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BayernJudo.de: Jede Menge wertvolle praktische Tipps
In eigener Sache
Dienstag, 9.12.2008 - 21:25 Uhr

Maria:

Jede Menge wertvolle praktische Tipps

Es ist Sonntag, 9.00 Uhr morgens und Maria und ich starten von Mainburg aus Richtung Gröbenzell zum Presseworkshop des BJV. Das Wetter ist zum Glück schön, das Navi zeigt keinerlei Staus an und prophezeit unsere Ankunft in der Wildmoostraße 36 für 9.50 Uhr. Aber nicht jede Prophezeiung trifft auch ein müssen wir feststellen...

Was hilft schon ein Navigationssystem, wenn die zugehörige Stimme aus dem Lautsprecher zu leise ist und ich daraufhin vor lauter Hektik die falsche Abfahrt nehme. Damit aber noch nicht genug, auch die Wildmoosstraße hat ihre Tücken – zumindest wenn man zunächst in die falsche Richtung einbiegt. Um kurz nach zehn Uhr finde ich schließlich einen Parkplatz am Sportgelände. Schnell packen Maria und ich unsere Sachen aus dem Auto, Türe zu und – verdammt, Schlüssel eingesperrt! Um circa zehn nach zehn treffen wir endlich im Vereinsstüberl ein und kommen damit gerade rechtzeitig zur Vorstellungsrunde. Wir sind insgesamt sieben Teilnehmer, die allesamt in ihrem Verein mit Pressearbeit zu tun haben, allerdings mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Den ersten Teil des Workshops leitet Gert Langrock. Hier geht es um den journalistischen Teil, also Berichte schreiben. Zum Einstieg in das Thema lesen wir als erstes Zeitung, genauer gesagt Sportberichte, um sie anschließend zu analysieren. Nach und nach erarbeiten wir uns anhand von Beispielen und praxisbezogenen Aufgaben, wie man spannende, aber auch informative Berichte gestaltet. Ebenso lernen wir die Herangehensweise an Interviews, Portraits und Reportagen, was mir persönlich besonders gut gefällt. Als praktische Übung dürfen wir, aufgeteilt in drei Gruppen, unsere Referenten interviewen und das Ganze dann zu Papier bringen. Maria und ich bekommen Gert Langrock als Interviewpartner zugeteilt und erfahren dabei sehr sehr sehr viel Interessantes über den BJV-Medienreferenten. Schon nach drei Fragen – wir sollten uns fünf bis sechs Punkte überlegen - hat Maria bereits mehrere Seiten Notizen gemacht. Es gelingt uns aber trotzdem das Interview in eine überschaubare Form zu bringen.

Der zweite Schwerpunkt unseres Lehrgangs behandelt das Thema Fotografie. Was ist schon ein Bericht ohne ein ansprechendes Bild. Nick Cariss zeigt uns eine Reihe von Fotos, anhand derer er uns vermittelt, worauf es ankommt. Doch nicht nur das, der Internetbeauftragte des BJV erklärt uns natürlich auch, wie man tolle Sportfotos schießt, welche Einstellungen, Belichtungszeiten usw. zu beachten sind und noch vieles andere mehr. Zudem informiert er über die Rechte am Bild. Während Nick Cariss' Ausführungen wird mir schnell klar, dass meine kleine Digitalkamera leider höchsten zum Fotografieren von Standbildern taugt.

Nach dem Mittagessen testen wir unser neu erworbenes Wissen praktisch. Nick Cariss und Gert Langrock stellen uns ihre Kameras zu Verfügung und wir dürfen damit beim nebenan stattfindenden Baseballturnier Fotos schießen. Bei der Verteilung der Kameras bin ich leider etwas zu langsam, also gehe ich tapfer mit meinem Fotoapparat ans Werk und kann mit ihm immerhin einmal den Ball in der Luft einfangen.

Anschließend führt uns Matthias Kolonko in die Erstellung und Pflege von Internet-Seiten ein. Dazu begutachten und bewerten wir erst einmal die Internetseiten der bayerischen Judobezirke. Mit Hilfe dieser Homepages zeigt er uns, worauf beim Internetauftritt zu achten, aber auch was unbedingt zu vermeiden ist.

Doch nicht nur Übersichtlichkeit und Benutzerfreundlichkeit im World Wide Web werden vom stellvertretenden BJV-Internetbeauftragten besprochen, auch bezüglich Recht und Haftung gibt er uns wertvolle Hinweise. Meine Befürchtung bei diesem Thema nur Bahnhof zu verstehen ist zum Glück nicht wahr geworden. Im Gegenteil, nach Matthias Kolonkos Ausführungen traue ich mir die Pflege unserer Homepage mittlerweile zu.

Gegen 18 Uhr sind schließlich alle Punkte des heutigen Programms abgehakt und wir lassen den vergangenen Tag Revue passieren. Wir Teilnehmer waren sehr motiviert bei der Sache, findet Gert Langrock, und das trotz der Fülle an Informationen, für die man auch einen zweitägigen Lehrgang hätte ansetzen können. Meine Mitstreiter/innen und ich bewerten den Workshop ebenfalls positiv, für jeden waren jede Menge wertvolle praktische Tipps dabei. Pünktlich zum Ende der Schulung trifft auch mein Lebensgefährte mit dem Ersatzschlüssel für mein Auto in Gröbenzell ein, sodass Maria und ich ohne Verzögerungen die Heimreise antreten können. Hoch motiviert und voll Tatendrang schmieden wir schon beim Verlassen des Parkplatzes Pläne für unser nächstes Interview.

Maria Wimmer
TSV Mainburg

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