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BayernJudo.de: Danke Paul Barth!
Verband
Freitag, 27.4.2012 - 10:59 Uhr

Verbandstag 2012

Danke Paul Barth!

Wenn man mit Paul Barth ins Gespräch kommt, dann wird man von ihm eingenommen. Man trifft auf einen lebenserfahrenen Mann von einer heiteren Gelassenheit, Freundlichkeit und einer Ausstrahlung, die es einem sehr schwer macht ihn nicht zu mögen. Man vertraut ihm schnell, weil man sich sicher ist, dass sein Wort Bestand hat, sonst würde er es nicht sagen.

Unzweifelhaft gehörte Paul Barth Mitte der 60er bis 70er Jahre mit zahlreichen vorderen Platzierungen bei Europa- und Weltmeisterschaften und dem Gewinn der Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 1972 in München, zur Weltelite des Judosports. Paul Barth kennt sich aus in der Judowelt und die Judowelt kennt ihn. Paul Barth, das ist ein Türöffner, ein Ideengeber, kein Visionär im heutigen Sinne, „I have a Dream“ ist ihm zu abgehoben. Paul Barth ist jemand der selbst ein Quell von Ideen ist, aber auch Vorschläge dankbar aufnimmt und die Sachen gerne mit vollem Einsatz vorantreibt und sein Umfeld dabei mitzieht. Dabei ist ihm die Idee zunächst wichtiger als Verbandsstrukturen, am Ende zählt das was rauskommt. Hier hat er in Robert Keil das perfekte Gegenstück gefunden, jemand der sich in den Verbandsstrukturen wie kaum ein anderer auskennt und der sicherlich das eine oder andere Mal auch als Korrektiv wirken musste, ohne aber die Idee fallen zu lassen, mehr als Routenplaner zum Ziel. Dass auch noch die Chemie zwischen den Beiden gestimmt hat, ist ein weiterer Glücksfall gewesen.

Das war vielleicht auch der Grund, warum man so hoffnungsvoll auf die Präsidentschaft von Paul Barth geblickt hat. Jemand, dem man nach einer Zeit des Ärgers und der Unzufriedenheit zugetraut hat, zu lösen, zu vereinen und die Verbandsarbeit und damit den Weg des Judosports in Bayern nicht nur in geordnete Bahnen, sondern in eine gute Zukunft zu führen.

Paul Barth musste nicht lange gebeten werden, er hat seine privaten Interessen und seine Gewohnheiten zu Gunsten seines Judosports und seiner Judoheimat hinten angestellt und sich vor den Karren gespannt um gemeinsam „die Sache“ nach vorne zu bringen. Und er hat gearbeitet, vielleicht für manche nicht sichtbar genug, vielleicht entgegen der Vorstellung anderer und das in einer Zeit des Grolls und der Verärgerung, die selbst langjährige hohe Funktionäre das Handtuch werfen lies. Und er hatte Erfolg. Paul Barth und Robert Keil hatten die Dinge soweit zurechtgerückt, dass mit dem Verbandstag vieles endgültig abgehakt werden konnte und damit ein weitestgehend unbelasteter und guter Start für die neue Mannschaft möglich geworden war.

Die Nachfolge von Paul Barth tritt sein langjähriger Weggefährte Gerd Egger an. Bei den Olympischen Spielen 1972 waren der in Lindau geborene Gerd Egger und Paul Barth die beiden Großhaderner Vertreter im aus fünf Judoka bestehenden deutschen Aufgebot.



Wir sagen an dieser Stelle herzlichen Dank für Deine Präsidentschaft, in vielen und vielem wirkst Du sicher noch für lange Zeit nach. Wir wünschen Dir und Deiner Familie vor allem Gesundheit und noch viele schöne Jahre.

Herzlichen Dank Paul Barth!

Oliver Lang
BJV-Presseteam

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