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BayernJudo.de: Das Highlight für Judoka mit Behinderung
Sportgeschehen / Verschiedene
Donnerstag, 6.10.2005 - 03:02 Uhr

2. Bavarian Open in Harteck

Das Highlight für Judoka mit Behinderung

Zum zweiten Mal veranstalteten die SF Harteck München in enger Zusammenarbeit mit dem Heilpädagogischen Centrum Augustinum (HPCA) am Wochenende des 24. September 2005 die internationalen Bavarian Open mit 170 Teilnehmern aus ganz Deutschland und sogar aus Belgien. Die Anwesenheit von Judo-Weltmeister Florian Wanner, BJV-Präsident Gerhard Fleißner und Münchens Bürgermeisterin Gertraud Burkert unterstrichen den Stellenwert dieses Turniers.

Es versprach wieder eine hochkarätige Veranstaltung für Judoka mit Behinderung zu werden. Während die Judoabteilung der SF Harteck sich verantwortlich für die sportliche Durchführung zeigte, waren das Rahmenprogramm wie der bunte Abend sowie das Organisatorische drumherum (Verpflegung, Übernachtung) in den besten Händen der Mitarbeiter des HPCA.

Nach den bisher sehr guten Erfahrungen bei den bisherigen Großturniere in Organisation und Durchführung (1997, 2003) zeigten sich dieses Mal die Gäste und Sportler, aber auch die vielen Helfer mit dem Verlauf hoch zufrieden. Es gab keine Pannen, der zeitliche Rahmen wurde auf die Minute genau eingehalten aber auch das schöne Wetter trug dazu bei, dass stets eine gute Stimmung herrschte.

Der Präsident des Bayerischen Judoverbandes Gerhard Fleißner sowie sein Vizepräsident Robert Keil besuchten die Veranstaltung den ganzen Tag und werteten mit ihrem Interesse damit auch den Stellenwert dieser internationalen Begegnung auf. Auch die Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München Gertraud Burkert und der Weltmeister Florian Wanner waren als Ehrengäste an diesem Tag mit dabei.

Ein Höhepunkt war gleich bei der Begrüßung Florian Wanner. Organisator Alwin Brenner interviewte den Weltmeister, was bei den teilnehmenden Judoka, den Betreuern und Zuschauern auf breites Interesse stieß. So konnten die Anwesenden erfahren, dass zu den schönsten Judo-Erlebnissen für Florian natürlich der WM-Titel, die Teilnahmen an Olympischen Spielen sowie eine Reise nach Israel gehörten. Sein erstes Judoturnier gewann er 1983 beim Dachauer Kinderturnier und in Bezug auf „Aufgeregt sein“ gestand er ein, dass er heute noch Aufregung verspürt, dadurch aber umso besser kämpft.

Aus Bayern waren insgesamt 42 Teilnehmer dabei, 36 davon starteten für das Harteck-HPCA-Team, vier Ingolstädter Judoka und jeweils ein Judoka vom FC Hohenthann und dem BC Ismaning sorgten für das größte Aufgebot eines Landesverbandes. Mit insgesamt 7 Titeln (die Bavarian Open waren zugleich eine offene Bayerische Landesmeisterschaft) waren die HPCA-Hartecker die erfolgreichste Mannschaft. Aufs höchste Treppchen durften dann bei der Siegerehrung von Bürgermeisterin Frau Dr. Burkert und dem BJV-Vizepräsidenten Robert Keil folgende Judoka einen Pokal für den 1. Platz entgegennehmen:

Robert Glück, Tobias Reineck, Martina Riedl, Dilon Sabah-Yalda, Leander Schmid, Evangelos Tsapournis sowie Emrah Yildirim. Für Ingolstadt war zudem als 8. Titelgewinnerin Sabrina Klinger erfolgreich.

Von den drei Deutschen Meister war nur Vangelis Tsapournis (-60 kg) auch diesmal wieder souverän erfolgreich. Er gewann alle seine Kämpfe wieder vorzeitig und ließ auch erfahrenen Judoka mit Braungurt nicht die Spur einer Chance. Roman Peter kämpfte zum ersten Mal eine Gewichtsklasse höher (-73 kg) und musste gegen mehrere Gegner aus der Kadermannschaft von Nordrhein-Westfalen antreten. Obwohl er sehr gut kämpfte blieb ihm letztendlich nur der der 5. Platz. Ebenso erging es Florian Schnabl (-90 kg) , der sich gegen eine Fußfasstechnik der NRW-Kämpfer nicht erwehren konnte. Seine Enttäuschung über den 3. Platz war ihm zwar anzusehen, doch ein Erfolg war es allemal für ihn. Schließlich war seine Gruppe mit neun Kämpfern bestückt.

Genau um 15:00 war das Turnier zu Ende, vorher konnten sich sogar noch ein paar Kämpfer, die noch Lust und Laune hatten, in Freundschaftskämpfe messen. Bei der über einstündigen Siegerehrung zeigten Frau Bürgermeisterin Frau Dr. Burkert , BJV Vizepräsident Robert Keil sehr viel Kondition und hatten auch sichtliche Freude dabei, den Judoka Pokal, Medaille und Urkunde zu überreichen. Sie zeigte sich positiv beeindruckt von der Herzlichkeit, die ihr von den Athleten entgegengebracht wurde. Frau Dr. Burkert bedankte sich insbesondere an die Organisatoren Alwin Brenner und Florian Sachs für die hervorragende Durchführung. Großes Lob gab es aber auch von den Betreuern und Trainern, denn jedem Teilnehmer wurde bei dieser Siegerehrung der gebührende Raum geschaffen. Alle hielten durch, alle waren mit Beifall und Anteilnahme bis zur letzten Ehrung dabei.

Im HPCA gab es dann ein sportlich-gemütliches Miteinander, nach einem Büffet sorgte eine tolle Disco für gute Stimmung bis Mitternacht.

Weiter Infos gibtÂ’s auch in der Hoempage bavarian-open.de .

Alwin Brenner
Beauftragter Behindertensport

Bavarian Open 2005
DATEI NICHT GEFUNDENDATEI NICHT GEFUNDENDATEI NICHT GEFUNDEN
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