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BayernJudo.de: Eine kurze Zusammenfassung vom Verbandstag des Bayerischen Judoverbandes
Verband
Donnerstag, 3.5.2012 - 21:52 Uhr

Gerd Egger ist neuer Präsident des BJV

Eine kurze Zusammenfassung vom Verbandstag des Bayerischen Judoverbandes

Spannend war‘s auf dem Verbandstag des Bayerischen Judoverbandes am 01.05.2012 in Abensberg. Dies wohl nicht nur der Sachthemen wegen, sondern auch wegen der bevorstehenden Ämterwahl.

In einer Umfrage bei 40 zufällig ausgewählten Vereinen, die das Bayernjudo.de im Vorfeld durchgeführt hatte, sorgten besonders die unklare Spende eines Herrn Flick und die neue Trainerschule für Gesprächsstoff. Diese beiden Bereiche wurden dann auch sehr kontrovers diskutiert. Bei der Frage nach einem neuen Präsidenten waren zwar Namen genannt worden; wirklich fest stand aber nur, dass Paul Barth als Präsident und Robert Keil als Vizepräsident nicht mehr kandidieren würden. Somit war das Rennen über die Präsidentschaftskandidatur völlig offen. Das große Interesse an dieser Veranstaltung hatte sich schon recht bald im Bayernjudo.de abgezeichnet, da die Zahl der Zugriffe auf die themenbezogenen Artikel zum Verbandstag hier deutlich höher waren.


Als Ehrengäste waren Rainer Riedel vom BLSV und Peter Frese, Präsident des DJB, anwesend, die in einem Grußwort dem Verbandstag einen guten Verlauf wünschten. Auch die Ehrenpräsidenten des BJV, Sigurd Seeger und Gerhard Fleißner, waren anwesend. Eine glückliche Hand hatte Robert Keil gehabt, indem er Sven Keidel als Moderator für den Verbandstag gewinnen konnte, der sehr souverän durch die gesamte Veranstaltung führte. Die Veranstaltung wurde auch für Ehrungen genutzt. Geehrt wurden Günther Hoch mit der Ehrennadel Gold mit Kranz, Sven Keidel mit der Ehrennadel in Silber und Zita Notter wurde mit dem 2. Dan ausgezeichnet. Posthum wurde Nicola Dersch, die uns dieses Jahr leider viel zu früh verlassen musste, mit der Ehrennadel in Bronze ausgezeichnet. Außerdem wurden Bianca Mederer und Manuela Kohlhofer für ihre langjährige Arbeit im Präsidium mit einem Blumenstrauß geehrt.


In seinem Bericht ging Paul Barth noch einmal auf die Querelen ein, die den Verband in den letzten Jahren beherrscht hatten und endete mit dem Appell an alle, endlich wieder nach vorne zu schauen. Bei der Aussprache zu den Berichten ging es sehr diszipliniert zu, alle kamen zu Wort und es glätteten sich die Wogen. Man schien die Worte des scheidenden Präsidenten zu beherzigen. Die detaillierte chronologische Auflistung der Ereignisse um die Spendenangelegenheit durch die Rechtsausschussvorsitzende Sigrid Oprotkowitz konnte insoweit für Aufklärung sorgen, als ein Schlusstrich der Delegierten unter diese Angelegenheit gezogen wurde.

Auch Jens Keidel konnte mit einer detaillierten Präsentation seiner neuen Trainerschule viele Fragen klären, die sich bei den Vereinen aufgestaut hatten.


Der weitere Verlauf war durch die Satzungsänderungen bestimmt. Hier zeigte sich an manchen Stellen, dass der Teufel im Detail steckt. Aber auch diese Fragen konnten an Ort und Stelle, meist durch die gute Vorbereitung und das Detailwissen von Robert Keil, bereinigt werden. Zudem mussten die neu geplanten Ressorts Integration und Judo für Behinderte und Öffentlichkeitsarbeit noch in der Satzung verankert werden. Richtig spannend wurde es aber erst nach der Entlastung des scheidenden Präsidiums. Nachdem der Vorsitzende des Wahlausschusses, Ehrenpräsident Gerhard Fleißner, die Frage nach einem Präsidentschaftskandidaten gestellt hatte, fiel der Name Sigurd Seeger, der sich dann auch mutig zur Wahl stellte. Dieser Name war bereits im Vorfeld gefallen. Völlig überraschend kam dann aber mit Gerd Egger der zweite Kandidat.


Gerd Egger konnte die anschließende Wahl deutlich mit 137 zu 73 Stimmen für sich gewinnen. Damit war eine ganz wichtige Hürde genommen. Aber damit war noch nicht Schluss. Gerd Egger hatte vorausblickend mit Klaus Enkelmann (TSV Großhadern) auch noch einen Wunschkandidaten für das ebenfalls vakante Amt des Schatzmeisters mitgebracht, der dann auch einstimmig gewählt wurde. Als Vizepräsidenten wurden Johannes Schabel (TSV Abensberg) und Andreas Adam (TuS Bad Aibling) gewählt. Der einzig Verbleibende aus dem scheidenden Präsidium war der ebenfalls einstimmig wiedergewählte langjährige Geschäftsführer Gerhard Auer.


Das neue Team


Fotos: BJV

Wir denken, dass das zuletzt leckgeschlagene Schiff sich nun wieder auf Kurs befindet und Fahrt aufnehmen kann.

Eine Vorstellung des Gesamtvorstandes folgt in Kürze.

Lutz Meier-Staude
Referent für Öffentlichkeitsarbeit

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