Banner
BayernJudo.de: Jugend-Katalehrgang und Methodiklehrgang in Eltmann
Aus- und Fortbildung
Freitag, 9.12.2005 - 09:52 Uhr

Judoka zeigten sich wissbegierig

Jugend-Katalehrgang und Methodiklehrgang in Eltmann

Am vergangenen Wochenende trafen sich 60 Jugendliche, Trainerassistenten, Übungsleiter und Trainer in der Georg Schäfer Halle in Eltmann, um sich unter fachkundiger Anleitung des Prüfungsreferenten im Bayerischen Judo Verband, Sven Keidel aus Ingolstadt, weiterzubilden. Anwesend war auch der Bezirksvorsitzende und Prüfungsreferent im Bezirk Unterfranken, Roland Färber aus Lengfeld, der sogar die Teilnehmergebühr für jeden Judoka aus der Bezirkskasse bezahlte.


Den Beginn machte eine spielerische Einführung in den Bereich der Jugend Kata. Der Begriff Kata aus dem Japanischen steht dabei für „Form“. Dabei werden Judotechniken in stetig gleichbleibender Form trainiert. Aus der Geschichte des Judo heraus waren solche Trainingsformen sinnvoll und notwendig, um gezielt Selbstverteidigungstechniken gefahrlos trainieren zu können.
Aktuell gibt es im Bayerischen Judo Verband Bestrebungen, diese traditionellen Trainingsformen speziell für Jugendliche wieder aufleben zu lassen. Schon im neuen Jahr 2006 werden in allen bayerischen Bezirken Jugend Kata Meisterschaften durchgeführt. Sven Keidel wusste seine meist jugendlichen Zuhörer ein ums andere Mal in seinen Bann zu ziehen und sorgte dafür, dass in den zwei Trainingsstunden keine Langeweile aufkam. Gleichzeitig gelang es ihm bei den Teilnehmern Begeisterung für diese oft als etwas trocken verschrieene Trainingsform zu wecken. Am Ende der ersten Einheit wies Keidel noch einmal auf den Nutzen und die Möglichkeiten des Kata Trainings hin und spontan äußerten manche Jugendlich neben ihren Turnier – und Meisterschaftsteilnahmen im Bereich des Judo Wettkampfes im kommenden Jahr auch erste Erfahrungen bei den Jugend Kata Meisterschaften sammeln zu wollen.

Der zweite Teil des Abends war der Methodik in Zusammenhang mit der seit August 2005 neu eingeführten Prüfungsordnung im Bayerischen Judo Verband vorbehalten. Diese Trainingseinheit richtete sich in erster Linie an die teilnehmenden Übungsleiter und Trainer. Offen für alle Nachfragen und Interessen der Teilnehmer ging Keidel diesmal vor allem auf Basisbewegungen im Anfängertraining ein. Dabei versuchte er seine Zuhörer dafür zu sensibilisieren, dass es gar nicht so sehr um einzelne Judotechniken geht, sondern vielmehr um reichhaltige Bewegungserfahrungen in den unterschiedlichen Bereichen der Stand – und Bodentechniken. Ein Großteil der zur Verfügung stehenden Zeit war zunächst den Bodentechniken für die unteren Gürtelstufen gewidmet. Zum Ende der knapp bemessenen Zeit durften die Teilnehmer aber auch noch einmal bei den Standtechniken ihr Repertoire erweitern. Nach vier Stunden intensiven Übens waren sich die Teilnehmer dann einig, dass Eltmann an diesem Abend für alle eine Reise wert war und Sven Keidel für jeden methodisch interessante Tipps und Tricks auf Lager hatte .

Rita Riedl

[Druckansicht]

SUCHE: