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BayernJudo.de: Tag 3, Montag 2.April
Aus- und Fortbildung
Mittwoch, 4.4.2007 - 08:14 Uhr

Grundstufenlehrgang 2 zur Trainerausbildung

Tag 3, Montag 2.April

Gleich nach dem Frühstück waren über 2 Std. Praxis auf der Matte angesagt. Thema: Methodik Sutemi-waza (Opferwürfe).
Jens Keidel zeigte für Tomoe-nage, Yoko-tomoe-nage und Tani-otoshi Methodikreihen auf, wie man jungen und älteren Judoka diese Würfe beibringen kann. Und vor allem wie man die Angst davor verliert. Zuvor waren lockere Aufwärmübungen und -spiele dran die uns den Schweiß auf die Stirn trieben.
Für junge Top-Athlethen aus den Judozentren mag das nichts Neues gewesen sein, aber für alle anderen Teilnehmer waren das ganz tolle Judovorführungen, die man mit nach Hause nehmen kann. Jens Keidel verstand es mit seiner lebendigen Art, die Übungsstunden kurzweilig rüber zu bringen.


Von 11:00 - 12:00 Uhr gab es mit Jens Theorie über Schulsport und Verein. Hier wurden die Möglichkeiten aufgezeigt, wie man zu Sportarbeitsgemeinschaften mit Schulen kommt. Eine wichtige Sache zur Mitgliedermehrung im Verein. Allerdings bedarf es hierzu Übungsleiter, die nach 13:00 Uhr Zeit haben, z.B. Hausfrauen, Studenten usw. Fach-ÜL-Lizenz ist allerdings Voraussetzung.
Nach dem Mittagessen ging es um 14:00 Uhr auf der Matte weiter. Referent war nun Sven Keidel, der Prüfungsreferent des BJV, und Jens` Bruder.
Thema: Anfängertraining
2 1/2 Stunden wurden wichtige Tips gegeben, wie man bis Gelbgurt die Grundtechniken im Stand und Boden ideal und einfach beibringen kann. Wichtiger Hinweis: Es geht auch ohne die klassische "Fallschule", die schon manchem Neuling die Lust am Judo schmälerte.Dazu kamen im Vorfeld bzw. zu Beginn des Unterrichts lockere, aber doch schweißtreibende Spielformen, die zum Thema hinführten.
Zum Schluß ab 16:30 - 18:00 Uhr stellte Sven Judo-Literatur vor. Hat er es sich doch zum Hobby gemacht, Judobücher (u. DVD/Videos) zu sammeln. Er hatte nur einen Teil siener Sammlung mitgebracht, was halt in eine Kiste gepaßt hat. Die Vorstellung dieser Bücher und DVDs war sehr informativ und anregend. Der eine oder andere hat sich bestimmt von dieser Sammelleidenschaft etwas anstecken lassen.
Zum Schluß noch ein paar ganz persönliche Eindrücke des Berichterstatters. Mit 37 Jahren Abstand zum jüngsten Teilnehmer ist es ihm gegönnt, nach drei Tagen Judo jeden Körperteil -intensivst- zu spüren. Was für die jüngeren Judoka, zum Teil Spitzenathleten, eine lockere Judowoche ist, stellt sich für einen bequemen und in die Jahre gekommenen Kampfrichter als "Überlebenstraining" dar. Jeder durchgehaltene Tag ist ein Erfolg! Das hat man von seinem 2.Judo-Frühling. Mein Tip an alle Judoka:
Jung anfangen und NIE aufhören!
Trotz aller Mühe macht der Lehrgang viel Spaß!
Und jetzt: noch 5 Tage!

Peter Willibald Leirich
Teilnehmer der F-ÜL-Ausbildung

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