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Aktionen / Kim Possible
Samstag, 26.4.2008 - 12:05 Uhr

1 Jahr nach Kim Possible

Ein Jahr nach Beginn der Aktion "Kim macht stark!" fragte die Redaktion von bayernjudo.de bei den teilnehmenden Vereinen nach, was von der Aktion geblieben ist. Mittlerweile haben wir die ersten, sehr interessanten Rückmeldungen erhalten. Weitere Rückmeldungen sind erwünscht

Unsere Abteilung war im Kinderbereich vom Aussterben bedroht (<10 Kinder)... Während der Kim Possible-Aktion hatten wir über 20 Teilnehmer da. Wir konnten direkt etwa 10 neue Mitglieder durch die Aktion gewinnen (3 sind dann wieder abgesprungen).

Was aber das eigentlich Tolle ist, ist, dass die Aktion einfach wesentlich dazu beigetragen hat, wieder etwas Augenmerk auf uns zu richten (gute Berichterstattung in der Zeitung, aktuelle Berichte im Internet, etc.). Wir profitieren im Moment hauptsächlich von der Popularität, die wir durch die Aktion gewonnen haben. Es kommen immer wieder neue Kinder an, die ein Schnuppertraining machen wollen. Mittlerweile ist unsere Gruppe in Vollbesetzung bei 23 Kindern (dabei wurden schon ein paar in eine andere Gruppe umgesiedelt :-) ).

Kim Possible: Für uns - ein voller Erfolg!

Florian Mücke, TSV Königsbrunn Judo



Die Kim Possible-Aktion traf bei uns anfangs auf geteilte Meinungen.
Wir haben uns - nachträglich sind wir froh darüber - trotzdem dazu entschlossen teilzunehmen.

Als Rahmen haben wir uns vier Lehreinheiten gesteckt, in denen wir die einzelnen Agentenziele erreichen wollten. Mit wechselnden Teilnehmerzahlen hatten wir letztendlich ca. 25-30 Kim Possible-Kinder in den vier Einheiten. Das Feedback der Kinder und Eltern war durchwegs positiv, so dass wir den "Hype" ausnutzen wollten und eine Anfängergruppe ins Leben gerufen haben.

Für uns war dies der erste Versuch einer reinen (und vor allem in sich
geschlossenen) Anfängergruppe. In der Vergangenheit hatten wir Anfänger in die vorhandenen Einheiten versucht so gut als möglich zu integrieren. Mit dem Ergebnis, dass die ersten Wochen für die "Neuen"
oft sehr schwierig waren und einiges an Geduld von allen Seiten gefordert war. Das reine Anfängertraining mit definierten Start- und Endpunkt hat für die Kinder (und auch Übungsleiter) den klaren Vorteil, die Rahmenbedinungen konkret abstecken zu können. Darüber hinaus kann kontinuierlich auf ein Ziel hingearbeitet werden (Weiß-Gelb-Gurt). Und der Umstieg der frischen Weiß-Gelb-Gurtträger in das "normale" U11-Training ist dann nicht mehr so tragisch. Also durchwegs positiv. Wenn wir es personell (Übungsleiter und Trainingszeiten) schaffen, werden wir sicher weiterhin Anfängertrainings anbieten.

Die Kim Possible-Aktion und das daraus entstandene Anfängertraining mit 13 Kindern hat uns letztendlich 10 neue U11-Judo-Kinder ins Training gebracht. Alle zehn Kinder sind bis heute begeistert im Training. Weitere Anfragen über gesonderte Anfängertrainings liegen schon vor.

Als Resümee kann ich also nur sagen:
Kim Possible war für uns ein Anlass, unsere Kinder- und Jugendarbeit zu überdenken und neue Wege zu beschreiten! "Kim" hat unserem Judo, als kaum medienpräsente Sportart, sicherlich den Kindern/Eltern den Einstieg in die für sie bis dahin unbekannte Sportart erleichtert.

Wir sind weiterhin offen für derartige Aktionen!

Alexander Hauf, TSV 1861 Mainburg, Abteilung Judo



Kim Possible beim TSV Mainburg



Der TSV Wachendorf hat nach "Kim Possible" eine Anfängergruppe mit 20 Personen im Alter von 7 bis 11 Jahre gestartet. Selbst Judokas im Jugendbereich, die bereits ihren Judoanzug am Nagel gehängt haben, kamen durch die Werbung zu Kim Possible zum Judosport zurück.

Zudem kamen viele Mütter und Väter von den Kindern zu uns ins Training
zum Breitensport-Training im Seniorenbereich über 30 und 40 Jahre.

Jürgen Müller, TSV Wachendorf



Kim Possible beim TSV Wachendorf



Wir haben die Aktion mitgemacht, weil wir sie unterstützen wollten. Sie war nämlich klasse und eines der besten Dinge, die der DJB ins Leben gerufen hat. Jedenfalls lief "Kim Possible" bei uns mit vielen Kindern. Uns war von vornherein klar, dass wir kaum Mitglieder dadurch gewinnen können, weil wir im Anschluss daran niemanden aufnehmen konnten. Unsere Kapazitäten (Hallenzeiten) waren ausgenutzt und wir konnten erst im September danach den nächsten Anfängerkurs starten. Trotzdem kamen auch zu diesem Zeitpunkt noch einige Kinder zu uns, die die Aktion mitgemacht hatten. Ich denke, wir hätten bei besserem "Timing" viele Mitglieder gewinnen können.

Sven Keidel, DJK Ingolstadt



Während der Aktion kamen ca. 40 neue Kids auf die Matte. Nach Ablauf der Aktion haben wir 14 neue Mitglieder aufgenommen und es kamen auch dieses Jahr noch einzelne Personen, die über die Aktion indirekt zu uns kamen. Zum Beispiel hat neulich eine Mutter von einem Kim Possible-Kind wieder mit Judo begonnen. Sie hat als Kind schon Judo gemacht und über die letzten Monate bei uns zugeschaut. Jetzt hat sie Lust bekommen, wieder Judo zu machen und es macht ihr Spaß.

Weniger erfreulich ist, dass manche Kinder bei uns nach dem gelben Gurt mit Judo wieder aufhören. In Grafing haben wir ein sehr großes Sportangebot und eine gute Musikschule. Fußball macht viel Werbung und Grafing hat eine Eishalle. Eiskunstlauf, Shorttrack und Eishockey ziehen uns zusätzlich Mitglieder weg. Wir haben durch die Aktion wenigstens diesen Schwund etwas auffangen können.

Jannette Allen, TSV Grafing, Abteilung Judo

Gert Langrock
BJV-Presseteam

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