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BayernJudo.de: Foto-Bericht aus Duisburg
Sportgeschehen / Verschiedene
Dienstag, 11.4.2006 - 01:09 Uhr

IT und ITC MU15

Foto-Bericht aus Duisburg

Acht bayerische Judoka und ihre Betreuer verbrachten im Anschluss an das Internationale Turnier der MU15 noch drei weitere Tage in Duisburg, um zusammen mit 80 anderen Judoka zwischen zwei und vier mal täglich zu trainieren. BayernJudo.de war mit der Kamera dabei und zeigt euch, was während dieser Tage so alles passiert ist.

Unterwegs nach Duisburg Sieben Stunden Fahrtweg hatten unsere Judoka aus dem bayerischen Süden bis nach Duisburg zu bewältigen. Damit sich dieser Aufwand auch lohnte, stand dieses Jahr erstmals auch die Teilnahme am internationalen Trainingscamp im Anschluss an das Turnier auf dem Programm.
Nach diversen Staus um Köln herum begann für einige das Bangen: Würde der Bayern-Bus noch rechtzeitig innerhalb der Wiegezeit an der Halle angekommen? Oder sollten einige auf das Abendessen verzichten müssen, um am nächsten Morgen ihr Gewicht noch zu haben? Doch ein paar Telefonate (quer durch Deutschland) später die Erlösung: Wir dürften auf jeden Fall noch heute Abend wiegen... Der erste Kampf der Tages ist bewältigt
Nachtrag zum gestrigen Abend Doch nicht für alle bedeutete dies ein üppiges Abendessen: Die oberen Gewichtsklassen, die erst am Sonntag starten würden, dürften entsprechend erst am Samstag-Abend zum Wiegen - also noch einen Tag länger auf's Gewicht achten. Doch die fürsorglichen Teamkameraden spendeten nicht nur Trost ("Das tät mir jetzt ja stinken..."), sondern auch Teile ihrer Pizza. Und die kleinen Pizzabrot-Kügelchen haben ja sowieso am leckersten von allem geschmeckt ;).
Nach einer mehr oder weniger langen Nacht in der Jugendherberge blieben bis zum Kampfbeginn am Mittag noch ein paar Stunden, die es zu überbrücken galt. In weiser Voraussicht hatte die MediaSaturn-Gruppe am Tag zuvor einen neuen MediaMarkt unweit der Halle eröffnet, der pünktlich um 10 Uhr von neun (kleinen und schon etwas größeren) technik-begeisterten Jungs gestürmt wurde. Beladen mit diversen (dringend benötigten) elektronischen Spielereien setzte sich der Bayernbus eine Stunde später wieder in Richtung Halle in Bewegung... Zeitvertreib vor dem Wiegen
Neue Wettkampfkleidung? ...wo gerade der 20-fache Weltmeister einer Kung-Fu-Stilrichtung eben diese (selbstkreierte) zum Besten gab. Während der Vorführung der Tai-Chi-Seniorengruppe hielt es unser Team dann vor lauter Spannung nicht mehr in der Halle aus und wanderte in die Aufwärmhalle ab, um den Kreislauf noch mal in Schwung zu bringen.
Beeindruckende Glaspokale gibt es für die ersten Drei zu gewinnen.Obwohl sehr dekorativ schienen diese jedoch von minderwertiger Qualität zu sein und hielten nicht einmal den Sturz von der 50cm hohen Langbank unbeschadet aus (Unser Dank gilt Roberto für die empirische Überprüfung dieser Hypothese). Am Ende von Tag eins durften sich zwei bayerische Judoka über den Gewinn eines Pokals freuen: Arthur Solujanow (-40kg) und Robin Sroka (-43kg) Pokale
Sportschule Wedau Während die meisten Bayern schon wieder den Weg nach Hause antraten, begab sich unsere handverlesene Gruppe in ihre neue Unterkunft für die folgenden drei Tage: Die Sportschule Duisburg-Wedau. Um Platz zu sparen haben die Erbauer die Zimmer in Scheiben zu je 10 Stück bis zum 15. Stock übereinander gestapelt. Eine praktische Sache, wenn nicht gerade irgendwelche Spaßvögel meinen, ihren Spieltrieb an der Aufzugsknöpfen ausleben zu müssen... Anonsten gab es aber an unserer Unterbringung nichts auszusetzen. Lob auch an die Küche (außer für den Chemie-Pudding ;)).
Am Sonntag standen dann für die "Großen" die Wettkämpfe auf dem Programm, während der Rest schon die ersten Trainingseinheiten zu absolvieren hatte. Über 80 Judoka aus NRW, Hamburg, der Pfalz und aus Polen nahmen am Internationalen Trainingscamp teil. Am Abend stießen auch die restlichen bayerischen Judoka dazu, die am zweiten Wettkampftag noch ein mal Silber duch Anton Seidl (-60kg) verbuchen konnten. Verstärkt wurden sie von Sandro und Eric sowie von Roberto, der noch in der Halle kurzfristig acquiriert (kein Rechtschreibfehler!) wurde ;). Randori
Modetrends aus dem Judo-Sport Doch nicht nur das Training war in diesen vier Tagen von Bedeutung: Auch die Völkerverständigung lag unserem Bayernteam sehr am Herzen... So wurden nicht nur allerlei Bekannschaften mit NRW-Mädels gemacht, sondern auch Freundschaften mit der Pfalz geschlossen (hier Tobi beim Vorführen der typischen Pfälzer Landestracht ;)).
Beim Randori wurde dann in den folgenden Trainingseinheiten so manche Wettkampfniederlage ausgebügelt und alle zeigten deutliche Fortschritte im Umgang mit unangenehmen Kampfstilen. An Fleiß und Einsatz im Randori waren unsere Bayern ohnehin kaum zu übertreffen. IMG_5837
Rückkehr aus Duisburg Auf der Rückfahrt waren sich dann alle einig: Das Trainingscamp war eine tolle (und sinnvolle) Sache. Eine Vielzahl starker Randoripartner ist im Judo einfach durch nichts zu ersetzen. Aber neben aller Quälerei kam auch der Spaß nicht zu kurz. Bleibt zu hoffen, dass nächstes Jahr noch mehr Vereine diese Chance nutzen und unser Bayernteam noch ein wenig größer wird...
Wir haben fertig... Randori-Pause

Nick Cariss

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