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BayernJudo.de: SOS-Kinderdörfer profitieren von bayerischen Judokas
Kampfrichter
Samstag, 26.5.2007 - 23:41 Uhr

Kampfrichter-Anmeldesystem KRAS

SOS-Kinderdörfer profitieren von bayerischen Judokas

Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten schafft der Bayerische Judo-Verband (BJV) mit seinem Kampfrichter-Anmeldesystem KRAS: Er stellt gegen Zahlung einer Spende von 200 EUR an die SOS-Kinderdörfer jedem interessierten Sportverband sein innovatives Kampfrichter-Anmeldesystem zur Verfügung. Die ersten 400 EUR sind bereits bei den SOS-Kinderdörfern eingegangen.

Das Problem ist in vielen Sportarten bekannt: Viele Sportwettkämpfe können ohne Unparteiische nicht stattfinden. Ihr Einsatz gestaltet sich aber schwierig, da die Schiedsrichter-Obleute Briefe mit den Einteilungen für einen Wettkampf verschicken müssen, oft auch noch kurzfristig Absagen erhalten und dann mit hektischen Telefonaten Ersatz besorgen müssen.

Ausweg aus Terminchaos bei Unparteiischen

Den Verantwortlichen des Bayerischen Judo-Verbandes (BJV) gelang es, einen Ausweg zu finden. Mit Hilfe von KRAS (Kampfrichter-Anmeldesystem) kann nun jeder Kampfrichter des BJV mit Internetanschluss jederzeit seinen Terminplan mit dem Veranstaltungskalender abgleichen und sich für Veranstaltungen einfach per Mausklick anmelden. Die Kampfrichter-Obleute von Land, Gebiet oder Bezirk können dann aus allen Angeboten die Teams für die einzelnen Veranstaltungen zusammenstellen und automatische Einteilungen per E-Mail versenden. KRAS geht jedoch noch weit über herkömmliche Einteilungen hinaus.



Differenzierte Auswertungen für Kampfrichter

Da es im Judo verschiedene Lizenzstufen für Kampfrichter gibt und Kampfrichter auch mit Noten beurteilt werden können, ermöglicht KRAS auch sehr differenzierte Auswertungen. So können für einzelne Kampfrichter Statistiken ausgewertet werden, zum Beispiel über die Noten, die Zahl der Einsätze oder die Zahl der Absagen. Das ermöglicht der Kampfrichter-Kommission die Beurteilung, wie sich einzelne Kampfrichter entwickeln.

Die Idee eines WWW-basierten Anmeldesystems konnte dank einer Projektarbeit an der FH Augsburg umgesetzt werden. Initiator war Matthias Kolonko, Wirtschaftsinformatik-Student und selbst Judo-Kampfrichter. Mit einem Arbeitsaufwand von mehr als 200 Manntagen entstand KRAS in seiner jetzigen Form. Eine Entlohnung wollten die beteiligten Studenten nicht bekommen, aber sie knüpften uneigennützig die Weitergabe von KRAS an die Bedingung einer Spende an die SOS-Kinderdörfer. KRAS wird mittlerweile auch vom Hessischen und vom Württembergischen Judo-Verband genutzt. Weitere Interessensbekundungen liegen bereits vor.

Das System kann auch ohne größere Änderungen von anderen Sportarten genutzt werden.



Mehr Infos über KRAS im WWW

Ein Interview mit den KRAS-Machern in BayernJudo.de:
bayernjudo.de/index.php?view=article&id=587

KRAS-Projektseite mit einer lauffähigen Demo-Version:
informatik.fh-augsburg.de/informatik/projekte/judo


Gert Langrock
BJV-Presseteam

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