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BayernJudo.de: Bayerische G-Judokas warten weiterhin auf ihren ersten Titel
Sportgeschehen / Verschiedene
Montag, 10.12.2007 - 14:14 Uhr

Deutsche Mannschaftsmeisterschaften der Landesverbände im G-Judo

Bayerische G-Judokas warten weiterhin auf ihren ersten Titel

Am 1. Dezember 2007 richteten das Heilpädagogische Centrum Augustinum (HPCA) sowie die Sportfreunde Harteck München die 4. Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Landesverbände im G-Judo (Judo für Judoka mit geistiger Behinderung) aus. Alwin Brenner berichtet für BayernJudo.de


Das bayerische Team bei Länderpokal im G-Judo (1.12.2007, München)
Nach zahlreichen Erstanmeldungen erschienen letztendlich acht Teams in München. Nordrhein-Westfalen (Frauen und Männer), Hessen (Frauen und Männer) und Bayern mit erster und zweiter Mannschaft bei den Männern sowie einer Frauenauswahl bekamen zudem internationales Flair mit der Nationalauswahl der Niederlande zu spüren.

Da es sich um eine deutsche Meisterschaft handelte, starteten im Turnier die hochgeschätzten Holländer außer Konkurrenz. Sie hätten zwar den Turniersieg erkämpfen können, aber nicht den Deutschen Mannschaftstitel.

Gelingt den Männern endlich der erste Sieg?

Den wollten sowieso die Bayern. Dreimal hintereinander belegten die Schützlinge um Hansjörg Bauer (MTV Ingolstadt), Florian Sachs und Alwin Brenner (SF Harteck–HPCA) den zweiten Platz – immer hinter NRW, stets mit 2:3 verloren.


Die siegreiche Mannschaft Bayern 2 nach ihrem Sieg gegen Holland
Bayern 2 traf im ersten Kampf gleich gegen die hoch gehandelten Holländer. Zur Überraschung gelang ihnen ein 3:2 Sieg, der Grundstein für einen 3. Platz war gelegt. Gegen NRW gab es dann ein klares 0:5, ebenso gegen Bayern 1. Hessen wurde schließlich knapp mit 3:2 bezwungen. Christoph Baier, Benjamin Binder (München) Christian Frieder und Dimitri Isitow (MTV Ingolstadt) mussten den verlorenen Punkt wegen des unbesetzten 90 kg-Kampfes aufholen, waren am Ende gegen Hessen ein wenig auf der glücklicheren Seite und konnten den 3. Platz erobern.

Für die erste Bayernmannschaft gab es bis zum Finalkampf keine Probleme. Bayern 2 und Hessen unterlagen jeweils mit 0:5, Niederlande mit 1:4. NRW hatte da ein wenig mehr Probleme und die Holländer „nur“ mit 3:2 besiegt. Bayern freute sich schon auf den Endkampf.


Kampfszene bei den Frauen im G-Judo
Unser 90 kg-Kämpfer hatte aber leider 5 kg Übergewicht auf die Waage gebracht, so dass Florian Schnabl als Ersatz eine Gewichtsklasse höher antrat. In diesem Falle konnte er gegen seinen Kontrahenten aus NRW nichts entgegensetzen und es stand 0:1. Bernd Hadwiger glich aus, Michael Meßerer hatte keine Chance gegen Andre Kohnen (1:2) und das Schlimmste trat dann sogleich ein: Benjamin Baumgartner verlor und somit konnte der souveräne Peter Roman nur noch Ergebniskosmetik betreiben. Gegen seinen sehr starken Gegner konnte er nach einiger Anlaufszeit mit einem sehr schönen Tai-Otoshi punkten. Aber es war dann doch wie immer: NRW war Sieger, Bayern Vize, aber zugleich auch Dritter mit Bayern 2.

Die Frauen verloren mit 0:5 gegen NRW und mit 2:4 gegen Hessen. Auch hier gewann NRW ganz souverän den Titel. Beide Teams durften den von Bayern gestifteten Wanderpokal wieder mit zu sich nach Hause nehmen. Nikoleta Zervou und Susanne Füreder (HPCA-Harteck), Theresia Hagl und Sarina Klinger (MTV Ingolstadt) vertraten die bayerischen Farben.

Länderkampf Deutschland – Niederlande


Freude bei der niederländischen G-Judo-Mannschaft
Zum ersten Mal in der Geschichte des G-Judo gab es einen Vergleich der Nationalmannschaften. Da die niederländischen Judoka deutliche Niederlagen gegen Bayern und NRW hinnehmen mussten, beschloss man auf deutscher Seite, eine Auswahl aller anwesenden Verbände aufzustellen.

Somit gab es einen ausgewogeneren Kampf, der sportlich spannend und unterhaltsam war. Bayern war vertreten mit Bernd Hadwiger und Roman Peter. Die Kämpfer beider Teams waren auch sichtlich stolz. Das Abspielen der Nationalhymnen und der letztendlich durchaus knappe Ausgang von 4: 2 für Deutschland schweißte die Kämpfer aus NRW, Hessen und Bayern eng zusammen. Ganz vorbildlich, auch für manch andere Coaches.


Die geehrten Sportler präsentieren sich gemeinsam mit den Ehrengästen der DMM im G-Judo. Mit dabei: Der SPD-Franktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag, Franz Maget (2.v.l.)
Abschließend sei noch erwähnt, dass der BJV die Deutschen Meister Nikoleta Zervou, Bernd Hadwiger und Roman Peter für ihre Erfolge ehrte. Ganz überraschend wurde auch Alwin Brenner von BJV-Geschäftsführer Gerhard Auer der 2. Dan verliehen (dafür möchte ich mich - als Autor dieser Zeilen - ganz herzlich bedanken).





Die Platzierungen im Überblick:

Männer:
1. Nordrhein-Westfalen
2. Bayern 1
3. Bayern 2
4. Niederlande
5. Hessen

Frauen:
1. Nordrhein-Westfalen
2. Hessen
3. Bayern


Alwin Brenner
stv. Jugendbildungs- und Behindertensportreferent

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