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BayernJudo.de: Viel Training und viel Spaß
Inzell & Co
Sonntag, 19.8.2007 - 17:37 Uhr

BJV-Sommerschule in Fichtelberg

Viel Training und viel Spaß

Eine bunt gemischte Truppe fand sich zur Sommerschule des BJV in Fichtelberg zusammen. Vom sechsjährigen Weißgurt bis zum Dan-Träger war alles vertreten. Hochkarätige Trainer zeigten in bis zu drei Trainingseinheiten am Tag ihr Wissen und Können. Im Nu machten sie aus der zusammengewürfelten Gruppe eine kleine Gemeinschaft. Schauplatz dieser allerersten Sommerschule war das BLSV-Feriendorf Fichtelberg, das zwar nicht mit einer eigenen Judo-Halle aufwarten konnte, aber ansonsten alles Wichtige für einen angenehmen Aufenthalt bot. Mit dem Fichtelsee und der Kristalltherme war auch für die Erholung zwischen den Einheiten gesorgt.


Die Teilnehmer der ersten BJV-Sommerschule in Fichtelberg.
Die erste Trainingseinheit am Sonntagabend leitete der Jugendbildungs- und Breitensportreferent des BJV, Joachim Kröppel, der die Teilnehmer gleich zum Auftakt der Sommerschule richtig forderte.
Nach dem gemeinsamen DVD-Schauen ging es für die „Kleinen“ ins Bett, während bei den Erwachsenen noch ein wenig Erfahrungsaustausch auf dem Programm stand. Dem einen oder anderen Teilnehmer musste noch der Weg ins richtige Zimmer gewiesen werden, bevor kurz nach Mitternacht im Feriendorf Ruhe einkehrte.

Tag 2 (Montag) - Training, Training, Training

Astrid Gegenfurtner, BJV-Schulsportreferentin, sorgte für einen spielerischen (aber nicht weniger anstrengenden) Start in den Montag mit vielen Übungen aus dem Anfängerbereich, die auch den erwachsenen Kindern viel Spaß machten.

Die Einheiten am Nachmittag und Abend standen dann ganz im Zeichen der Fußtechniken. Markus Sellner vermittelte den teilnehmenden Trainern verschiedene Wege zum "Okuri-ashi-barai" und gab den Wettkämpfern viele Möglichkeiten mit auf den Weg, den Wurf in ihr Repertoire einzubauen.
Mit vier anstrengenden Einheiten in den Knochen konnten die Trainer und Betreuer nun auf eine etwas längere Nachtruhe hoffen.

Tag 3 (Dienstag) - Japanisches Flair im Fichtelgebirge

Begeisterte Gesichter gab es am Dienstag bei der ersten Bayerischen Judo-Sommerschule in Fichtelberg: Der Trainer des Tages, Harunobu Matsuba aus München, zog Erwachsene wie Kinder gleichermaßen mit seiner offenen und humorvollen Art in seine Bann. Zweimal zwei Stunden Techniktraining vergingen im wahrsten Sinne des Wortes "im Flug". Auf dem Programm standen wieder Fußwürfe - neben Fegetechniken diesmal vor allem O-Soto-Gari, der von allen Teilnehmern eifrig und mit sichtbarem Erfolg geübt wurde.

Begehrt waren auch Autogramme oder der eigene Name in japanischen Schriftzeichen auf Gürtel, T-Shirts und Judogi - dafür darf dann schon mal die erste Viertelstunde des Trainings "draufgehen". Und nicht nur Judo-Techniken wurden anschließend geübt. Auf Japanisch zählen zu können kann sich ja auch ab und zu als nützlich erweisen.
Beeindruckt zeigten sich alle bei den Technikdemonstrationen von Matsuba Sensei. Sein Tempo und seine Präzision ließen so manchen wesentlich jüngeren vor Neid erblassen und auch den jüngsten Teilnehmern dämmerte es so langsam, was für ein Privileg es ist, hier auf der Sommerschule bei so vielen hochkarätigen Trainern zu trainieren.
Mit einem besonderen Geschenk bedankte sich der BJV: Für seine jahrzehntelange Lehrtätigkeit in Bayern erhielt Harunobu Matsuba unter großem Applaus der Teilnehmer aus den Händen von Lehrgangsleiter und BJV-Breitensportreferent Joachim Kröppel die Ehrennadel des BJV in Silber.

Nur wenig Zeit blieb nach dem Training zum Verschnaufen: Nach einer Nachtwanderung um den Fichtelsee im Fackelschein konnte dann einer weiteren Lieblingsbeschäftigung der Japaner (neben Judo) nachgegangen werden: Dem Singen. Beim Singstar-Karaoke-Wettbewerb wurde schon mal für den Abschlussabend am Donnerstag geprobt. Bis weit in die Nacht hinein waren verschiedene Interpretationen bekannter Klassiker zu "genießen". Und auch das Zwerchfell wurde dabei trainiert.

Tag 4 (Mittwoch) – Tag des Silbers

Das Morgentraining am Mittwoch gestaltete der Lehrreferent des BJV, Jens Keidel. Ob Trainer, Wettkämpfer oder Breitensportler – auch hier war wieder für jeden etwas dabei, was er für sein eigenes Judo mitnehmen konnte.

Nachmittags ging es dann ins Silberbergwerk Gleißinger Fels. Ausgerüstet mit Helmen, Kitteln und Grubenlampen fuhren die Judoka in den Berg ein, um anschließend einiges über das Bergwerk und das harte Leben der Bergleute in früheren Zeiten zu erfahren. Für die Übungsleiter (und alle anderen interessierten Erwachsenen) gab es währenddessen die Möglichkeit, sich beim Trainertraining mit Jens Keidel fortzubilden.

Mit Silber hatte auch der Trainer des Abends früher zu tun: Er gewann 1976 in Montreal bei den Olympischen Spielen die Silbermedaille und ist mit zwei Olympiamedaillen einer der erfolgreichsten bayerischen Judoka aller Zeiten. Bei der BJV-Sommerschule zeigte Günther Neureuther nicht nur sein Können sondern hatte für den Nachwuchs auch den einen oder anderen Tipp aus seinem Erfahrungsschatz parat.

Tag 5 (Donnerstag) - Die Party

Eine weitere Einheit bei Günther Neureuther stand am Donnerstagmorgen auf dem Programm. Nachmittags wurden die „Sommerschüler“ dann auf die Natur losgelassen: Am Fichtelsee galt es, einiges über die hier heimischen Biber herauszufinden. Dank zahlreicher Hinweistafeln keine allzu schwere Aufgabe. Nach kurzer Zeit hatten einige Gruppen die Biberrallye bereits gelöst und konnten sich mit einem Eis (oder nem Keks) belohnen. Die Erwachsenen-Truppe absolvierte derweil eine weitere Fortbildungseinheit und belohnte sich anschließend mit einem Saunabesuch ich der nahegelegenen Kristalltherme.

Leider machte Petrus dem geplanten Grillabend einen kleinen Strich durch die Rechnung. Wolken und Schauer zwangen die hungrigen Lehrgangsteilnehmer, sich in die Räume des Feriendorfs zurückzuziehen, um ihre Würstel und Steaks zu genießen.

Der Abschlussabend war natürlich wieder fest in der Hand der Karaoke-Fans. Dank stark aufgestockter Titelauswahl war diesmal auch wirklich für jeden ein geeignetes Lied dabei. Von der U11 bis zu den Trainern traute sich fast jeder, seine Gesangs“künste“ zum Besten zu geben.

Die offiziellen Sommerschul-Charts:
1. Leo ft. W.M.T.1-3: „Sommer(schule) unseres Lebens“
2. K-Thrin the Bodwanna: “Under my umbr-eller”
3. M’n’M presenting Adelheid: “Barbie Girl 2007”
3. T:Mo vs. Dr.Psycho: „Everybody hurts”
5. A-Street und die Fichtelzwerge: „Geht goar ned!“
5. Gröbenzeller Dreierlei: „Daysleeper“


Tag 6 (Freitag) - Der Abschied

In der letzten Trainingseinheit fasste MU14-Landestrainer André Klust noch mal einige während der Woche gelernte Techniken zusammen und bot den älteren Lehrgangsteilnehmern die Möglichkeit sie zu wiederholen, während Astrid Gegenfurtner zum Abschluss des Lehrgangs mit den Kindern noch eine spielerische Einheit durchführte.

Ziemlich erschöpft aber gutgelaunt zerstreute sich Gruppe dann wieder in alle Winde – nicht jedoch ohne sich vorher für die nächste Auflage der Sommerschule im August 2008 zu verabreden.

Stimmen zur Sommerschule 2007:


Ich fand es super, weil wir massenhaft Judo gemacht und so tolle Trainer gehabt haben! (Anja, 11 Jahre) +++ BJV-Sommerschule – da scheppert die Luft! (Günther N. aus P.) +++ Wir waren wie imma... (Marina, 15 Jahre) ...nur schlimma!! *gg* (Maria, 15 Jahre) Und Joggen mit Jens war am besten. +++ Sommer ohne Sommerschule? Des geht ned! Des geht gar ned! (Astrid G. aus K.) +++ Mir hat die ganze Woche super gefallen, aber das Beste war doch Sing-Star (Sabrina, 10 Jahre) +++ Knallt beim... Werfen! +++ Am besten fanden wir, dass die Betten so weich und gemütlich waren. (Florian&Alex aus G.) +++ Ich fand es cool, dass wir so viel Judo gemacht und andere Dinge getan haben. Und das Beste war das Dr.Sommerschul-Team! (Kathrin*, 11 Jahre) +++ Ich finde, dass die 1. Bayerische Judo-Sommerschule toll war! (Domi, 13 Jahre) Auf diesem Wege noch mal gute Besserung für deinen großen Zeh! +++ Wau! Wau! *mampf* Ich hab Uchi-mata geworfen! (Chris, 16 Jahre) +++ Negativ war an der Sommerschule, bei Sing-Star mehrfach von U14ern um wenige Punkte geschlagen zu werden ;). Ansonsten war alles super – die Trainer, die Stimmung in der Gruppe, einfach die ganze Sommerschule! (Nick, MU14-Jugendleiter) +++ Wie die Sommerschule war? Man weiß es ned... aber man munkelt es war spitze! (Josua&Gerrit, 13 Jahre) +++ Die Sommerschule fand ich toll, weil wir so viel Spaß hatten und unsere Trainer uns so viel beigebracht haben. (Melanie, 12 Jahre)
* Name von der Redaktion geändert.

Wer beim Durchlesen dieses Berichts nun den Eindruck hat, nur die Hälfte zu verstehen, der sollte sich auf jeden Fall die BJV-Sommerschule 2008 vormerken, die vom 9. bis 16. August 2008 stattfinden wird. Die Begeisterung der Teilnehmer kann nur wirklich nachvollziehen, wer auch dabei war!

Nick Cariss

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