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BayernJudo.de: 84 neue Europameister
Sportgeschehen / Verschiedene
Donnerstag, 22.11.2007 - 22:37 Uhr

30 Europameisterschaften in Sindelfingen

84 neue Europameister

Ein warmer Medaillenregen ging über den deutschen Veteranen bei der Ü30-Europameisterschaft in Sindelfingen nieder. Alwin Brenner berichtet.

Jetzt haben sie sich auch getraut: Die deutschen Funktionäre, die anfangs ja gar nicht viel von diesen Oldie-Wettbewerben hielten, haben im eigenen Lande eine Veteranen- Europameisterschaft durchgeführt. Mit einem Ausrichter, der dieses Event auch mit Bravour und hervorragender Organisation durchführte: Sindelfingen.

Ja, es war nicht „nur“ eine Europameisterschaft. Eine Europameisterschaft umfasst deren sieben Gewichtsklassen, unterteilt in männliche und weibliche Judoka. Nein, es waren mehrere Europameisterschaften – neben den normalen Unterteilungen nochmals in zahlreiche Altersklassen gegliedert. Was zwar manche Gewichtsklassen in der Besetzung nicht allzu üppig erschienen, letztendlich aber die gesamte Teilnehmerzahl auf 828 Judoka aus ganz Europa (37 Staaten)– die bisher höchste Anzahl Judoka – hochschnellen ließ.

Und sie haben es gut gemacht. Es hat richtig Spaß gemacht. Wartezeiten sind die Oldies von ihrem bisherigen Judoleben gewohnt. Die lassen sich nicht vermeiden, vielleicht aber beim nächsten Mal verringern. Aber es war eine runde Angelegenheit, mit internationalem Flair und mit vielen schönen Kämpfen.

Der Sindelfinger Glaspalast, in dem sechs Matten ausgelegt wurden, war die richtige Halle dafür und hat diesem besonderen Event eine besondere Note gegeben. In drei Turniertagen wurden 84 neue Europameister ausgekämpft, 27 Titel gingen an deutsche Judoka, gefolgt von Russland (23), Frankreich (7) und Italien (6). Mit weiteren 22 Vizemeistern und 44 dritten Plätzen bot Deutschland nicht nur das zahlenmäßig stärkste Teilnehmerfeld, sondern auch sportlich die erfolgreichste Mannschaft. Und das war auch schön: Egal, ob aus Bayern oder Nordrhein-Westfalen, aus Sachsen oder Berlin …. alle starteten für Germany - keine Erbsenzählerei nach Bundesländer unterteilt, was auch dem Autor dieser Zeilen die lästige Pflicht nimmt, hier preiszugeben, welcher bayerischer Judoka welche Medaille oder Platz erkämpft hat.

Wenn es was zu kritisieren gibt – im wohlwollenden Sinne natürlich – ist es dies, dass am letzten Tag der EM viel zu viel Klassen eingeteilt waren. Gerade zum Abschluss der schönen Veranstaltung konnte der Zeitplan nicht eingehalten werden. Zu viele Kämpfe und daraus resultierend eine umfangreichere Siegerehrung, zogen das Ende fast unendlich in die Länge. Und darunter hatte die Siegerehrung zu leiden. Schade, da war es in Prag für die Judoka auf dem Stockerl schon schöner. Die hatten auch am letzten Tag genügend Zeit, nach jedem Finalkampf die Siegerehrung durchzuführen. Eine bessere Aufteilung der Klassen an den Vortagen sollte für die Zukunft angedacht werden.

Aber man kann ja alles noch viel besser machen: Am Besten doch eigentlich bei der nächsten Großveranstaltung dieser Art. Wie wär's denn mit der Oldie-WM?



Ergebnisse unter ippon.org und judobund.de/aktuelles/details/427


Alwin Brenner

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