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BayernJudo.de: Auf den Spuren des Olympiasiegers Ole Bischof
Inzell & Co
Dienstag, 19.8.2008 - 23:47 Uhr

2. Bayerische Judo-Sommerschule in Fichtelberg

Auf den Spuren des Olympiasiegers Ole Bischof

Nick Cariss berichtet für BayernJudo.de von der zweiten Bayerischen Judo-Sommerschule in Fichtelberg.

Olympia-Stimmung überall im Sportferiendorf des BLSV in Fichtelberg: Knapp fünfzig Teilnehmer der zweiten Bayerischen Judo-Sommerschule fieberten vor dem Fernsehschirm mit, als sich der für den TSV Abensberg in der Bundesliga startende Ole Bischof die Gold-Medaille erkämpfte. Um in die deutsche Spitze zu gelangen und schließlich Olympiasieger zu werden, hatte er einen langen Weg mit vielen Hindernissen, Hochs und Tiefs zu gehen.


Aus Fremden wurden schnell Freunde: Die jüngsten Teilnehmer der Sommerschule

Als besonderes Highlight der Sommerschule ermöglichte Breitensportreferent und Lehrgangsleiter Jochen Kröppel den Teilnehmern anschließend, diesen Weg symbolisch nachzuvollziehen. Im Hochseilgarten am Ochsenkopf wurden Mut und Ausdauer der Judoka auf die Probe gestellt. In Schwindel erregenden Höhen von bis zu 18 Metern galt es, balancierend, rutschend und schwingend verschiedene Hindernisse und auch die eigene Angst zu überwinden. Als alle Wagemutigen die verschiedenen Parcours bewältigt und schließlich wieder zurück auf dem Boden waren, durften sie sich auch ein klein wenig wie der Olympiasieger Ole Bischof fühlen. Sie waren über ihre eigenen Grenzen hinausgegangen – etwas, was auch im Judo unverzichtbar ist, um ganz nach oben zu kommen.


Landestrainer André Klust und Breitensportreferent Jochen Kröppel sorgen als Grillmeister für das leibliche Wohl der Teilnehmer

Natürlich wurde in Fichtelberg auch auf der Judomatte trainiert – regelmäßig bis zu fünf Stunden am Tag. Die Liste der Referenten liest sich wie das „Who is who“ des Bayerischen Judo-Verbandes – von Kampfrichterchef Herbert Eberlein über die Landestrainer Peter Dremow und André Klust, Lehr- und Prüfungsreferenten Jens und Sven Keidel bis zum U14-Jugendreferenten Nick Cariss.


Gleichgewichtsschulung mit dem Pezziball

Organisator Jochen Kröppel war es auch gelungen, Harunobu Matsuba aus München erneut als Referenten für die Sommerschule zu gewinnen. Von klassischen bis zu modernen Judotechniken, im Stand und am Boden, für Wettkämpfer und Breitensportler reichten die Themen, die von den Trainern abgedeckt wurden. Gar keine leichte Aufgabe, hier allen Mitglieder der Gruppe – der jüngste Teilnehmer zählte gerade mal sieben, der älteste über 60 Jahre – gerecht zu werden. Doch gerade diese bunte Mischung ist es, was die BJV-Sommerschule auch heuer wieder auszeichnete.


Training mit Harunobu Matsuba

Die Begeisterung der Judoka sprang schließlich über auf Heinz Kozloswki, der eigentlich nur als Begleitung für seine Frau Elisabeth nach Fichtelberg gekommen war, und veranlasste ihn dazu, mit seinen 64 Jahren zum ersten Mal einen Judoanzug anzulegen und sich auf die Matte zu wagen. Für eine Teilnahme bei den olympischen Spielen wird es wohl nicht mehr reichen. Aber die Sommerschule hat deutlich gemacht, dass es nie zu spät ist, mit Judo zu beginnen. Und vielleicht sehen wir ja in einigen Jahren einen der Sommerschul-Teilnehmer auf dem olympischen Treppchen.


Die Teilnehmer der zweiten Bayerischen Judo-Sommerschule


Alle Fotos: Nick Cariss

Nick Cariss
BJV-Internetbeauftragter

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