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BayernJudo.de: Die Special Olympics in München sind in vollem Gange!
Sportgeschehen / Verschiedene
Donnerstag, 24.5.2012 - 05:51 Uhr

Special Olympics

Die Special Olympics in München sind in vollem Gange!

Wie alle aufmerksamen Leser dieser Seite schon wissen, werden derzeit die Special Olympics in München ausgetragen. Dies sind die nationalen Spiele für Menschen mit geistiger Behinderung, die ca. 5.000 Athleten mit ihren Trainern, Familien und Freunden in unsere Olympiastätten geladen haben.

Schon Montagabend war die Eröffnungsfeier ein voller Erfolg. Die Stimmung war grandios und alle Judokas waren von Stolz erfüllt, denn der Judotrainer Alwin Brenner vom SF Harteck, nebenbei auch noch der BJV-Referent für Integration und Behindertensport, durfte den Olympischen Eid der Trainer und Coaches sprechen. Sogar unser Bundespräsident Joachim Gauck war anwesend und hat bei der Special Olympics-Hymne mit Alwin und den Athletensprechern mitgetanzt!


Gute Stimmung bei Athleten und Betreuern
Damit dies auch reibungslos funktioniert, sind insgesamt ca. 2.000 Volunteers im Einsatz. Für die Judowettkämpfe haben sich rund um Alwin Brenner und Florian Sachs viele, viele Judoka des SF Harteck engagiert. Sie werden unter anderem durch Kampfrichter des BJV, eine Handvoll Großhaderner, zwei Mitarbeiterinnen der BJV-Geschäftsstelle und Azubis eines Sponsors tatkräftig unterstützt.

Am Dienstag ging es in der Olympiahalle dann um die Einteilung der Athleten in verschiedene Kategorien, um allen eine Chance auf ausgeglichene Kämpfe zu geben. Die Mädels und Jungs mussten dafür über eine Bank balancieren, auf dem rechten und dann auf dem linken Bein hüpfen oder über einen am Boden liegenden Gürtel „wedeln“. Doch ganz gemein fanden fast alle die Übung, die sie bei Yusuf Güngörmus vom SF Harteck abverlangt bekamen: Liegestützen mit allen möglichen Klatschereien vorne und hinten. Da hätte es auch den Einen oder Anderen ohne Behinderung geschmissen. Letztlich hatten alle ihre Punkte gesammelt und die Einteilung in die verschiedenen Wettkampf- und Gewichtsgruppen im Pool-System konnte vorgenommen werden.


Bei dieser Siegerpose freut sich auch Kamprichter Adolf Bindl
Mittwoch früh ging es mit „dem richtigen Judo“ los. Die Athleten platzierten sich mit ihren Betreuern und Maskottchen an der Matte, die Kampfrichter wurden noch ein letztes Mal durch Herbert Eberlein über die Sonderregelungen informiert und die Tischbesetzungen, „Athletensucher“, „Gürtelbinder“ und Listenschreiber nahmen ihre Plätze ein. Die meisten Kämpfe wurden im Boden durch einen Kesa-gatame entschieden, was schon allein daraus resultierte, dass viele aus dem Kniestand heraus begonnen hatten. Doch man konnte durchaus auch einen O-soto-gari oder einen Seoi-nage sehen. Die Athleten freuten sich, wie alle Sportler, natürlich über jeden Sieg, aber auch über die Begeisterung der Fans, über das Aufrufen ihres Namens oder über die Musik. Zwei Athletinnen haben nach dem Kampf kurzerhand dem Kampfrichter links und rechts einen Kuss gegeben. Bei den Jungs und Männern kam häufig viel Kraft zum Einsatz und alle wehrten sich auf das Äußerste, denn wer mal unten lag wurde unerbittlich festgehalten.




Walzer auf der Judo-Matte
Als Judopromis kamen Andreas Tölzer und Gerhard Dempf vorbei und gaben geduldig Autogramme oder ließen sich mit den Athleten fotografieren. Auch Gerd Egger, Andreas Adam und Paul Barth sprachen kurz ein paar Worte und vertraten den BJV. Die Siegerehrungen wurden dann, in Tracht und mit DJ, unter frenetischem Jubel durchgeführt, mit Laola-Welle, Kusshand, Walzertanz und Freude für alle.








Zwei Teilnehmer freuen sich
Persönliches Fazit: Ich habe noch nie so viele freundliche und geduldige Eltern und Trainer, begeisterte Athleten, erfreute Verlierer, tanzende Sieger und motivierte Helfer auf einer Veranstaltung erlebt. Wer noch nie mit Behinderten näheren Kontakt hatte, sollte unbedingt vorbei kommen, denn hier werden alle Hemmungen abgebaut! Und alle anderen sind natürlich auch herzlich eingeladen!

Doris Auer
Geschäftsstelle

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