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BayernJudo.de: Ein Verein stellt sich vor
Aus den Bezirken / Oberbayern
Dienstag, 19.6.2012 - 19:48 Uhr

50 Jahre Judoabteilung Dachau

Ein Verein stellt sich vor

Es war schon eine tolle Veranstaltung, die die Judoabteilung des TSV Dachau 1865 zum 50jährigen Jubiläum am Samstag in ihrer Halle auf die Beine gestellt hat. Neben vielen Ehrengästen konnte Tilo Ederer auch noch Mitglieder begrüßen, die schon bei der Abteilungsgründung dabei gewesen waren.

Helmut Walter und Ludwig Göttler hatten bereits 1960 mit dem Judosport begonnen. Damals gab es noch keine Judoabteilung. Sie waren bei der Schwerathletik „Attila“ untergebracht. Trainer war Orangegurt Roland Menrad. Als der diesen Kreis aus beruflichen Gründen verlassen musste, trainierten die „Hinterbliebenen“ weiter, brachten sich Judo aus Büchern bei, und fuhren zum TSV München Ost oder zum ESV Laim um sich weiterzubilden. Trainer waren hier Richard Unterburger und Sigurd Seeger.

Die Geschichte in Kürze

1962 Am 25.01.1962 stellte diese Judogemeinschaft den offiziellen Aufnahmeantrag beim TSV 1865 Dachau. Erster Abteilungsleiter wurde Roland Menrad der die neugegründete Judoabteilung 1963 als 60ten Verein beim BJV anmeldete.
1966 hatte die Abteilung bereits knapp 100 Mitglieder. Aus anderen Vereinen stießen erwachsene Judoka hinzu. Hier sind u.a. zu nennen: Gerald Prigg und Ferdi Muzic. Gerald Prigg wurde Trainer. Er hatte damals noch den Grüngurt, war Brite und hatte sofort den Spitznamen „Mr. Cambridge“.
1969 erwarb Gerald Prigg als erster Judoka des TSV Dachau 1865 den 1.Dan.
1970 folgte dann Ferdi Muzic.
1971 war für die Dachauer Judoabteilung ein ganz wichtiges Jahr. Zum ersten Mal wurde das „Dachauer Schülerturnier“ durchgeführt. Dieses fand dann in guter Tradition bis zur Jahrtausendwende 1999 jährlich statt.
1977 erwarben Brigitte Prigg und Klaus Hoier den 1.Dan. Gerald Prigg, mittlerweile 3.Dan, bildete sich jedoch auch auf anderen Gebieten weiter, die im Verein auf fruchtbaren Boden fielen. Er wurde Bezirkskampfrichter, und
1979 Kampfrichterobmann. Seinem Engagement war es zu verdanken, dass der TSV Dachau 1865 bald über 10 lizensierte Kampfrichter verfügte.
1980 wurde Brigitte Prigg Landesfrauenwartin im BJV für Süddeutschland und für den DJB.
1982 erkämpfte sich die Dachauer Mannschaft den 2. Platz in der Bezirksliga und nahm an den Aufstiegskämpfen zur Landesliga teil.
1984 kristallisierte sich beim TSV Dachau 1865 ein großes Judotalent heraus. Es war Jürgen Seidl. Er hatte viele internationale Einsätze, wechselte zum TSV Großhadern und wurde sogar Deutscher Meister. Er bestand 1987 die Prüfung zum 1.Dan und gehörte mit seinen 16 Jahren zu den jüngsten Dan-Trägern in Bayern.
1993 legten Klaus Hoier die Prüfung zum 5. Dan, und Tilo Ederer zum 2. Dan mit Erfolg ab.

Der Festtag

Diese Beiden sind es auch, die die Judoabteilung des TSV 1865 Dachau heute führen. Es ist der Abteilungsvorstand Tilo Ederer, der jetzt vor dem Mikrofon steht, und sein langjähriger Weggefährte, Cheftrainer und Vize Klaus Hoier. Sie sind ein gutes Team und haben die Abteilung über viele Jahre zielstrebig geleitet.
In seiner kurzen Eröffnungsrede, in denen er auch die Gastvereine aus Karlsfeld, Altomünster und Röhrmoos begrüßt, zeigt Tilo den Festgästen auch, wie sich die Abteilung für diesen Tag gerüstet hat.: 300m2 neue Matten hat sich die Abteilung zu diesem Jubiläum geleistet. Es folgen dann noch Grußworte der Vizepräsidentin des TSV 1865 Dachau, Gabi Siegl und des Dachauer Oberbürgermeisters Peter Bürgel. Auch der Vizepräsident des BJV Johannes Schabel kommt noch ans Mikrofon und würdigt die Judoabteilung noch einmal mit einer Ehrenurkunde des BJV zum 50. Geburtstag, und den Abteilungsleiter mit der Ehrennadel des BJV in Silber .

Nun folgt das eigentliche Programm. Es führen Judoka nach Gürtelgraden gestaffelt auf der großen neuen Matte Judotechniken vor. Danach leitet Gerhard Steidele, im Judo-Outfit der 1920iger Jahre, mit kurzer schwarzer Hose zur Judogijacke bekleidet, ein Aufwärmtraining mit allen Judoka durch. Zum Schluss zeigt Sebastian Trinkl mit seiner Partnerin Melina Hager die Kime no Kata, mit der sie auf der letzten Bayerischen Kata- Meisterschaft den 3.Platz erreicht hatten. Nun kam zur Freude aller Zuschauer die Rock n‘ Roll – Abteilung des TSV 1865 Dachau mit einer Tanzdarbietung zum Zuge, die alle mitriss.

Den Abschluss der offiziellen Veranstaltung bildete ein Mannschaftsturnier aller Vereine. Die Leitung hatten hier die Kampfrichter Pamela und Oliver Bickendorf. Die Siegerehrung nahm der Bezirksvorsitzende von Oberbayern Denis Weisser vor:

1. Platz TSV Karlsfeld
2. Platz TSV Altomünster
3. Platz SpVgg Röhrmoos
3. Platz TSV Dachau

Nach der offiziellen Veranstaltung gab es bei schönstem Wetter ein gemütliches Beisammensein mit reichlichem Essen, Musik der örtlichen Blaskapelle und Zauberkunststücken, vorgeführt von Jens Keidel.


Gerhard Steidele im Judo-Outfit der 1920iger Jahre



Vizepräsident Johannes Schabel überreicht Ehrenurkunde an Tilo Ederer

Bilder: Verein

Lutz Meier-Staude
Referent fr ffentlichkeitsarbeit

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