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BayernJudo.de: Erste Erfahrungen mit dem neuen Konzept
Sportgeschehen
Sonntag, 5.3.2006 - 23:03 Uhr

U11-Turnier beim 10. MTV-Bavaria-Cup

Erste Erfahrungen mit dem neuen Konzept

Am 1.1.2006 ist mit dem Jugendkonzept des BJV auch eine neue Jugendsportordnung in Kraft getreten. In München fand nun erstmals ein Turnier nach dem angepassten Wettkampfsystem der U11 statt. Organisatorin Hanne Haucke berichtet von ihren Erfahrungen.

"Mit großen Bedenken habe ich dem U11- Turnier entgegen gesehen, da ich der Überzeugung war, dass das neue Wettkampfsystem noch nicht bis zu allen Trainern und Athleten vorgedrungen ist. Um möglichst vielen Erklärungen und Diskussionen aus dem Weg zu gehen, habe ich die neuen Regeln erst mal kopiert und beim Startkartenverkauf an alle Teilnehmer ausgeben lassen, mit dem Hinweis, dass Fragen hierzu bitte an mich zu richten sind. Vergebens wartete ich auf Fragen und Beschwerden.
Mit dem Hauptkampfrichter habe ich mich darauf geeinigt, die Kinder bei jeder strafbaren Handlung erst zu Verwarnen und sie erst im Wiederholungsfall zu bestrafen. Als „Strafhaltegriff“ haben wir uns auf Kami-shiho-gatame geeinigt, den wir den Kindern bei der Begrüßung noch mal demonstriert haben.
Das neue Wertungssystem wurde von den Kindern sehr gut angenommen. Erstaunlich oft konnte sich eine mit Ippon zurückliegende Kämpferin noch über die Kampfzeit retten und war hinterher stolz, nicht noch ein zweites Mal Ippon geworfen zu werden. Hin und wieder musste eine Kämpferin wegen Passivität oder Sperren in die hohe Bankposition. Die Strafen Beinklammer und Haltegriff kamen gar nicht vor.
Bei der Siegerehrung gab es dann keine Medaillen mehr, sondern Geschenke. Ich hatte unseren U11-Kindern schon erklärt, dass es statt Medaillen für die ersten drei, Geschenke für alle gibt. Das fanden die richtig gut, dass sie auf alle Fälle ein Geschenk bekommen, egal wie sie abschneiden. Wir hatten uns mit unseren vereinsinternen U11-Mädchen auf Glaskugeln mit buntem Springbrunnen (so die Beschreibung der Mädchen) geeinigt. Diese Wahl hat uns Betreuer überrascht, wir hätten uns eher für ein Kuschelschaf o. ä. entschieden. Aber die Glaskugel ist bei den Mädchen gut angekommen, auch wenn viele Erwachsene die Kugel für kaputt hielten, weil kein Schnee drin war.
Nach dem Turnier kamen noch zwei Mütter und ein Betreuer zu mir, um sich für das gelungene Turnier zu bedanken. Und schon wieder wartete ich vergebens auf Beschwerden…"

Hanne Haucke
Bezirksjugendleiterin Mnchen

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