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BayernJudo.de: Großes Lob für Ausrichter, kleines Lob für Leistungen
Sportgeschehen / Verschiedene
Donnerstag, 5.3.2009 - 22:56 Uhr

TSV Waging erfolgreicher Ausrichter der Bayerischen Kata-Meisterschaft

Großes Lob für Ausrichter, kleines Lob für Leistungen

Eine Premiere fand am vergangenen 22. Februar Sonntag in der Waginger Schulturnhalle statt: Zum 1. Mal wurde im Landkreis Traunstein die Bayerische Kata-Meisterschaft ausgerichtet, nachdem der TSV Waging hier kurzfristig als Ausrichter eingesprungen war. Jetzt richten sich die Augen der bayerischen Katafreunde auf die Deutsche Kata-Meisterschaft Ende März in Erlangen.

Gut 50 Zuschauer waren - im Gegensatz zu manchem Judokampf - stille Beobachter der Leistungsschau. Kata, ein traditioneller Teil des Judosports, bedeutet „Form“. Angriffs- und Verteidigungstechniken werden nach einem festgelegten System unter den Augen kritischer Wertungsrichter gezeigt. In Waging waren dies Klaus Richter (Aschaffenburg), Michael Höpfel (Mitterfels), Helmut Angerer (Berchtesgaden) und der Kata-Beauftragten für Oberbayern Volker Weberpals (Traunreut), ergänzt durch den Kata-Beauftragten des Bayerischen Judo-Verbandes Stefan Bernreuther (Seukendorf), der für den Veranstalter nicht mit Lob sparte: „Der TSV Waging hat die Meisterschaft super ausgerichtet.“ Ein Lob, über das sich natürlich TSV Judo-Abteilungsleiter Herold Mörtl und Übungsleiter Franz Putzhammer freuten. Nicht ganz so überschwänglich die Worte über die gezeigten Leistungen: „Die gezeigten Ausführungen waren zufriedenstellend“, war das Urteil Bernreuthers, der bei wenigen Teilnehmern pro Kata nicht automatisch einen Titel vergab, sondern die entsprechende Platzierung gemäß der erreichten Punkte vergab.



Erfolgreiche Dan-Prüfungen sind ein Highlight für den Judoka: Kim Vanselow (li.) und Wolfgang Heindel (beide TV Erlangen) freuen sich über die Urkunde und die Eintragung im Judopass, die ihnen der Bayerische Kata-Beauftragte Dr. Stefan Bernreuther überreichte.

17 Paare traten in den Kategorien Nage-no-kata (Würfe), Katame-no-kata (Bodentechniken), Rensa-no-kata (Übergänge Stand-Boden), Goshin-jutsu-no-kata (moderne Selbstverteidigung), Kime-no-kata (traditionelle Selbstverteidigung) und Ju-no-kata (Gleichgewichtsbrechen, auch als „Frauen-Kata“ bezeichnet) an. Letztlich setzten sich überwiegend die Favoriten durch. Marion Flügel und Jürgen Billmeir vom TV Garmisch wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und holten den Bayerischen Meistertitel in der Goshin-Jutsu-no-kata.




Nicht nur viel zu sehen, sondern auch viel zu schreiben bekamen die Kata-Wertungsrichter.

Im Gegensatz zu sonstigen Judo-Meisterschaften sind bei der Kata auch gemischte Paare möglich. Während nicht alle aktiven Wettkämpfer Gefallen an Kata empfinden, ist gerade auch für ältere Judoka eine gute Wettkampfform, da hier das Verletzungsrisiko natürlich geringer sei, erklärte der Kata-Beauftragte für Oberbayern, Volker Weberpals, wobei die Teilnehmerpaare insgesamt ein sehr gemischtes Alter aufwiesen. Erwartungsgemäß dominierten die Franken diese Bayerische Kata-Meisterschaft. Aber auch in Oberbayern werde das traditionelle Kata-Judo zunehmend populärer, freute sich Weberpals. Die Deutsche Kata-Meisterschaft findet am 28. März in der bayerischen Kata-Hochburg in Erlangen statt.

Andreas Wittenzellner

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