden. „Des Weiteren muss der Bereich Breitensport gehalten und gefördert werden, denn darauf basieren unsere Mitgliedsbeiträge“.

„Das nächste Thema wird dem Einen oder Anderen sicherlich sauer aufstoßen, aber auch ein Kosten-Controlling-System ist einzuführen. Ein Haushaltsplan, an dem ggf. einige Stellschrauben verändert werden müssen. Sicherlich liegt ein Großteil des Fokus beim Leistungssport, dennoch müssen Kosten und Erfolge in einer gewissen Relation stehen. Weil wir gerade beim Leistungssport sind, wäre es nicht mal schön, beim Verbandstag einen kleinen „Werbefilm“ mit einzubauen, der visuell veranschaulicht, wohin die Gelder geflossen sind?“

Ebenfalls als Ziel sieht der aktive Judoka die Verbesserung der Verbandsstruktur sowie die Optimierung der Kommunikation. Beispielsweise nennt er hier die Ehrungstermine, die man in einer Strukturreform besser nach Wohnort aufteilen könnte.
„Auch das WIR-Gefühl muss gestärkt werden. Verschwörungstheorien bringen aus meiner Sicht nichts. Das endet letztendlich immer in einem Teufelskreis mit Demotivation und Frustration. Ich will Spaß und Freude am Ehrenamt haben und eine Aufgabe die mich erfüllt!“
„Trotz anderweitiger Verpflichtungen möchte ich mich der Herausforderung stellen und die Sache angehen. Ich hoffe auf Eure Unterstützung, sowohl was den Vertrauensvorschuss als auch die Besetzung der weiteren Ämter anbelangt!“



Vielleicht abschließend noch ein paar Details zur Person. Andreas Adams Judoweg hat mit 11 Jahren begonnen. Im noch jungen Alter zog er sich eine schwere Verletzung zu, nach welcher er den Judosport erstmals aufgab. Nach einer längeren Pause hat Andreas 2005 beim TSV Grafing den Judosport wieder für sich entdeckt und engagierte sich vor allem als Trainer, Kassier und Mannschaftsbetreuer. Auch bei den Vereinen JV Ammerland-Münsing sowie beim TSV Großhadern war der jetzige Bad Aiblinger aktiv. Neben seinen persönlichen Erfahrungen auf der Matte kann Andreas die Ausbildungen Trainer „B“ Leistungssport, Trainer „C“ Breitensport und die Kampfrichterlizenz „D“ vorweisen. Seit Anfang April darf er sich auch „Prüfer für die Kyu-Grade“ nennen.

Und wie würde sich Andreas selbst beschreiben? „Ich bin ein Querdenker und nehme alle Ideen mit. Gleichzeitig hänge ich nicht an konservativen Denkweisen fest!“

Claudia Plötz
BJV-Presseteam

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