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BayernJudo.de: Sayonara, Ess-Stäbchen!
Aus den Bezirken / Oberbayern
Donnerstag, 6.10.2005 - 01:06 Uhr

Deutsch-japanischer Jugendaustausch

Sayonara, Ess-Stäbchen!

Mit strahlenden Gesichtern erwarteten Eltern und Geschwister die zehn Japanheimkehrer am Münchner Flughafen. 26 Tage lang haben die Sportler des Judoclubs Fürstenfeldbruck die Region rund um Tokio erkundet und sind so manchem Geheimnis auf die Spur gekommen.


Die Teilnehmer des deutsch-japanischen Jugend-Austauschs.

„Besonderheiten einer Kultur und eines Landes entdeckt man am Besten, wenn man das Leben richtig miterlebt.“ meint Hanna Schmid. Durch die Integration in japanische Gastfamilien und durch gemeinsame Ausflüge mit den japanischen Jugendlichen wurde den deutschen Jugendlichen die japanische Lebensart und Kultur nahe gebracht. Naturwunder, Tempelanlangen und das Weltkulturerbe Nikko und vieles mehr wurde gemeinsam besichtigt. Japaner und Deutsche gingen gemeinsam campen, machten gemeinsam Sport, töpferten und nahmen an traditionellen Sitz- und Teezeremonien teil. Höhepunkt des Aufenthalts waren die Besteigung des 3776 Meter hohen Fuji-San und der Besuch der EXPO in der Präfektur Aichi.

Ermöglicht wurde der Austausch von der Deutschen Sport Jugend (DSJ) und ihrem japanischen Partner, der Japan Junior Sports Club Association (JJSA). Gemeinsam mit 120 weiteren aktiven Sportlern und Sportlerinnen aus ganz Deutschland durften die Fürstenfeldbrucker am 32. deutsch-japanischen Sportjugend-Simultanaustausch mitwirken.

Dabei ging immer die Botschaft mit: „Ihr seid keine Touristen, ihr seid Vertreter Deutschlands und sollt die traditionelle freundschaftliche Verbindung mit Leben erfüllen.“ „Vertreter Deutschlands zu sein, war manchmal gar nicht einfach“, findet Elisabeth Kohl. „Viele Höflichkeitsbesuche, Delegationskleidung und immer schön lächeln! Trotzdem: Leben in die freundschaftliche Verbindung zu bringen, indem wir neue Freundschaften geknüpft haben, hat uns allen großen Spaß gemacht.“

„Es war fantastisch und wahnsinnig beeindruckend.“, ist die einstimmige Meinung. „Die Familien waren sehr nett und haben uns wie ihre eigenen Kinder aufgenommen.“, berichtet Michael Walter mit leuchtenden Augen. Heimweh konnte dabei nicht aufkommen, höchstens ein wenig Sehnsucht nach den eigenen Gewohnheiten. „Das japanische Essen hat die ersten zwei Wochen ganz gut geschmeckt, aber irgendwann hab ich mich dann doch wieder nach unserem europäischen Essen gesehnt.“, meint Birgit Kohl.

Auch Gruppenleiter Korbinian Christner äußert sich zufrieden: „Die Gruppe war super. Wir freuen uns auch schon auf nächstes Jahr, wenn wir wieder einer Gruppe japanischer Jugendlicher München und Umgebung zeigen können.“
Deshalb: Sayonara Stäbchen und willkommen daheim bei Messer und Gabel.

Nick Cariss

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