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BayernJudo.de: Aufstieg in die 2. Bundesliga
Sportgeschehen / Liga
Montag, 14.11.2005 - 13:25 Uhr

40 Jahre Judo bei den Sportfreunden Harteck

Aufstieg in die 2. Bundesliga

Was lässt sich besser und schöner verbinden als eine 40- Jahres-Jubliäumsfeier und der ersehnte Aufstieg in die 2. Bundesliga?
Die Sportfreunde Harteck dürfen nun über eine mehr als 40-jährige Judotradition zurückblicken. Zum Anlass dieses Jubiläums feierte die Hartecker Judoabteilung am 5. November, dem Tag ihrer Aufstiegskämpfe zur 2. Bundesliga, mit befreundeten Vereinen ein gemeinsames Fest, verbunden mit einem Turnier der „Reserven“.

Mit dem TuS Bad Aibling, dem SC Gröbenzell, dem Post SV München folgten drei Teams der Hartecker Einladung, um sich im freundschaftlichen Wettstreit mit gemischten Teams im Vorfeld der Aufstiegsbegegnung gegen den JC Samurai Offenbach zu messen. Die Teams setzten sich jeweils aus insgesamt 14 Kämpfern zusammen: Damen Herren, MU 17, FU 17, FU 13, MU13. Klein und Groß, Damen und Herren gemeinsam in einer Mannschaft – das sollte den Gemeinschaftssinn noch stärker betonen.
Obwohl nur vier Mannschaften antraten, zog sich aufgrund der Größe der Teams das Turnier doch über den frühen Nachmittag, – wurde aber rechtzeitig vor dem Aufstiegskampf inklusive einer Siegerehrung abgeschlossen. Turniersieger wurde unangefochten der 1. SC Gröbenzell, TuS Bad Aibling belegte den zweiten Platz vor dem Post SV München. Schlusslicht war das Reserveteam der SF Harteck München.
Es zeigte sich, dass es nicht nur ein schönes, wirklich gemütliches Turnier war, wo der Spaß und die Freude am Judo völlig im Vordergrund standen. Das Turnier sorgte auch für eine große Zuschauerkulisse für den darauf folgenden Höhepunkt: Der Aufstiegskampf zur 2. Bundesliga. Und die Hartecker durften sich zu ihrer Geburtstagsfeier auch ein besonderes Geschenk der besonderen Art machen:

Judo - Zweite Bundesliga: " Der Aufstieg"

Vor lautstarker heimischer Kulisse in der Sporthalle der Willy-Brandt-Gesamtschule traten die Recken um Teamchef Yusuf Güngörmüs in ihrem gelbschwarzen Kampfdress, den Vereinsfarben, vergangenen Samstag gegen die aus Hessen angereisten Judokas des JC Samurai Offenbach an.
Sieben Kämpfe galt es zu bestreiten in den Gewichtsklassen bis 60 Kg, bis 66 Kg, bis 73 Kg, bis 81 Kg, bis 90 Kg, bis 100 kg und dem Superschwergewicht über 100 Kg.
Als erster startete Konrad Baur im Schwergewicht bis 100 Kg. Nach knapp 2 Minuten von beiden Kämpfern ebenbürtig geführten Ringens um den Sieg, geriet Baur in einen Haltegriff am Boden. Den Hartecker Fans stockte der Atem. Aber nach ein paar Sekunden konnte sich der Hartecker unter dem Offenbacher herauswinden, zwang diesen nun seinerseits im Handumdrehen in einen Haltegriff. Er "klebte" den Hessen bis zum Schlussgong nach 25 Sekunden auf die Matte und brachte die Hartecker mit 1:0 in Führung. Bis 73 Kg mühte sich darauf Dennis Weisser gegen einen Gegner, den er nicht in den Griff bekam. Der Offenbacher Samurai konnte immer wieder punkten und nach 5 Minuten regulärer Kampfzeit stand es 1:1 Unentschieden. Der Österreicher Gastkämpfer für die Sportfreunde Harteck, Clemens Thurner, führte seinen Kampf wie gewohnt offensiv. In einer etwas umstrittenen Situation wollten die Hartecker Fans und ein Seitenkampfrichter ein Ippon gesehen haben. Die Kampfrichter zogen sich zur Beratung zurück und es wurde für "keine" Wertung entschieden. Thurner musste also durch die ganze Kampfzeit powern, lag mit einer Yuko-Wertung vorne und fischte den Punkt zum 2:1 ins Netz der Hartecker.
Teamchef Yusuf Güngörmüs betrat nun das Kampfareal in der Gewichtsklasse bis
100 Kg. Der angestammte Mittelgewichtler hatte es mit einem mehr als 20 Kg schwereren Gegner zu tun. Aber von diesem Handikap war fast nichts zu spüren. Nach knapp zweieinhalb Minuten baute er mit einem seiner typischen Konter und einem Ipponsieg die Führung der Sportfreunde Harteck aus. Noch ein Punkt wäre nötig gewesen, um den Aufstieg in die zweite Bundesliga zu besiegeln. Wolfgang Brandt, der Starter in der Gewichtsklasse bis 81 Kg, griff von Anfang an vehement und risikofreudig an. Nach etwa einer Minute landeten beide Gegner in einer blitzschnellen Aktion auf dem Rücken. Brandt hatte die Arme schon zum Sieg erhoben und das Hartecker Publikum tobte. Doch die Kampfrichter werteten das Ippon für den Offenbacher. Die Kampfrichter zogen sich zur Beratung zurück. Es blieb dabei, der Sieg wurde dem Offenbacher zugesprochen, und die Mannschaft aus Hessen rückte zum 3:2 auf.
Der Neueinsteiger beim Hartecker Team, Jürgen Götz, sorgte mit seinem Kampf bis 66 Kg für Hochspannung und Nervenflattern bei den zahlreichen Zuschauern. Über die volle Distanz von fünf Minuten trotzte er dem Gegner mit knapper Führung einen Sieg ab. Die Spannung löste sich schlagartig beim Erklingen des Schlussgongs, Jubel erscholl und wuchs an zu ohrenbetäubendem Lärm, denn den meisten wurde erst nach einigen Sekunden bewusst, dass dies den Gesamtsieg und somit die Fahrkarte in die zweite Bundesliga bedeutete. Unter tosendem Beifall setzte Tobias Maier ( bis 90 Kg) nach nur 32 Sekunden mit einem sauberen Ippon das Glanzlicht. Der Schlussstand mit 5:2 Punkten für den SF Harteck sorgte für eine eindeutige Gewichtung des Sieges.

Als zweite Münchner Mannschaft in der Bundesliga gab es nun zusätzlich viel zu feiern. Im Vereinsheim trafen sich alle Teams zu einer fröhlichen Feier – auch die Gäste aus Offenbach ließen sich es nicht nehmen, am feucht-fröhlichen Geschehen zu beteiligen. Ihr Schmerz war wohl schnell verschwunden und sie zeigten sich als ehrenhafte Verlierer – begleitet mit den besten Wünschen der Hartecker für die nächstjährigen Aufstiegskämpfe.

Weitere Infos und Bilder der gesamten Veranstaltung können auch unter sfhjudo.de betrachtet werden.

Alwin Brenner
SF Harteck

Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga
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