Mittwoch, 20.6.2012 - 21:19 Uhr

European Cup Celje

Christopher Völk siegt souverän

Beim European Cup der Männer waren die Olympiastarter Tobias Englmaier (-60kg, TSV München-Großhadern) und Christopher Völk (-73kg, TSV Abensberg) im Rahmen der Vorbereitung auf die Spiele mit der Nationalmannschaft an den Start gegangen. Das bayerische Quartett in Slowenien wurde von Stefan Friedrich und Julian Kolein (beide -73kg, TSV München-Großhadern) komplettiert.


Im ersten Kampf gegen den unbequemen Moser (Österreich) hatte Christopher ein paar Probleme, konnte sich aber letztendlich mit mehreren Strafen durch setzten. Was dann kam, könnte man mit einem Hatrick vergleichen; und wie passend doch: ein Ukrainischer noch dazu! Die nächsten drei Gegner kamen nämlich alle aus der Ukraine. Gluschenko wurde von Chris taktisch clever bereits nach gut 2 Minuten mit Strafen besiegt. Mit seiner Spezialtechnik, einer Gake Version, besiegte er Sarkisyan nach der Hälfte der Kampfzeit. Im Viertelfinale stand Chris dann Drebot gegenüber. Mit diesem hatte er ein paar Probleme mehr, konnte sich aber letztendlich auch hier 12 Sekunden vor Schluss mit Strafen durchsetzten. Im Halbfinale traf Chris auf Igor Wandtke (Hannover/Lübeck). Das Duell war lange ausgeglichen, bis es Chris kurz vor dem Zeitzeichen schaffte erneut seine Spezialtechnik durch zusetzten und seinen Gegner damit auf Punkt zu werfen und in das Finale einzuziehen. Hier traf er nun auf Miklos Ungvari (Ungarn). Souverän schaffte es Chris seinen Kampfstil immer wieder durch zusetzten und sich gute Chancen zu erarbeiten. Am Ende konnte er das Duell mit zwei Strafen zu einer für sich entscheiden.


Auch für Stefan Friedrich begann das Turnier verheißungsvoll. Gegen Welsh (Kanada) setzte er sich ebenso klar vorzeitig durch, wie gegen Brysz (Polen) und Bulyga (Ukraine). Mit diesen Siegen stand Stefan im Poolfinale wo er auf Bottieau (Belgien) traf. Das Duell war die meiste Zeit offen. Zwei Strafen, die man vielleicht nicht notwendiger Weise hätte geben müssen, entscheiden das Duell letztendlich gegen Stefan. In der Trostrunde konnte sich Stefan mit einem Wazaari gegen Kanivets (Ukraine) durch setzten und in das Trostrundenfinale gegen Iartsev (Russland) einziehen. Leider fand er gegen diesen Gegner nicht richtig in den Kampf und musst sich geschlagen geben und mit Platz 7 begnügen.


Für Tobias stand das Turnier unter einem schlechten Stern. Im ersten Kampf konnte er sich gegen Oomen (Niederlande) mit Ippon durchsetzten. Aber bereits im zweiten Kampf gegen Kulikov (Russland) merkte, das er an diesem Tag nicht auf der Höhe war und konnte auf einen Angriff seines Gegners nicht richtig reagieren und musste sich geschlagen geben. In der Trostrunde gegen Romero traf Tobias nicht mehr an. Das große Ziel, Olympia, hat Vorrang und eine größere Verletzung würde dieses zu nichte machen.

Julian Kolein konnte ebenfalls seinen Auftaktkampf gegen Sommer (Schweiz) gewinnen. Unterlag dann aber Tjeerdsma (Niederlande) und Iartsev (Russland).

Frauke Vortmann
Referentin Leistungssport


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