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BayernJudo.de: Stellungnahme von Stephan Bode
Kampfrichter
Dienstag, 8.8.2006 - 22:29 Uhr

Beinfasstechniken

Stellungnahme von Stephan Bode

Da es immer noch einige Missverständnisse gibt was die Beinfasstechniken in der U 11 und U 14 angeht, hat Bundes-KR-Referent Stephan Bode nochmals eine Erklärung dazu abgegeben:



Liebe Sportkolleginnen und Kollegen,

aus gegebenem Anlass möchte ich nochmals zum Punkt 3.12.5.2 der WKO (Verbot von Beinfasstechniken als Angriffstechniken) Stellung nehmen.
Alle Techniken wie Ryo-ashi-dori, Koshiki-daoshi, Te-gurumu und ähnliche sind verboten, wenn dabei zuerst ans Bein gefasst wird.
Als Konterung eines Angriffs von Uke sind sie hingegen erlaubt.

Im Fall von Te-guruma z.B. bedeutet dies:
a) wenn Tori zum Bein greift um direkt Te-guruma zu werfen, so ist dies verboten.
b) wird Tori mit einer großen Technik (Seoi-nage, O-goshi) angegriffen und kontert mit Te-guruma, so ist dies erlaubt.

Im Fall von Ko-uchi-makikomi:
a) greift Tori ein Bein mit der Hand und setzt dann Ko-uchi-makikomi an, ist dies verboten.
b) ist Ukes Bein schon von Toris Bein eingehakt und Tori greift dann zur Kontrolle zum Bein, so ist dies erlaubt.

Im Fall von Kata-guruma:
a) greift Tori direkt das Bein um Kata-guruma zu werfen, so ist dies verboten.
b) greift Tori zunächst mit einer anderen Technik an, holt sich damit das Bein, so ist der anschließende Kata-guruma erlaubt.

Zusammenfassung: Immer wenn zuerst das Bein gefasst wird und dann eine Technik erfolgt, so ist dies verboten.
Ich hoffe hiermit einige Unsicherheiten geklärt zu haben. Ihr könnt dieses Schreiben in Eurem Landesverband weiterreichen.


Stephan Bode
Bundeskampfrichterreferent

Herbert Eberlein
Kampfrichterreferent

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