Banner
BayernJudo.de: Rekordbeteiligung beim Gummibärenrandori
Aus den Bezirken / Unterfranken
Montag, 16.4.2007 - 23:26 Uhr

Alternative Wettkampfform bei der SG Eltmann

Rekordbeteiligung beim Gummibärenrandori

Dauer 2 Stunden, 200m² Judomatten, 60 Jungen und Mädchen, im Durchschnitt 8 Randori für jeden Teilnehmer – so lesen sich die nüchternen Zahlen des 4.Gummibärerandoris bei der SG Eltmann. Eine, vorallem mit herkömmlichen Turnieren verglichene, gut überschaubare Wettkampfdauer, ein vergleichsweise geringer organisatorischer Aufwand für den Ausrichter, motivierte, jugendliche Teilnehmer, die verhältnismäßig wenig Motivation für das Wettkampfjudo aufbringen und eine beinahe Vollbeschäftigung für die Teilnehmer – so lauten die eindeutigen Vorteile dieser Turnierform, die bei der Judoabteilung in Eltmann inzwischen zum vierten Mal in Form eines Einladungsturniers für geladene Gastvereine durchgeführt wurde.

Nicht das Gewinnen und Verlieren stehen im Vordergrund, sondern die Freude und der Spaß an der Bewegung. Randori, sogenannte Übungskämpfe im Judo, gehören mit zu den wichtigsten Trainingsformen und führen zum Wettkampf hin. Randori können von den Teilnehmern weder gewonnen noch verloren werden – im Randori kann man nur lernen – oder eben nichts lernen. Aktives Angriffsjudo wird nicht mit Kontertechniken und dem damit verbundenen Verlieren des Kampfes „bestraft“. Die Teilnehmer können gefahrlos angreifen und offensives Wettkampfverhalten schulen. Diese Idee wird von den teilnehmenden Kindern scheinbar gut angenommen! Neben den 18 Randorifeldern standen am Mattenrand noch zwei Shobuflächen zur Verfügung. Shobu sind Übungskämpfe, die von Mattenrichtern geleitet werden und dem Wettkampfjudo noch etwas näher stehen als die Randori. Aber auch hier gab es am Ende nach jedem Shobu nur einen Stempel für die aktive Teilnahme. Die ausrichtende Sportgemeinschaft musste sich keine Sorgen über mangelnde Teilnehmerzahln machen, vielmehr stellten sich die Organisatoren die Frage, ob die ausgelegten 200 m² Tatami ausreichen würden. Mit 18 Randoripaaren konnten aber zeitgleich 36 Kinder in einer Randorirunde beschäftigt werden und spätestens nach den ersten 3 – 4 Runden genoss der Rest der Teilnehmer die Pause zwischen den Randoris und nutzte sie aktiv, um sich zu erholen und sich nach neuen Partnern umzuschauen. Nach einer gemeinsamen Aufwärmphase, bei der die Kinder mit roten und weißen Luftballons viel Spaß in der Halle hatten, begannen sofort die Randorirunden. Jeder Teilnehmer hatte absolut freie Partnerwahl, im Randori, wie im Shobu, allerdings mit der Einschränkung, dass ab der vierten Runde Teilnehmerstempel nur noch für Randori mit fremden Partnern aus anderen Vereinen vergeben wurden. Nach knapp zwei Stunden und einer abschließenden Cooldown Spielerunde trafen sich alle Teilnehmer nochmals auf der Matte, zur abschließenden Urkundenverleihung. Alle Teilnehmer erhielten für ihr aktives Dabeisein eine Urkunde, auf der die Anzahl ihrer Randori und Shobu vermerkt war. Außerdem bekam jeder Teilnehmer eine Tüte Gummibären, die ja der Veranstaltung als Namenspate dient. Besonders aktiv war Maximilian Weinfurtner aus Iphofen mit 11 Randori. Auf 10 Randori kamen Colin Ransch und Moritz Götz, beide aus Bamberg, Christina Müller und Eva Borchart, beide aus Kitzingen, Joshua und Miriam Zettelmeier, vom Ausrichter aus Eltmann und Kilian Schumm aus Naisa. Auf die unerreichte Zahl von 9 Shobu kam Florian Hübner aus Bamberg. Nach gut zwei Stunden inklusive Siegerehrung waren alle wieder zufriedn auf dem Nachhauseweg und die allermeisten Teilnehmer haben bereits jetzt schon wieder ihr Kommen für das 5.Gummibärnrandori in den Pfingstferien in Eltmann angekündigt.
Bild: Alle warten gespannt auf ihre Urkunde und ihre Gummibärchen. Beim 4. Gummibären Randori in Eltmann gab es nur Sieger – Eltern, Betreuer und Kämpfer waren rundherum zufrieden und zogen nach Veranstaltungsende eine positive Bilanz.

Edgar Riedl
SG Eltmann

[Druckansicht]

SUCHE: